17.06.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Trotz EZB-Zinssenkung: Bauzinsen ziehen wieder an
Immobilienfinanzierungen haben sich zuletzt wieder verteuert. Warum steigen die Bauzinsen trotz Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank?
Laut dem Verbraucherportal bialo vereitelt die anhaltende Inflation in der Eurozone aktuell ein Sinken der Zinsen für Immobilienfinanzierungen. Wie eine Untersuchung von bialo zeigt, kosten Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Zinsfestschreibung derzeit durchschnittlich 3,68 Prozent effektiver Jahreszins (Stand 10. Juni). Bei 15 Jahren Zinsfestschreibung beträgt der durchschnittliche Zinssatz 3,85 Prozent, bei 20 Jahren 3,96 Prozent. Die Mehrheit der von bialo befragten Experten rechnet in den nächsten Monaten mit einer Stabilisierung der Bauzinsen auf aktuellem Niveau. Einen zuletzt leichten Anstieg der Zinsen für Immobilienfinanzierungen vermeldet auch Europace. Dagegen sei der durchschnittlich vereinbarte Tilgungssatz innerhalb eines Jahres von 1,87 auf 1,72 Prozent gesunken, während die durchschnittliche Darlehenshöhe von 281.000 auf 299.000 Euro zugelegt habe.
Streit über Bau-Turbo: Ampel-Parteien blockieren sich gegenseitig
Der von der Bundesregierung versprochene „Bau-Turbo“ droht ins Stocken zu geraten. Die Ampel-Parteien zeigen sich erneut hoffnungslos zerstritten.
Eigentlich hatte die Regierung geplant, Städten und Gemeinden mit einem „Bau-Turbo“-Sonderparagrafen zu ermöglichen, bei der Schaffung von Wohnraum auf zahlreiche bestehende Vorgaben zu verzichten. Die Grünen wollen stattdessen jedoch lieber das ganze Baugesetzbuch (BauGB) novellieren. Eine BauGB-Novelle scheint jedoch vorerst ebenfalls unwahrscheinlich, da hier SPD und FDP im Clinch liegen – angeblich wegen neuer Vorkaufsrechte und dem Umwandlungsverbot. Eine Lösung vor der parlamentarischen Sommerpause zeichnet sich bislang nicht ab.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Laut ZIA-Präsidentin: Katastrophale Lage am Wohnungsmarkt stärkt Extremisten
Wird die politische Tragweite der Wohnungskrise unterschätzt? Diese Meinung äußerte die oberste Repräsentantin der deutschen Immobilienbranche nun im Interview.
Die Wohnungsnot werde von manchen Menschen als Staatsversagen wahrgenommen und helfe daher extremen Parteien, so die neu gewählte Präsidentin des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA) Iris Schöberl gegenüber N-TV.de. Dass das Thema im zurückliegenden Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt habe, sei daher verwunderlich. Dennoch glaubt Schöberl an eine Besserung der Lage. Inzwischen tue die Krise am Wohnungsmarkt nämlich nicht nur die Immobilienbranche, sondern auch der Politik weh, was man an den entsprechenden Wahlergebnissen sehe.
Drohende Verluste bei offenen Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds stehen vor einer ungewissen Zukunft. Was einst als sicherer Hafen galt, könnte sich nun als finanzielles Minenfeld entpuppen. Anleger zittern vor drohenden Verlusten, während Experten düstere Szenarien zeichnen.
So erwartet man bei der Ratingagentur Scope für das laufende Jahr weiter fallende, im Branchendurchschnitt sogar leicht negative Renditen. In der Folge könnte es im laufenden Jahr netto sogar zum ersten Mal seit 17 Jahren zu Mittelabflüssen kommen. Laut Scope bereiten zahlreiche Fonds bereits Objektverkäufe vor, um verkaufswillige Investoren auszahlen zu können. Dennoch seien Rücknahmeaussetzungen von einzelnen Fonds, die nicht über genug Liquidität verfügen, künftig nicht auszuschließen.