22.10.2026
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München schlägt Paris: Neubauwohnungen sind europaweit am teuersten
Ein europäischer Preisvergleich zeigt, wie weit deutsche Großstädte inzwischen an der Spitze liegen. Besonders auffällig ist der Abstand zwischen München und anderen Metropolen. Auch der bundesweite Trend überrascht.
Für Neubauwohnungen werden in München im Schnitt 11.200 Euro je Quadratmeter angeboten. Damit liegt die Stadt im Deloitte Property Index vor Paris. Die Untersuchung erfasst 71 europäische Großstädte und bezieht sich überwiegend auf Angebotspreise für Neubauten. Hamburg und Frankfurt folgen innerhalb Deutschlands mit jeweils 7.700 Euro je Quadratmeter, Berlin mit 7.500 Euro. Bundesweit stiegen die durchschnittlichen Angebotspreise von 4.800 auf 5.200 Euro. Ein Vergleich der Märkte ist jedoch nur eingeschränkt möglich: Bei einzelnen Städten fließen andere Immobilienarten oder tatsächlich erzielte Preise ein. Auch Unterschiede bei Lage, Größe und Ausstattung sind nicht bereinigt. Die Ergebnisse zeigen deshalb Preisniveaus, keine identischen Vergleichswohnungen.
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Günstiger Altvertrag, teurer Umzug: Der Mietmarkt steckt fest
Viele Haushalte wohnen günstiger, als sie bei einem Wechsel zahlen müssten. Das hat Folgen für den Wohnungswechsel und die Suche nach freien Wohnungen. Eine Untersuchung liefert dazu bemerkenswerte Zahlen.
Zwischen laufenden Mietverträgen und neu angebotenen Wohnungen bestehen deutliche Preisunterschiede. Eine wissenschaftliche Arbeit über 107 deutsche Städte beziffert die durchschnittliche Lücke auf 20 bis 25 Prozent, in großen Metropolen auf bis zu 50 Prozent. Nach Darstellung des Autors begünstigt dies einen Lock-in-Effekt: Haushalte bleiben in ihrer bisherigen Wohnung, obwohl sie sich räumlich verändern möchten. Dadurch gelangen weniger Wohnungen zurück auf den Markt. Besonders schwierig wird die Suche für Menschen, die neu zuziehen oder einen eigenen Haushalt gründen. Der Beitrag diskutiert außerdem mögliche Nebenwirkungen der Mietregulierung. Die politische Bewertung ist eine Position des Gastautors und nicht gleichzusetzen mit einem gesicherten Wirkungsnachweis für einzelne Regelungen.
Wärmepumpe statt Gas: Wann sich der Wechsel auszahlt
Beim Heizungstausch zählt nicht nur der Kaufpreis. Eine neue Modellrechnung zeigt, wie Förderung, Solarstrom und der Zeitpunkt der Entscheidung die Gesamtkosten verändern. Für Eigentümer kann das einen großen Unterschied machen.
Eine von Prognos im Auftrag des WWF erstellte Modellrechnung sieht Wärmepumpen langfristig im Kostenvorteil gegenüber neuen Gasheizungen. Untersucht wurde ein teilsaniertes Einfamilienhaus der Effizienzklasse F. Im günstigsten Szenario mit Photovoltaik und hoher Förderung gleichen sich die höheren Anschaffungskosten bereits nach vier Jahren aus. Der WWF verweist zudem auf die Bedeutung des Zeitpunkts: Ein Wechsel erst im August 2028 führt in den berechneten Varianten wegen sinkender Förderung zu Mehrkosten von 4.600 bis 5.380 Euro gegenüber einer Investition im Oktober 2026. Das Ergebnis ist keine allgemeine Amortisationsgarantie. Gebäudezustand, Investitionskosten, Förderanspruch und Energieverbrauch müssen für jedes Objekt gesondert geprüft werden.
Immobilienklima sinkt: Investoren werden vorsichtiger
Zinsen, Finanzierungsregeln und unsichere Aussichten bremsen den Markt. Ein Stimmungsindex zeigt, welche Immobiliensegmente besonders nachgeben und wo es zumindest Gegenbewegungen gibt.
Das Deutsche Hypo Immobilienklima sank im September 2026 gegenüber August um 1,1 Prozent auf 80,5 Punkte. Im Jahresvergleich entspricht das einem Rückgang von 16,6 Prozent. Grundlage ist eine Befragung von rund 1.000 Immobilienexperten. Besonders deutlich fiel das Investmentklima zurück: Der Teilindex erreichte 74,6 Punkte und lag damit 20,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Wohnklima verlor gegenüber August 3,7 Prozent, blieb mit 125,6 Punkten aber das stärkste Segment. Handel und Logistik legten dagegen zu. Als Belastungen nennt der Beitrag höhere Finanzierungskosten, regulatorische Anforderungen und geopolitische Unsicherheit. Die Zahlen messen die Einschätzung von Marktteilnehmern und nicht unmittelbar tatsächliche Kaufpreise oder Transaktionen. Der Bericht erschien bereits am 16. September 2026.
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