30.07.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Ifo-Prognose: Wohnungsbau in Deutschland bricht ein!
Der Wohnungsbau in Deutschland befindet sich im Abwärtstrend. Laut dem Münchner Ifo-Institut könnte die Zahl der neu gebauten Wohnungen bis 2026 auf nur noch 175.000 sinken, was einem Rückgang von über 40 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht.
Hauptursachen sind die hohe Inflation, steigende Zinsen und exorbitante Baukosten. Die Bauanträge und -genehmigungen sind drastisch zurückgegangen, was zu einem erheblichen Rückgang neuer Projekte führt. Wohnungsgenossenschaften und kommunale Unternehmen legen viele Bauprojekte auf Eis, da sich die hohen Baukosten nicht amortisieren lassen. Der Wohnungswirtschaftsverband GdW kritisiert die mangelnde politische Unterstützung und prognostiziert eine verschärfte Wohnungsknappheit. Dies wird voraussichtlich zu weiterhin steigenden Mieten in städtischen Regionen führen.
Immobilienmakler aufgepasst: Wann Wohnungsfotos zum Datenschutzproblem werden!
Ein Makler, der Fotos einer bewohnten Immobilie für ein Online-Exposé verwendet, benötigt die Einwilligung der Bewohner, da solche Fotos personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind.
Ohne Einwilligung können Schadensersatzansprüche, wie Schmerzensgeld, geltend gemacht werden. Das Landgericht Frankenthal entschied jedoch zugunsten eines Maklers, der Fotos ohne ausdrückliche Einwilligung verwendet hatte, weil die Mieter den Makler ins Haus gelassen hatten, was als stillschweigende Einwilligung gewertet wurde. Eine schriftliche Einwilligung ist nach der DSGVO nicht erforderlich. Das Urteil ist rechtskräftig.
Heizungsgesetz floppt: Wärmepumpen-Verkäufe stürzen ab
Der Verkauf von Wärmepumpen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 Prozent eingebrochen, wobei nur 90.000 Einheiten verkauft wurden.
Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) nennt mangelnde Planungssicherheit als Hauptgrund für den Rückgang. Trotz des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das zu Jahresbeginn in Kraft trat und eigentlich den Kauf von Wärmepumpen fördern sollte, zögern Verbraucher aufgrund der unklaren kommunalen Wärmeplanung. Insgesamt verzeichnete der Heizungsmarkt im ersten Halbjahr einen Rückgang von 43 Prozent bei allen Heizungssystemen. Der BDH hofft auf positive Impulse durch erweiterte Fördermaßnahmen.
Galeria steht vor dem Neustart: Rettung oder erneuter Absturz?
Nach 7 Monaten in der Insolvenz beendet der Warenhauskonzern Galeria, ehemals Galeria Karstadt Kaufhof, das Verfahren Ende Juli und nimmt den Betrieb wieder auf.
Ab August übernehmen neue Eigentümer, darunter der Mannheimer Unternehmer Bernd Beetz und der US-Investor Richard Baker. Die Zahl der Filialschließungen wurde von 16 auf 9 reduziert, sodass 83 von 92 Filialen erhalten bleiben. Die Unternehmenszentrale wird von Essen nach Düsseldorf verlegt. Galeria plant eine stärkere lokale Ausrichtung und Modernisierung der Filialen. Einzelhandelsexperten sind jedoch skeptisch, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Konzern dauerhaft zu stabilisieren. Sie verweisen auf die starke Konkurrenz im Textil- und Kosmetikbereich sowie im Onlinehandel und halten eine vierte Insolvenz für möglich. Zudem steht Galeria vor einer Tarifauseinandersetzung mit der Gewerkschaft ver.di, die fordert, dass das Unternehmen wieder in den Flächentarifvertrag des Einzelhandels zurückkehrt.