09.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wie viel Maklerprosa verträgt ein Exposé?
„Lichtdurchflutet“, „charmant“ oder „mit Potenzial“ klingen attraktiv, können aber erhebliche Nachteile verdecken. Immobilienprofis erklären, welche Angaben ein gutes Exposé enthalten sollte und wann beschönigende Formulierungen rechtlich problematisch werden.
Beschreibungen in Immobilienanzeigen können sehr unterschiedliche Zustände meinen. Ein als „gepflegt“ bezeichnetes Haus muss weder technisch modern noch umfassend saniert sein. „Gestaltungsspielraum“ kann auf notwendigen Renovierungsbedarf hinweisen, „zentrumsnah“ auf Lärm. Immobilienmakler Jannik Zimmer empfiehlt deshalb konkrete Angaben zu Zustand und durchgeführten Maßnahmen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung von Renovierung, Sanierung und Modernisierung. Bekannte erhebliche Mängel wie relevante Wasserschäden dürfen Verkäufer nicht verschweigen; auch Makler müssen ihnen bekannte wesentliche Umstände grundsätzlich offenlegen. Für aussagekräftige Exposés nennt Maklerberater Glenn Stenzel unter anderem Baujahr, Wohnfläche, bemaßte Grundrisse, Energieausweis und authentische Fotos. Fehlende Informationen sollten vor einer Besichtigung geklärt werden. Beschönigung darf nicht zur Täuschung über die Immobilie werden.
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LEG erwartet 10 Millionen Euro Mehrkosten durch höhere Zinsen
Der Wohnungskonzern muss jährlich Kredite in Milliardenhöhe refinanzieren. Sein Vorstandschef rechnet ab 2027 mit spürbaren Mehrkosten und sieht vor allem für neue Bauprojekte schwieriger werdende Bedingungen.
Der jüngste Zinsanstieg um rund einen Prozentpunkt dürfte LEG Immobilien ab 2027 jährlich etwa zehn Millionen Euro zusätzlich kosten. Nach Angaben von Vorstandschef Lars von Lackum refinanziert der Konzern gewöhnlich rund eine Milliarde Euro pro Jahr. Die zusätzliche Belastung entspreche etwa fünf Prozent des Ergebnisses und sei für das Unternehmen verkraftbar. LEG prüfe für seine mittelfristige Planung auch Szenarien mit einem weiteren Zinsanstieg. Mögliche Reaktionen seien Effizienzsteigerungen, Mieterhöhungen und Anpassungen der Bestandsinvestitionen. Größere Probleme erwartet von Lackum beim Wohnungsneubau: Private Käufer könnten sich weniger leisten, während Projektentwickler mit höheren Finanzierungskosten und unsicheren Verkaufspreisen kalkulieren müssten. Auch am deutschen Immobilientransaktionsmarkt rechnet der Manager zum Jahresende mit einem Rückgang gegenüber 2025.
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Alternative Wohnformen stellen nur 5 Prozent des Neubaus
Kleine Haushalte, mobile Beschäftigte und eine alternde Bevölkerung verändern den Wohnbedarf. Eine Marktanalyse zeigt, wie gering der Anteil spezialisierter Wohnangebote am Neubau bisher ist und welche Nachfragefaktoren weiter an Bedeutung gewinnen.
Alternative Wohnformen machen nach einer Analyse von Colliers bislang nur rund vier bis fünf Prozent der deutschen Wohnungsfertigstellungen aus. Dazu zählen Studentenapartments, Mikrowohnen, Co-Living, Seniorenwohnen sowie Serviced Apartments. Die Nachfrage wird unter anderem von mehr Einpersonenhaushalten und veränderten Lebensmodellen getragen. In den sieben größten deutschen Städten soll die Zahl der Einpersonenhaushalte bis 2040 um rund 5,6 Prozent steigen, in den 50 größten Städten um rund 4,3 Prozent. Gleichzeitig dürfte die Bevölkerung über 65 Jahre bundesweit um etwa 3,4 Millionen Menschen wachsen. Der Bericht nennt steigende Finanzierungskosten, regulatorische Unsicherheit und geringe Neubauaktivität als Hürden für neue Projekte. Für Entwickler und Investoren zeigt die Analyse damit sowohl potenzielle Nachfrage als auch die wirtschaftlichen Grenzen des Segments auf.
Bauturbo: Kommunen sagen Ja, aber nicht überall passt er
Schneller bauen ohne langwierige Planverfahren: Das Instrument findet bei Städten grundsätzlich Zustimmung. Auf der Immobilienmesse Expo Real wurde jedoch deutlich, dass die Möglichkeiten je nach örtlicher Ausgangslage unterschiedlich bewertet werden.
Kommunale Vertreter haben auf der Expo Real eine erste Bilanz zum sogenannten Bauturbo gezogen. In einer Diskussionsrunde zur Anwendung von Paragraf 246e des Baugesetzbuchs sprachen sie sich grundsätzlich für das Instrument aus. Zugleich betonten die Teilnehmer, dass die vereinfachten Möglichkeiten zur Wohnungsbauentwicklung nicht für jede Kommune gleichermaßen relevant seien. Das zeigt, dass die praktische Wirkung nicht allein vom Bundesrecht abhängt, sondern auch davon, ob Städte geeignete Vorhaben und passende örtliche Voraussetzungen haben. Für Bauträger und Projektentwickler bleibt daher wichtig, die Haltung der jeweils zuständigen Kommune frühzeitig zu klären. Die Diskussion bietet einen ersten Erfahrungsstand, aber noch keinen flächendeckenden Nachweis dafür, dass Genehmigungen überall schneller erfolgen oder dadurch unmittelbar mehr Wohnungen entstehen.
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