27.09.2024
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Bürokratieabbau: Bundestag beschließt Änderungen im Mietrecht
Bürokratie lähmt in Deutschland so manchen Ablauf. Das soll sich auch in der Immobilienbranche ändern. Der Bundestag hat deshalb nun weitreichende Änderungen beschlossen, die auch Mieter und Vermieter betreffen.
Eine wichtige Anpassung ist die Verkürzung der umsatzsteuerlichen Aufbewahrungsfristen für Rechnungskopien von 10 auf 8 Jahre. Mieter können künftig Kündigungen in Textform, etwa per E-Mail, widersprechen, was den Härtefallwiderspruch erleichtert. Vermieter dürfen Belege für die Betriebskostenabrechnung nur noch digital bereitstellen, wodurch das Einsichtsrecht der Mieter in Papierbelege entfällt. Auch Mietverträge können nun digital geschlossen werden. Die Immobilienwirtschaft begrüßt diese Schritte, fordert jedoch noch mutigere Reformen. Insgesamt soll das Gesetz die Digitalisierung und den Abbau von Bürokratie weiter vorantreiben.
Bund lehnt KfW-Verlängerung ab
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Forderung abgelehnt , die KfW-Förderfristen für Neubauprojekte aus dem Jahr 2021 zu verlängern. Das hat teure Folgen für Bauherren.
Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hatte eine solche Verlängerung aufgrund der Krise in der Branche gefordert. Während die Fristen für Projekte ab 2022 verlängert wurden, bleibt es bei älteren Projekten bei der ursprünglichen Frist von 48 Monaten. Dies stößt auf Kritik, da hohe Baukosten und Zinsen viele Vorhaben verzögert haben. Der BFW warnt, dass dadurch tausende Wohneinheiten nicht realisiert werden könnten. Betroffene Unternehmen wie die Wohnkompanie Rhein-Main sehen Probleme, die Projekte rechtzeitig abzuschließen. Sie fordern, dass die Förderung an das Bauvorhaben und nicht an den Antragsteller gebunden sein sollte.
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Hilfreich für Makler? Neues System vereinfacht Besichtigungstermine
Das Proptech-Unternehmen Flamengo hat ein System entwickelt, das den Makler-Job stark verändern könnte. Erste große Immobilienunternehmen nutzen es bereits.
Das schlüssellose System ermöglicht es Mietinteressenten, Immobilien eigenständig zu besichtigen. Ein Makler oder eine Hausverwaltung muss dafür nicht zwingend anwesend sein. Die Idee entstand durch den Hinweis eines Maklers, dass die Schlüsselrückgabe oft problematisch ist. Zu den ersten Nutzern zählt mit Remax Österreich bereits ein großer Player am Markt. Das System besteht aus einer Web-Plattform, einer Web-App und einem Smartlock, das die Türen zur gebuchten Zeit öffnet. Sicherheitsbedenken werden durch Online-Identifizierung und Überwachung der Besichtigungen adressiert. Während das Konzept in Europa noch neu ist, ist es in den USA bereits weit verbreitet.
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Aufwind am Immobilienmarkt: Kreditgeber sind guter Dinge
Steigende Preise seit 8 Monaten in Folge – der deutsche Immobilienmarkt befindet sich im Aufschwung. Das freut auch die Kreditgeber. Erstmals seit Anfang 2022 nimmt der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi) wieder einen positiven Wert an.
Der von JLL und dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erhobene Index ist im letzten Quartal um 27 Punkte gestiegen und steht nun bei 12,3 Punkten. Diese positive Entwicklung ist auch auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Juni zurückzuführen, wodurch sich die Lage für Kreditgeber deutlich verbessert hat. Besonders der Sektor der Büroimmobilien, der stark unter dem Homeoffice-Trend gelitten hatte, zeigt erste Erholungstendenzen. Die Preise für Büroimmobilien stiegen im zweiten Quartal 2024 erstmals seit 2 Jahren um 0,3 Prozent. Trotz dieser Erholung liegen die Preise im Vergleich zu ihrem Höchststand immer noch 17 Prozent im Minus.
Zu viel Quadratmeter pro Person? Geywitz will mit Förderung gegensteuern
Mit der neuen Förderung „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN), die am 1. Oktober starten soll, plant Bauministerin Klara Geywitz, hohen Quadratmeterzahlen pro Person entgegenzusteuern. Bei der Bevölkerung könnte das für Unmut sorgen.
Das Programm unterstützt kompakte Wohnungen im Niedrigpreissegment, wobei klare Höchstgrenzen für die Wohnungsgröße gelten. Die Nachfrage nach Microapartments, besonders in Städten, nimmt zu, da sie funktional gestaltet sind und Zusatzservices bieten. Dennoch zeigen Studien, dass die Bevölkerung wenig Bereitschaft hat, die eigene Wohnfläche freiwillig zu verkleinern, da viele dies als Einschränkung der Privatsphäre und des sozialen Status empfinden. Nachhaltigkeitsexperten unterstützen jedoch diese Entwicklung, um Ressourcen und das Klima zu schonen. In anderen Ländern wie der Schweiz gibt es bereits Belegungsvorschriften, um Unterbelegung zu verhindern. Deutschland könnte in Zukunft ähnliche Maßnahmen ergreifen, um die Wohnraumnutzung zu optimieren.
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