15.10.2026
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Ruhrgebiet: Kaufpreise für Wohnungen steigen deutlich – Essen und Bochum vorne
In den großen Städten des Ruhrgebiets ziehen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen an. Wie unterschiedlich die Märkte sind, zeigt sich erst beim Blick auf die einzelnen Städte und ihre Preisniveaus.
Zum 1. Oktober 2026 lagen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in allen untersuchten Ruhrgebietsstädten über dem Vorjahresniveau, wie eine aktuelle immowelt Auswertung zeigt. Am stärksten stiegen sie in Essen um 6,5 Prozent auf 2.799 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Bochum mit 6,4 Prozent auf 2.534 Euro. Oberhausen verzeichnete einen Anstieg von 5,9 Prozent auf 2.083 Euro, Duisburg von 5,3 Prozent auf 2.069 Euro und Gelsenkirchen von 4,8 Prozent auf 1.924 Euro. In Dortmund fiel das Plus mit 1,8 Prozent auf 2.603 Euro am geringsten aus. Zwischen der teuersten untersuchten Stadt Essen und der günstigsten, Gelsenkirchen, liegen 875 Euro pro Quadratmeter. Die Auswertung erfasst inserierte Angebotspreise, keine tatsächlichen Verkaufspreise.
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Wohnzufriedenheit: Auf den Stadtteil kommt es an
Eine neue Untersuchung zeigt, warum die Lage einer Wohnung mehr ist als ihre Adresse. Selbst innerhalb einer Großstadt fällt die Bewertung des Wohnumfelds überraschend unterschiedlich aus.
Rund 70 Prozent der Großstadtbewohner bewerten ihr Wohngebiet positiv. Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Zwischen einzelnen Stadtteilen liegen jedoch Unterschiede von bis zu 46 Prozentpunkten. Besonders wichtig ist das Sicherheitsgefühl: Von Menschen, die sich in ihrem Viertel sicher fühlen, sind 73 Prozent mit dem Wohnumfeld zufrieden. Bei Unsicherheit sind es nur 27 Prozent. Auch das Verhältnis zu Nachbarn zählt. Bei starkem Zusammenhalt bewerten 83 Prozent ihr Viertel positiv, bei schwachem Zusammenhalt nur 49 Prozent. Lärm, Luftverschmutzung und fehlende Grünflächen wirken sich ebenfalls aus. Für Vermieter und Makler liefert die Studie Hinweise zur Bewertung und Vermarktung von Wohnlagen.
Gasreserve: Neue Umlage für Haushalte geplant
Die Bundesregierung will die Gasversorgung für schwere Krisen absichern. Wie die neue Vorsorge finanziert werden soll, steht in einem Gesetzentwurf. Auch private Gaskunden wären betroffen.
Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine nationale Gasreserve von 24 Terawattstunden. Sie soll den Ausfall der größten deutschen Gasimport-Infrastruktur für 30 Tage überbrücken und nur nach Ausrufung der Notfallstufe durch die Bundesnetzagentur genutzt werden. Laut Referentenentwurf sollen die Kosten über eine Umlage gedeckt werden. In den ersten zehn Jahren werden jährlich 247 bis 308 Millionen Euro veranschlagt. Für typische Haushalte ergeben sich Mehrkosten von 3,77 bis 7,20 Euro pro Jahr. Bei einem Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Gasverbrauch wären es 5,80 bis 7,20 Euro. Die neue Reserve soll bisherige gesetzliche Füllstandsvorgaben ersetzen, die am 31. März 2027 auslaufen. Die erste Umlageperiode ist ab 1. Oktober 2027 vorgesehen.
Benko darf Haftstrafe zu Hause verbüßen
Im Verfahren gegen den früheren Signa-Gründer gibt es eine neue Entscheidung aus Innsbruck. Seine Haftbedingungen ändern sich, während die strafrechtliche Aufarbeitung der milliardenschweren Immobilienpleite weiterläuft.
René Benko darf seine Haftstrafe im Hausarrest mit elektronischer Fußfessel verbüßen. Das entschied das Landesgericht Innsbruck auf Antrag des früheren Signa-Chefs. Sein Anwalt hatte geltend gemacht, dass er sich außerhalb des Gefängnisses besser auf weitere Prozesse vorbereiten könne. Benko war im September nach einem teilweise neu aufgerollten Verfahren zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah eine betrügerische Schädigung von Gläubigern als erwiesen an. Im Mittelpunkt stand unter anderem ein Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro. Weitere Verfahren im Zusammenhang mit dem zusammengebrochenen Immobilien- und Handelskonzern laufen. Am 4. und 5. November soll Benko erneut in Innsbruck vor Gericht stehen. Dabei geht es um weitere Betrugsvorwürfe.
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