08.10.2026
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GdW warnt vor Investitionsbremse durch Mietrechtsreform
Die geplante Mietrechtsreform verschärft aus Sicht der Wohnungswirtschaft den Konflikt zwischen Mieterschutz und Investitionen. Besonders schärfere Mietpreisregeln könnten den finanziellen Spielraum für Neubau, Modernisierung und Klimaschutz im Bestand einschränken.
Der GdW warnt davor, dass zusätzliche Eingriffe ins Mietrecht Investitionen in Neubau und Bestand erschweren könnten. Geplant sind unter anderem eine schärfere Mietpreisbremse, Eingriffe bei Indexmieten und ein erweiterter Kündigungsschutz. Nach Ansicht von GdW-Präsident Axel Gedaschko sinkt damit der finanzielle Spielraum vieler Wohnungsunternehmen für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau. Zugleich verweist er auf höhere Baukosten, gestiegene Zinsen und sinkende Fördermöglichkeiten. Als Beispiel nennt er die Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Bei einem Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen könne die förderfähige Kostenbasis für bestimmte Einzelmaßnahmen von 360.000 auf 153.000 Euro sinken. Der Verband fordert deshalb verlässlichere Rahmenbedingungen für Investitionen.
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Enteignungspläne verunsichern Investoren in Berlin
Die Diskussion um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin erreicht die Expo Real. Für Investoren wird damit erneut die Frage zentral, wie verlässlich Eigentumsrechte und politische Rahmenbedingungen am Standort sind.
Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat sich die Unsicherheit in der Branche verstärkt. Marktteilnehmer berichten, dass mögliche Eingriffe in große Wohnungsbestände inzwischen auch bei Entscheidungen über neue Engagements eine Rolle spielen. Dabei geht es weniger um kurzfristige Maßnahmen als um die langfristige Planbarkeit von Investitionen. Bestandshalter und Kapitalgeber müssen politische Risiken deshalb stärker in ihre Kalkulation einbeziehen. Die Entwicklung besitzt über Berlin hinaus Signalwirkung, weil die Hauptstadt zu den größten deutschen Wohnungsmärkten gehört und institutionelles Kapital anzieht. Entscheidend ist damit auch, welches Bild Deutschland internationalen Investoren als Immobilienstandort vermittelt.
Immobilienpreise steigen wieder, hohe Bauzinsen bremsen
Die Preise für Wohnimmobilien steigen wieder leicht. Gleichzeitig verhindern höhere Bauzinsen eine stärkere Erholung und sorgen dafür, dass sich Kaufpreise je nach Region und energetischem Zustand weiterhin sehr unterschiedlich entwickeln.
Wohnimmobilien waren im zweiten Quartal 2026 nach Daten des Statistischen Bundesamts 0,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken kommt für denselben Zeitraum auf einen Anstieg von 1,9 Prozent. Seit dem Tiefpunkt Anfang 2024 haben sich die Preise damit wieder erholt, bleiben aber deutlich unter der Dynamik früherer Jahre. Als wichtigste Bremse gelten die Bauzinsen, die zuletzt wieder gestiegen sind. Gleichzeitig stützen Wohnungsknappheit und aufgeschobene Kaufwünsche die Nachfrage. Für 2026 und 2027 wird deshalb mit moderat steigenden Preisen gerechnet. Besonders groß bleiben die Unterschiede zwischen Regionen sowie zwischen energetisch guten und sanierungsbedürftigen Gebäuden.
KfW-Zuschuss für Gewerbe zu Wohnen stößt bei Altbauten an Grenzen
Seit 100 Tagen fördert der Bund den Umbau von Gewerbeflächen zu Wohnungen. Die erste Zwischenbilanz fällt gemischt aus, weil hohe Umbaukosten, energetische Anforderungen und die späte Auszahlung des Zuschusses Projekte erschweren können.
Das KfW-Programm Gewerbe zu Wohnen bezuschusst 30 Prozent der anrechenbaren Umbaukosten. Pro neu geschaffener Wohnung sind bis zu 30.000 Euro möglich, bei mehreren Einheiten höchstens 300.000 Euro pro Vorhaben. Nach einer ersten Zwischenbilanz kann die Förderung bei jüngeren und gut erhaltenen Gebäuden helfen, stößt bei älteren Gewerbeimmobilien aber schneller an Grenzen. Kritisiert werden insbesondere hohe Umbaukosten, zusätzliche energetische Anforderungen und die notwendige Vorfinanzierung. Der Zuschuss wird erst nach Fertigstellung und Prüfung ausgezahlt. Projektentwickler und Investoren müssen deshalb zunächst ausreichend Eigenkapital oder zusätzliche Finanzierung bereitstellen. Gefordert werden mehr Flexibilität und eine langfristig verlässliche Förderkulisse.
Ferienwohnungen rechnen sich oft schlechter als gedacht
Eine Ferienwohnung kann emotional attraktiv sein, finanziell aber enttäuschen. Eine konkrete Beispielrechnung zeigt, wie Kaufpreis, Eigennutzung, Vermietung, Steuern und laufende Belastungen die erwartete Rendite deutlich relativieren.
Eine Beispielrechnung für eine Ferienwohnung mit einem Kaufpreis von 1,2 Millionen Euro zeigt, wie stark die Rendite von Nutzung und späterem Verkauf abhängt. Bei reiner Eigennutzung und einem angenommenen Verkaufspreis von 1,1 Millionen Euro nach zehn Jahren ergibt sich in der Rechnung nur eine jährliche Rendite von 1,73 Prozent. Bei teilweiser Vermietung steigt die Rendite nach Steuern auf 3,67 Prozent. Dem stehen jedoch Aufwand, Verschleiß, steuerliche Belastungen und die Bindung an einen bestimmten Ferienort gegenüber. Für Käufer zählt deshalb nicht nur eine mögliche Wertsteigerung. Entscheidend ist, ob die Immobilie nach allen Kosten mit alternativen Geldanlagen mithalten kann.
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