28.10.2026
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Günstiger bauen: Beim Gebäudetyp E bleibt eine wichtige Lücke
Einfachere Standards sollen neue Wohnungen erschwinglicher machen. Die Wohnungswirtschaft begrüßt den Gesetzentwurf, sieht aber ein Problem, das Bauherren und Vermietern später Ärger bereiten könnte. Die Details entscheiden über den praktischen Nutzen.
Mit dem Gebäudetyp E will die Bundesregierung den Wohnungsbau günstiger machen. Ein Gesetzentwurf soll es erleichtern, bei Bauverträgen auf bestimmte Ausstattungsstandards zu verzichten. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt das Vorhaben, sieht aber eine entscheidende Lücke: Was nach dem neuen Baurecht zulässig ist, könnte nach dem Mietrecht weiterhin als Mangel gelten. So könnten Mieter beispielsweise eine einfachere Ausstattung beanstanden, obwohl diese beim Bau ausdrücklich vereinbart wurde. GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser verweist auf mögliche Einsparungen von 1.000 bis 1.500 Euro je Quadratmeter durch einfachere Standards. Damit diese Vorteile auch im Mietwohnungsbau ankommen, fordert der Verband einen rechtlich abgesicherten Basisstandard, der auch für Mietverhältnisse gilt.
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Enteignung von Wohnungen: Bundesregierung streitet über neue Hürden
Bis zu 160.000 Wohnungen stehen im Zentrum eines politischen Streits. Ein geplantes Bundesgesetz könnte die Vergesellschaftung erheblich erschweren. Doch ausgerechnet innerhalb der Bundesregierung gibt es deutliche Vorbehalte.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant ein Investitionsschutzgesetz, das die Vergesellschaftung von Mietwohnungen deutlich erschweren könnte. Hintergrund sind Pläne in Berlin, bis zu 160.000 Wohnungen in öffentliches Eigentum zu überführen. Nach den bekannten Eckpunkten sollen Länder zunächst nachweisen müssen, dass andere Wege wie Förderung und Neubau vollständig ausgeschöpft sind. Bei einer Vergesellschaftung wäre eine sofortige Entschädigung in Geld zum gutachterlich ermittelten Verkehrswert vorgesehen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hält noch viele Fragen für ungeklärt und nimmt verfassungsrechtliche Bedenken ernst. Befürworter erhoffen sich mehr Planungssicherheit für Investoren und Banken. Das Vorhaben ist bislang kein geltendes Recht. Wie die Bundesregierung den Konflikt auflöst, bleibt offen.
LEG: Goldman Sachs meldet überraschend großen Anteil
Bei einem der größten deutschen Wohnungsunternehmen sorgt Goldman Sachs für Aufsehen. Die US-Bank meldet plötzlich eine deutlich größere Beteiligung an LEG Immobilien. Doch die Zahlen sind nicht so eindeutig, wie sie zunächst wirken.
Goldman Sachs hat eine Position von 28,28 Prozent an LEG Immobilien gemeldet. Zuvor waren es nur 4,54 Prozent. Das bedeutet aber nicht, dass die US-Bank jetzt fast ein Drittel des Wohnungsunternehmens besitzt. Denn die Meldung umfasst neben Aktien auch Finanzgeschäfte, die bestimmte Rechte an Aktien betreffen. Nach Informationen aus Finanzkreisen handelte Goldman Sachs im Auftrag eines Kunden. Wer tatsächlich hinter der großen Position steckt, ist bislang nicht bekannt. Die Meldung kommt kurz nach dem Einstieg von Grand City Properties bei LEG, einem der größten deutschen Wohnungsvermieter. Weder LEG noch Goldman Sachs wollten sich dazu äußern. Offen bleibt damit vor allem, wer tatsächlich Einfluss auf das Unternehmen gewinnen könnte.
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Bauunternehmen droht weiter eine hohe Zahl an Insolvenzen
Auch im kommenden Jahr rechnet ein Kreditversicherer mit vielen Firmenpleiten in Deutschland. Besonders eine für den Wohnungsbau zentrale Branche zählt zu den gefährdeten Bereichen. Eine schnelle Entspannung ist vorerst nicht in Sicht.
Allianz Trade erwartet für Deutschland sowohl 2026 als auch 2027 jeweils 25.900 Unternehmensinsolvenzen. Das wäre ein Niveau, das zuletzt 2013 erreicht wurde. Zu den besonders betroffenen Wirtschaftszweigen zählt der Kreditversicherer ausdrücklich das Baugewerbe. Als Belastungen nennt er die schwache Konjunktur, fehlende Fachkräfte und hohe Betriebskosten. Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Statistischem Bundesamt 12.812 Firmeninsolvenzen gezählt, 6,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr prognostiziert Allianz Trade einen Anstieg um acht Prozent. Erst 2028 soll die Zahl nach Einschätzung des Unternehmens wieder auf 24.600 Fälle sinken. Es handelt sich dabei um eine Prognose, nicht um bereits feststehende Insolvenzen.
Strom wird teurer: Was hinter dem Preissprung steckt
Der Strompreis an der Börse hat sich stark verteuert. Das könnte auch für künftige Energiekosten wichtig werden. Wie schnell sich der Anstieg in Rechnungen niederschlägt, ist jedoch nicht überall gleich.
Die Strompreise am Großhandelsmarkt sind im Oktober deutlich gestiegen. Auswertungen der Börsenpreise zeigen für die ersten Oktoberwochen einen Durchschnitt von rund 170 Euro je Megawattstunde und damit ungefähr das Doppelte des Vorjahreswerts. Besonders die höheren Erdgaspreise treiben den Strommarkt: Wenn Wind und Sonne nicht genug liefern, werden teure Gaskraftwerke benötigt, deren Angebote den Börsenpreis mitbestimmen können. Der hohe Großhandelspreis ist allerdings nicht mit dem Preis gleichzusetzen, den private Haushalte bereits bezahlen. Langfristige Verträge, Steuern, Netzentgelte und Beschaffungsstrategien beeinflussen die tatsächlichen Rechnungen. Auch für Gebäude mit hohem Strombedarf sind künftige Verträge deshalb wichtiger als einzelne Börsentage. Wie stark die Preise für Verbraucher steigen, ist offen.
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