06.11.2026
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Eigentumswohnungen: Preise sinken erstmals seit 2 Jahren
Die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland sind im Sommerquartal erstmals seit Frühjahr 2024 wieder gesunken. Neben rückläufigen Preisen verzeichnet der Markt spürbar längere Vermarktungszeiten und häufigere Preisnachlässe. Gleichzeitig brechen die Transaktionszahlen in mehreren Segmenten ein.
Laut Analysen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) sanken im
im Sommerquartal die notariell beurkundeten Verkaufspreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent. Zwar legten die Werte gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zu, dies glich den Rückgang aus dem Herbst 2025 jedoch nicht aus. Parallel gingen die Verkaufszahlen bei Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent und bei Einfamilienhäusern um 8,2 Prozent zurück. Regional zeigt sich ein heterogenes Bild: Während teure Märkte wie Stuttgart infolge der Zinslast weiterhin fast 22 Prozent unter ihrem früheren Rekordwert notieren, lagen die Preise in Leipzig bereits wieder darüber.
Wandel im Wohnungsmarkt: Fast jeder 4. Haushalt wird 2050 allein wohnen
Bis zum Jahr 2050 sinkt die Gesamtzahl der Haushalte in Deutschland voraussichtlich auf bis zu 39,7 Millionen. Parallel steigt der Anteil der alleinlebenden Menschen kontinuierlich an. Besonders ältere Jahrgänge treiben diese strukturelle Verschiebung auf dem Wohnungsmarkt voran.
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sinkt die Zahl der Haushalte in Deutschland bis 2050. Von derzeit knapp 42 Millionen privater Haushalte verringert sich die Zahl laut Prognose auf 40,9 bis 39,7 Millionen. Gleichzeitig wächst der Anteil der Alleinlebenden von derzeit 21 Prozent auf bis zu 24 Prozent an. Damit leben künftig voraussichtlich bis zu 19,2 Millionen Menschen in Singlehaushalten. Während die Zahl jüngerer Alleinlebender unter 40 Jahren durch spätere Familiengründungen sinkt, verzeichnen vor allem die Altersgruppen ab 60 sowie ab 80 Jahren deutliche Zuwächse. Für Projektentwickler, Bestandshalter und Makler signalisiert dieser demografische Trend eine nachhaltige Verschiebung der Nachfrage hin zu altersgerechten Kleinwohnungen.
Pflegefinanzierung: ASB fordert Zugriff auf Immobilienerbe
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) fordert grundlegende Reformen bei der Pflegefinanzierung. Vor allem das private Immobilienvermögen sowie vorgezogene Immobilienschenkungen an Kinder sollen künftig stärker herangezogen werden. Eine solche Neuregelung könnte die Vermögensweitergabe und Verkaufsentscheidungen in Familien spürbar verändern.
Knut Fleckenstein, der ASB-Bundesvorsitzende, fordert eine stärkere Nutzung von privatem Vermögen und Wohneigentum zur Sicherung der Pflegefinanzierung. Gesetzliche Regelungen, nach denen Immobilien steuerfrei an Kinder übertragen werden können, bevor bei Pflegebedürftigkeit das Sozialamt einspringt, müssten nach seiner Ansicht angepasst werden. Gleichzeitig plädiert Fleckenstein für eine Deckelung der Eigenanteile in Heimen und eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen. Die bestehende Hürde, Kinder erst ab einem Bruttoeinkommen von 100.000 Euro an den Kosten zu beteiligen, solle hingegen bestehen bleiben. Kommt es zu gesetzlichen Verschärfungen, dürften Eigentümerübertragungen und vorzeitige Nachlassverkäufe von Bestandsimmobilien deutlich zunehmen.
Bauträger-Insolvenzen verdoppeln sich seit 2022
Die Zahl der Insolvenzen im Bauträgerbereich hat sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. Neben der reinen Häufung wächst vor allem das finanzielle Volumen der einzelnen Schadensfälle rasant an. Für Projektbeteiligte und Käufer steigen damit die Risiken für Baustopps drastisch.
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Heizöl-Einbruch: Hohe Preise drücken Nachfrage
Drastisch gestiegene Kosten und eine schwächelnde Konjunktur führen zu einem deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland. Besonders private Haushalte schränken sich spürbar ein und zögern Nachkäufe bei fossilen Brennstoffen hinaus.
Der Gesamtenergieverbrauch in Deutschland sinkt im laufenden Jahr nach einer Hochrechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um knapp drei Prozent. Maßgeblich dafür sind kräftige Preissteigerungen sowie die verhaltene Konjunktur. Beim leichten Heizöl verzeichnet die Erhebung für die ersten neun Monate einen Absatzeinbruch von mehr als 38 Prozent, da Haushalte vorrangig Bestände abbauen und Käufe meiden. Erdgas legte hingegen leicht um 0,8 Prozent zu, während erneuerbare Energien ihren Verbrauchsanteil auf 22,5 Prozent ausbauten. Dennoch dominieren fossile Energieträger mit 75,5 Prozent weiterhin den Markt.
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