30.09.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Kaufmarkt verliert Dynamik, Nachfrage nach Miete steigt
Der deutsche Immobilienkaufmarkt verliert an Tempo. Während die Angebotspreise für Wohnungen und Häuser im 3. Quartal 2026 nur noch leicht stiegen, verschiebt sich die Suchnachfrage zunehmend in Richtung Mietsegment.
Laut dem immowelt Preiskompass für das 3. Quartal 2026 flacht die Preisdynamik auf dem deutschen Kaufmarkt ab. Deutschlandweit verteuerten sich Bestandswohnungen und Einfamilienhäuser um jeweils 0,7 Prozent. In den 15 größten Städten zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während Düsseldorf und Essen bei den Wohnungspreisen mit über 3,5 Prozent kräftig zulegten, stagnieren die Preise in Berlin nahezu (+0,2 Prozent). Bei Häusern verzeichneten Berlin (-0,5 Prozent) und Frankfurt (-1,7 Prozent) sogar Rückgänge. Parallel verlagert sich das Suchverhalten: Der Anteil der Mietanfragen stieg auf 81,7 Prozent, während Kaufanfragen bundesweit auf 18,3 Prozent zurückgingen.
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Warum Ostdeutsche häufiger zur Miete wohnen
Die Wohnbiografien in Ost- und Westdeutschland unterscheiden sich weiterhin deutlich. Während im Osten mehr Menschen zur Miete wohnen, ist der Wunsch nach Unabhängigkeit bei ostdeutschen Kaufinteressierten besonders stark ausgeprägt.
Eine Befragung des Baufinanzierungsvermittlers Dr. Klein zeigt nachhaltige Unterschiede im Wohnverhalten zwischen Ost- und Westdeutschland. In den östlichen Bundesländern leben aktuell 60 Prozent der Menschen zur Miete, im Westen sind es 52 Prozent. Die höhere Mietquote ist ein Erbe der DDR. Privates Wohneigentum wurde weniger gefördert, stattdessen wurde Mietwohnungsbau im großen Stil betrieben. Heute nennen als Hauptmotiv für einen Immobilienkauf im Osten 43 Prozent der Interessierten den Wunsch nach Unabhängigkeit von Vermietern und Mietsteigerungen, verglichen mit 34 Prozent im Westen. Zudem wünschen sich ostdeutsche Kaufinteressierte mit 47 Prozent häufiger fachkundige Beratung bei der Baufinanzierung. Während im Westen 37 Prozent der Eigentümer allein kauften, lag dieser Anteil im Osten bei 28 Prozent.
Berliner Enteignungsdebatte schreckt Investoren ab
Nach dem Wahlsieg in Berlin knüpft die Linke Koalitionsgespräche an die Enteignung großer Wohnungsbaukonzerne. Wirtschaftsverbände warnen vor schwerwiegenden Folgen für den Investitionsstandort Deutschland.
Als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung pocht die Linke weiter auf die Umsetzung des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungsbaukonzerne. Spitzenkandidatin Elif Eralp und Parteivertreter bekräftigten die Absicht, privaten Großvermietern wie Vonovia Bestände zu entziehen. Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) kritisierte den Kurs scharf und bezeichnete die Debatte als Belastung für den Standort. Laut BVK führen Enteignungsdrohungen dazu, dass privates Kapital rasch in andere europäische Metropolen oder die USA abwandert. Bereits zwischen 2024 und 2025 sanken die gewerblichen Immobilieninvestitionen in Berlin um 200 Millionen Euro.
Was taugt KI in der Immobilienbewertung?
Künstliche Intelligenz soll Immobilienbewertungen präziser machen und Marktentwicklungen besser prognostizieren. In der Praxis scheitert der erfolgreiche Einsatz jedoch häufig an unvollständigen, unstrukturierten oder inkonsistenten Datenbeständen.
Die Qualität der zugrundeliegenden Daten entscheidet maßgeblich über den Erfolg von KI-Anwendungen in der Immobilienwirtschaft. Da Informationen zu Flächen, Verträgen, Instandhaltung und ESG-Kriterien oft in getrennten Systemen liegen, entstehen Medienbrüche und Risiken bei der Objektbewertung. Insbesondere Nachhaltigkeitsdaten wie Energieeffizienz und Klimarisiken entwickeln sich von reinen Berichtspflichten zu zentralen Bewertungs- und Finanzierungsfaktoren. Gleichzeitig erhöht die Europäische Bankenaufsichtsbehörde den Druck auf Kreditinstitute, ESG-Risiken systematisch zu steuern. Für eine zuverlässige Nutzung von KI sind daher standardisierte Datenstrukturen, eine transparente Datenherkunft und eine verbindliche Data Governance erforderlich.
Steigende Gaspreise belasten Haushalte
Für Gas-Heizhaushalte wächst das Risiko spürbar höherer Energiekosten im kommenden Winter. Niedrige Speicherstände und gestiegene Großhandelspreise setzen Versorger unter Druck, die Kosten verzögert an Endkunden weiterzugeben.
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern könnten die Preise für Bestandskunden bei anhaltend hohem Großhandelsniveau um 10 bis 20 Prozent steigen. Der Eigentümerverband Haus & Grund beziffert die Mehrkosten für ein Einfamilienhaus bei einem 15-prozentigen Anstieg auf durchschnittlich 374 Euro pro Jahr, während für Wohnungen in Eigentümergemeinschaften mit etwa 234 Euro Zusatzkosten zu rechnen ist. Einsparpotenziale bieten Verhaltensänderungen, Heizungsoptimierungen sowie Tarifvergleiche.
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Proteste wirken: Spanische Regierung kündigt Miet-Dekret an
Nach Massenprotesten gegen hohe Mieten und Zwangsräumungen gibt es eine Wendung im Fall einer 87-jährigen Rentnerin in Madrid. Sie darf in ihre bisherige Wohnung zurückkehren. Unterdessen haben sich die Proteste auf andere Städte ausgeweitet und die Regierung kündigte Maßnahmen zum Schutz von Mietern an.
Als Reaktion auf die anhaltenden Proteste plant die spanische Regierung ein Dekret gegen steigende Mieten und Wohnungsnot. Vorgesehen ist unter anderem, Zwangsräumungen vorübergehend einzuschränken und Mietverträge bis 2028 zu verlängern. Die Gewerkschaften und linken Parteien fordern jedoch weitergehende Maßnahmen wie Mietpreisstopps und unbefristete Verträge. Für eine parlamentarische Mehrheit ist die Regierung auf die Zustimmung wirtschaftsnaher Parteien angewiesen.



