04.11.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bundesregierung steht kurz vor Einigung auf Enteignungsverbot
Die Bundesregierung will große Wohnungsgesellschaften vor staatlichen Eingriffen schützen. Kanzler Friedrich Merz sieht den Gesetzentwurf nahezu abgeschlossen. Doch die rechtliche Zulässigkeit eines solchen Verbots ist umstritten.
Offen ist laut Merz nur noch, ob Eigentümer im Fall einer Enteignung mit 80 oder 100 Prozent des Verkehrswerts entschädigt werden müssten. Der Kanzler spricht sich für die vollständige Entschädigung aus. Hintergrund sind Pläne der Berliner Linken, Wohnungskonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen zu vergesellschaften. Rund 250.000 Wohnungen wären betroffen. Merz warnt, die Debatte gefährde das Vertrauen internationaler Investoren und schade dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Rechtlich ist die Lage jedoch unklar. Eine Berliner Expertenkommission kam 2023 zu dem Schluss, dass Vergesellschaftungen nach Artikel 15 des Grundgesetzes grundsätzlich möglich sind. Allerdings wurde dieser Artikel bislang nie angewendet. Auch die Verfassungsmäßigkeit eines bundesweiten Verbots ist deshalb umstritten.
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Klarer Käufermarkt: Welche Immobilien jetzt am ehesten Abnehmer finden
Steigende Zinsen und geplatzte Verkäufe belasten den Immobilienmarkt. Dennoch sieht ein milliardenschwerer Großinvestor attraktive Kaufgelegenheiten.
Stefan Haas, Immobilienchef der Munich-Re-Tochter Meag, spricht im Interview mit dem Handelsblatt von einem klaren Käufermarkt. Verkäufer müssten Preiszugeständnisse machen, um Abschlüsse zu erzielen. Besonders schwierig sei der Verkauf von Büroimmobilien in Nebenlagen. Gefragt seien dagegen hochwertige Objekte in Top-Lagen. Die Meag investiert vor allem in Büro- und Wohnimmobilien, Fachmarktzentren sowie Logistikobjekte in Deutschland und Westeuropa. Gegenüber 2022 seien die Preise deutlich gesunken. Haas geht davon aus, dass der Markt seine Talsohle erreicht hat oder kurz davor steht. Bei erstklassigen Immobilien erwartet er keine größeren Preisrückgänge mehr. Eine schnelle Erholung sieht er allerdings nicht. Auch 2027 dürfte angesichts der Zinsentwicklung ein schwieriges Jahr werden.
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Ein Jahr Bau-Turbo: Ministerin meldet erste Erfolge
Schnellere Genehmigungen sollten dem schleppenden Wohnungsbau neuen Schwung verleihen. Ein Jahr nach Einführung des Bau-Turbos zieht Bauministerin Verena Hubertz eine positive Zwischenbilanz. Doch wie groß der tatsächliche Effekt ist, bleibt offen.
Der im Oktober 2025 eingeführte Bau-Turbo soll bürokratische Hürden abbauen und Baugenehmigungen beschleunigen. Laut Hubertz zeigen erste Untersuchungen positive Ergebnisse. Allerdings ist die Datenlage dünn. Von fast 11.000 Kommunen beteiligten sich lediglich 393 an einer Befragung des Bauministeriums. Die Ergebnisse sind daher nicht repräsentativ. Zwar stieg die Zahl der Baugenehmigungen laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der Anteil des Bau-Turbos daran ist jedoch unklar. Erste fertiggestellte Wohnungen erwartet Hubertz frühestens 2027. Zudem bleibt die Finanzierung ein entscheidendes Hindernis. Hohe Baukosten und gestiegene Zinsen erschweren weiterhin die Umsetzung neuer Projekte. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 206.600 Wohnungen fertiggestellt, 18 Prozent weniger als im Vorjahr.
Neue Gaskraftwerke könnten Strompreise weiter in die Höhe treiben
Deutschland investiert in neue Gaskraftwerke, um die Stromversorgung langfristig abzusichern. Während die Bundesregierung von einem wichtigen Schritt für die Energiewende spricht, könnten auf Stromkunden steigende Kosten zukommen.
Die Bundesnetzagentur hat die ersten Zuschläge für neue Kraftwerkskapazitäten vergeben. Insgesamt gingen elf Zuschläge an Energieunternehmen, darunter sechs an den Lausitzer Konzern Leag. Die Anlagen sollen spätestens ab 2031 einspringen, wenn Wind- und Solarenergie nicht ausreichend Strom liefern. Betreiber erhalten dafür Geld, dass sie Kraftwerkskapazitäten bereitstellen, selbst wenn diese nur wenige Stunden jährlich genutzt werden. Die Finanzierung soll über eine Umlage erfolgen, die Stromkunden ab 2031 zahlen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und verweist auf niedrigere Zuschlagspreise als ursprünglich vorgesehen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke warnt dagegen, dass die Kraftwerke den Strompreis erhöhen werden. Deutschland müsse bei den Energiekosten wettbewerbsfähiger werden.
KI-Zuschriften belasten Verwalter
Künstliche Intelligenz soll eigentlich Arbeit erleichtern. Doch für viele Immobilienverwaltungen bewirkt sie offenbar das Gegenteil. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie stark automatisch erstellte Schreiben von Mietern und Eigentümern den Arbeitsalltag belasten.
Laut einer nicht repräsentativen Befragung des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) unter 166 Verwaltungsunternehmen haben 93 Prozent bereits erkennbar oder mutmaßlich KI-generierte Schreiben erhalten. Bei 61 Prozent geschieht dies wiederholt. Die Zuschriften enthalten zunehmend juristische Argumente, konkrete Forderungen und Fristsetzungen. 73 Prozent der Befragten stießen dabei bereits auf falsche Rechtsbehauptungen, unzutreffende Quellen oder erfundene Gerichtsurteile. Für 79 Prozent entsteht dadurch zusätzlicher Arbeitsaufwand von durchschnittlich 66 Minuten pro Mitarbeiter und Woche. Der VDIV fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit KI und empfiehlt, rechtliche Aussagen vor dem Versand zu überprüfen. Gleichzeitig nutzen 95 Prozent der befragten Verwaltungen selbst KI, etwa für Antwortentwürfe und Recherchen.
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