02.11.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Maklervertrag per WhatsApp: Gericht verweigert Provision
Ein Makler fordert rund 15.000 Euro Provision für einen Wohnungsverkauf. Doch das Gericht verweigert ihm die Zahlung, weil die Vertragsvereinbarung per WhatsApp nicht ausreicht. Das Urteil hat Konsequenzen für die Absicherung von Provisionsansprüchen.
Das Landgericht München I wies die Provisionsklage des Maklers ab. Dieser hatte behauptet, die Vertragsbedingungen einschließlich der Provision per WhatsApp mit dem Bruder des Eigentümers vereinbart zu haben. Das Gericht sah jedoch bereits eine wirksame Bevollmächtigung des Bruders als nicht nachgewiesen an. Zudem entschied es, dass WhatsApp-Nachrichten die gesetzlich vorgeschriebene Textform für Maklerverträge über Wohnungen und Einfamilienhäuser nicht erfüllen. Selbst bei wirksamer Vertretung wäre der Vertrag deshalb nichtig gewesen. Auch alternative Zahlungsansprüche, etwa wegen ungerechtfertigter Bereicherung, schloss das Gericht aus. Das Oberlandesgericht München bestätigte die Entscheidung und wies die Berufung des Maklers zurück. Damit ist das Urteil rechtskräftig.
Droht eine Immobilienflut durch die Babyboomer?
Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahren ihre Immobilien weitergeben, könnte das Angebot auf dem Wohnungsmarkt deutlich wachsen. Doch ein Immobilienexperte widerspricht der These einer bevorstehenden Verkaufswelle und erklärt, warum die Auswirkungen regional sehr unterschiedlich ausfallen dürften.
Laut Immobilienökonom Günter Vornholz besitzen die Babyboomer etwa ein Viertel bis ein Drittel aller Eigentumsimmobilien in Deutschland. Eine plötzliche Verkaufswelle mit flächendeckenden Preisrückgängen erwartet er dennoch nicht. Viele Eigentümer bleiben auch im hohen Alter in ihren Häusern, da ein Umzug oft teurer wäre. Zudem werden geerbte Immobilien häufig selbst genutzt oder vermietet, statt verkauft. In strukturschwachen Regionen mit Abwanderung und Leerstand könnte der demografische Wandel das Überangebot allerdings verstärken und die Immobilienpreise weiter drücken. In gefragten Städten und ihrem Umland bleibt Wohnraum dagegen knapp. Dort dürften zusätzliche Verkäufe kaum spürbare Preisrückgänge auslösen. Vornholz spricht deshalb von einem langfristigen, regional unterschiedlichen Wandel statt einer plötzlichen Immobilienflut.
SPD will Milliardeninvestition in neue Wohnungsbaugesellschaft
Die Bundesregierung verhandelt über die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft. Mit staatlichem Kapital und privaten Partnern sollen bislang unrentable Bauprojekte wieder möglich werden. Doch die Finanzierung sorgt bereits für Konflikte zwischen Union und SPD.
Nach Informationen des SPIEGEL soll die neue Bundeswohnungsbaugesellschaft 2027 gegründet werden. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verhandelt über eine Kapitaleinlage in Milliardenhöhe. Geplant ist, dass der Bund 51 Prozent der Anteile hält und externe Partner die übrigen 49 Prozent übernehmen. Bauen sollen private Unternehmen sowie kommunale und landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Durch staatliche Bürgschaften könnten die Finanzierungskosten sinken und zusätzliche Neubauprojekte entstehen. Der frühere Vonovia-Chef Rolf Buch berät das Bauministerium bei dem Vorhaben. Innerhalb der Union gibt es allerdings Zweifel an der Finanzierbarkeit. Der Bundeshaushalt 2027 bietet kaum Spielraum für zusätzliche Ausgaben. Parallel wird über eine Abschwächung der geplanten Wohngeldkürzung um eine Milliarde Euro verhandelt.
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Netzagentur warnt vor deutlich höheren Heizkosten
Deutschland startet mit deutlich geringeren Gasreserven als vorgeschrieben in die Heizsaison. Während die Bundesnetzagentur Entwarnung bei der Versorgung gibt, drohen Verbrauchern höhere Kosten.
Nach vorläufigen Daten waren die deutschen Gasspeicher am 31. Oktober nur zu etwas mehr als 61 Prozent gefüllt. Der rechnerische Zielwert zum 1. November liegt bei rund 70 Prozent. Dennoch hält die Bundesnetzagentur die Versorgung für stabil. Behördenchef Klaus Müller verweist auf zusätzliche Importmöglichkeiten über Flüssiggas-Terminals und Pipelines. Zugleich warnt er vor deutlich höheren Heizkosten, da Erdgas erheblich teurer geworden sei. Verbraucher müssten sich auf die gestiegenen Preise einstellen. Der Verband Initiative Energien Speichern (INES) sieht dagegen auch Risiken für die Versorgungssicherheit. Seinen Modellrechnungen zufolge könnte ein extrem kalter Winter erhebliche Engpässe verursachen. Um die Befüllung der Speicher wirtschaftlich attraktiver zu machen, fordert der Verband staatlich vergünstigte Kredite.
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