18.09.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Zweitkäufer – die neue treibende Kraft auf dem deutschen Wohnungsmarkt
Eine Studie des Projektentwicklers BPD und der Strategieberatung Simon-Kucher zeigt, dass der deutsche Wohnungsmarkt von Zweitkäufern dominiert wird.
Während Erstkäufer, insbesondere junge Haushalte ohne Eigenkapital, sich aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten schwer tun, bringen Zweitkäufer Dynamik in den Markt. Diese Käufer, oft ältere und wohlhabendere Menschen, tauschen ihre bestehende Immobilie gegen eine kleinere oder hochwertigere Wohnung, wodurch größere Bestandsimmobilien für Familien frei werden. Trotz der schwierigen Marktlage und hohen Zinsen glauben 80 Prozent der potenziellen Käufer, dass sie sich Wohneigentum leisten können. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle: Viele Käufer sind bereit, für energieeffiziente Häuser mehr zu zahlen oder in Photovoltaikanlagen zu investieren. Die Mehrheit der Befragten sieht die Entwicklung des Wohnungsmarktes jedoch negativ und erwartet steigende Mieten.
Klimaziele im Gebäudebereich: Experten haben zunehmend Zweifel
Die Gebäudesanierung im Rahmen der Energiewende wird zunehmend als problematisch angesehen. Experten bezweifeln, dass die gesteckten Klimaziele im Gebäudesektor erreichbar sind, da die Sanierungskosten oft den Nutzen übersteigen.
Eine Berechnung der renommierten Kieler Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) zeigt, dass die energetische Sanierung aller Wohngebäude allein in Schleswig-Holstein bis 2040 rund 140 Milliarden Euro kosten würde. Diese Kosten würden zu erheblichen Mietsteigerungen führen, was vor allem für einkommensschwache Haushalte kaum tragbar ist. Die Sanierungsquote ist mittlerweile auf 0,7 Prozent des Bestands gefallen, während mindestens drei Prozent nötig wären, um die Klimaziele zu erreichen. Einige Experten warnen, dass der Punkt erreicht sei, an dem weitere Effizienzsteigerungen nicht mehr wirtschaftlich sind. Nachhaltige Sanierungen seien nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll, danach seien weitere Investitionen unverhältnismäßig teuer. Es wird gefordert, dass nicht allein Hausbesitzer und Mieter für die Energiewende verantwortlich gemacht werden, sondern auch der Staat und Energieversorger ihren Beitrag leisten müssen.
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Smart City Index 2024: München bleibt an der Spitze
Der Smart City Index 2024 vom Branchenverband Bitkom verdeutlicht, dass deutsche Großstädte in der Digitalisierung stetig vorankommen und zunehmend moderne Technologien integrieren.
München verteidigt den ersten Platz und baut den Vorsprung vor Hamburg aus. Köln bleibt auf dem dritten Platz und erreicht erstmals die Spitzenposition in der Kategorie „Digitale Verwaltung“. Bochum, Freiburg und Lübeck haben sich in die Top 10 verbessert, während Aachen, Osnabrück und Karlsruhe in den Rankings gefallen sind. Der Index zeigt, dass die Digitalisierung in vielen Städten voranschreitet, auch wenn sich an den Spitzenpositionen wenig verändert hat. Der Smart City Index 2024 berücksichtigt 5 Hauptkategorien: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Einzelne Städte zeigen große Fortschritte, während andere zurückfallen. Insgesamt sind größere Städte, Landeshauptstädte und Universitätsstädte tendenziell besser positioniert. Der Index umfasst 82 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Wachsende Bedenken: Bereitschaft zur Energiewende nimmt ab
Laut dem KfW-Energiewendebarometer 2024 bleibt die allgemeine Zustimmung zur Energiewende in Deutschland zwar hoch, doch die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme ist gesunken.
Nur noch 60 Prozent der Befragten sind bereit, sich zu engagieren, im Vergleich zu 68 Prozent im Vorjahr. Vor allem Haushalte, die die Energiewende als unfair empfinden, zeigen deutlich weniger Engagement. Obwohl die Zustimmung zur Energiewende mit 82 Prozent weiterhin hoch bleibt, spiegelt der Rückgang der aktiven Teilnahme die wachsende Skepsis und Unsicherheit in der Bevölkerung wider. Besonders belastend wirken dabei die hohen Energiekosten und das Misstrauen gegenüber der politischen Fairness.
Dan Jørgensen als neuer EU-Kommissar im Gespräch
Dan Jørgensen, ein dänischer Klimaschutz-Experte und derzeitiger Leiter des dänischen Ressorts für internationale Klimapolitik, wird als erster EU-Kommissar für Wohnungswesen und Energiefragen nominiert. Doch was sind seine Pläne für Europa?
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dies bekannt gegeben und betont, dass Jørgensen für die Themen Energieeffizienz, Investitionen und Bauwesen verantwortlich sein wird. Ziel seiner Arbeit ist es, die Energiepreise zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Jørgensen hat in Dänemark bedeutende Fortschritte in der Klimapolitik erzielt, darunter ehrgeizige CO2-Reduktionsziele bis 2030. Die vorgeschlagenen Kommissare müssen sich in den kommenden Wochen dem EU-Parlament stellen. Bei einer erfolgreichen Bestätigung könnte die neue Kommission noch in diesem Jahr beginnen.
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