16.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Immobilienverkauf: Steuerfreiheit nach 10 Jahren steht auf der Kippe
Ein Vorstoß aus dem Bundesrat könnte die Rechnung vieler Eigentümer verändern. Entscheidend wäre nicht allein die neue Steuerpflicht, sondern auch, welche Immobilien unter die geplanten Übergangsregeln fallen.
Ein Vorschlag von Bundesratsausschüssen sieht vor, Gewinne aus privaten Immobilienverkäufen künftig unabhängig von der Besitzdauer zu besteuern. Bisher bleiben solche Gewinne nach Ablauf von zehn Jahren steuerfrei. Die geplante Neuregelung soll nicht rückwirkend für Immobilien gelten, deren Zehnjahresfrist am Tag der Gesetzesverkündung bereits abgelaufen ist. Für Objekte mit noch laufender Frist könnte dagegen auch die zuvor entstandene Wertsteigerung steuerpflichtig werden. Selbst genutztes Wohneigentum soll weiterhin eine Ausnahme bilden. Dafür ist nach dem Vorschlag eine durchgehende Eigennutzung von 36 Monaten vorgesehen. Wenn die Änderung kommt, könnte der Verkauf vermieteter Immobilien deutlich weniger attraktiv werden. Das könnte auch dazu führen, dass Eigentümer ihre Wohnungen länger behalten und weniger Immobilien zum Verkauf angeboten werden.
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Neue Umfrage: Längere Vermarktungszeiten trüben Stimmung
Viele Immobilienexperten sehen den Markt inzwischen deutlich kritischer. Eine Befragung zeigt, wie sich die Dauer bis zum Verkaufsabschluss verändert hat und warum realistische Erwartungen wichtiger werden.
Rund 63 Prozent der von Remax Deutschland befragten Immobilienexperten bewerten die aktuelle Marktlage negativ. Ein Jahr zuvor hatten noch 75 Prozent der Teilnehmer die Lage positiv eingeschätzt. Vor allem die längere Suche nach Käufern belastet die Stimmung. Fast 57 Prozent berichten von deutlich gestiegenen Vermarktungszeiten für Häuser und Wohnungen. Bei rund 54 Prozent dauert der Verkauf einer Immobilie im Durchschnitt inzwischen mehr als sechs Monate. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei etwa 33 Prozent. Nach Einschätzung des Maklernetzwerks kommt es deshalb stärker darauf an, Preisvorstellungen realistisch einzuordnen und Erwartungen von Verkäufern und Käufern zusammenzubringen. Die Umfrage bildet Einschätzungen der befragten Immobilienexperten ab, keine repräsentative Marktstatistik.
Mietrechtsreform: Was noch verhandelt wird
Nach der Anhörung im Bundestag sind zentrale Punkte der Reform weiter umstritten. Für Vermieter und Verwalter geht es um Regeln, die künftig Verträge, Mieterhöhungen und Abrechnungen beeinflussen könnten.
Der Rechtsausschuss des Bundestags hat am 14. Oktober Sachverständige zur geplanten Mietrechtsreform angehört. Der Entwurf sieht unter anderem vor, Kurzzeitvermietungen grundsätzlich auf sechs Monate zu begrenzen. Bei möblierten Wohnungen soll der Zuschlag gesondert ausgewiesen werden; für vollständig möblierte Wohnungen ist eine vereinfachte Pauschale von zehn Prozent der Nettokaltmiete vorgesehen. In angespannten Märkten sollen auch Indexmieterhöhungen begrenzt werden. Gleichzeitig soll die Wertgrenze für vereinfachte Mieterhöhungen nach Modernisierungen von 10.000 auf 20.000 Euro steigen. Immobilienverbände kritisieren zusätzliche Pflichten und Eingriffe in bestehende Verträge. Vertreter der Union verlangen Änderungen zugunsten der Vermieter, während Justizministerin Stefanie Hubig auf eine Einigung drängt. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen.
Neue Daten: Hier steigen die Immobilienpreise am stärksten
Neue Zahlen aus allen deutschen Kreisen zeigen, wie unterschiedlich sich der Wohnungsmarkt entwickelt. Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen Bestandswohnungen und Neubauten sowie zwischen Kauf- und Mietpreisen.
Der Immobilien- und Mietpreisindex von Empirica Regio für das dritte Quartal 2026 zeigt steigende Mieten und Kaufpreise bei Wohnungen. Die Mieten für Bestandswohnungen lagen im Bundesdurchschnitt um 10,2 Prozent über dem Vorjahresquartal. Bei Neubauwohnungen betrug der Anstieg 3,8 Prozent. Auch die Kaufpreise erhöhten sich nach den ausgewerteten Daten sowohl im Neubau als auch im Bestand. Dabei unterscheiden sich die Entwicklungen regional erheblich. Die Untersuchung deckt alle 400 deutschen Kreise ab und ermöglicht damit Vergleiche über die großen Städte hinaus. Für Immobilienmakler, Investoren und Finanzierer sind diese Unterschiede wichtig, weil bundesweite Durchschnittswerte lokale Preisentwicklungen nur eingeschränkt abbilden. Der Beitrag stellt die regionalen Ergebnisse in mehreren Grafiken gegenüber.
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Wohnungsmieten steigen wieder schneller
Die jüngsten Mietdaten zeigen eine neue Beschleunigung. Auffällig ist, dass nicht überall dieselben Städte vorne liegen und ältere Wohnungen bei der Entwicklung eine besondere Rolle spielen.
Die Angebotsmieten in Deutschland sind im dritten Quartal 2026 laut Greix-Mietpreisindex des Kiel Instituts gegenüber dem Vorquartal nominal um 1,2 Prozent gestiegen. Im zweiten Quartal hatte das Plus noch 0,8 Prozent betragen. Im Jahresvergleich lagen die Mieten 3,7 Prozent höher. Unter den acht größten Städten verzeichneten Berlin mit 2,1 Prozent und Düsseldorf mit 2,0 Prozent die stärksten Zuwächse gegenüber dem Vorquartal. Beim Jahresvergleich lag Hamburg mit 6,7 Prozent vorn. Auch in Bochum, Augsburg und Mannheim stiegen die Angebotsmieten deutlich. Der Index wertet Daten für 37 Städte und Regionen aus, darunter die 30 bevölkerungsreichsten Städte. Er beschreibt deshalb vor allem die Entwicklung städtischer Angebotsmieten und nicht sämtliche Bestandsmietverträge.
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Patrick Becker MagazinEventmarketing für Immobilienmakler

