19.11.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Krise im Wohnungsbau setzt sich fort
Die Zahl der Baugenehmigungen ist erneut eingebrochen. Obwohl der Wohnungsbedarf in Ballungsgebieten riesig ist, rücken die politischen Ziele in immer weitere Ferne.
Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,1 Prozent. Somit wurden von Januar bis September 157.200 Wohnungen genehmigt – 19,7 Prozent oder 38.500 weniger als ein Jahr zuvor. Die Bundesregierung wird ihr Neubauziel von 400.000 somit auch in diesem Jahr deutlich verfehlen. Laut Experten ist eine Trendwende im Wohnungsbau frühestens Ende 2025 zu erwarten, wenn die Europäische Zentralbank ihre Zinsen spürbar gesenkt hat und die Baunachfrage wieder anzieht.
Flexible Stromtarife: So viel können Verbraucher im kommenden Jahr sparen
Ab Januar sind Stromanbieter verpflichtet, flexible Tarife anzubieten. Verbraucher sollen dadurch Hunderte Euro pro Jahr sparen, so die Hoffnung. Ein Gutachten zeigt, wie realistisch solche Einsparungen sind.
Dynamische Stromtarife orientieren sich an den Preisen der Strombörse und können stündlichen Schwankungen unterliegen. Die Experten des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft haben im Auftrag des vzbv verschiedene Haushaltstypen simuliert und die Auswirkungen eines flexiblen Tarifs geprüft. Die Einsparungen fallen jedoch in allen Szenarien vergleichsweise gering aus, was vor allem daran liegt, dass zum Spotmarktpreis noch hohe Beschaffungs-Grundkosten für Stromsteuer, Netzentgelte und andere Preisbestandteile hinzukommen. Grundsätzlich zeigt sich: Ein Tarif mit zeitabhängigen Preisen wird umso attraktiver, je höher der Stromverbrauch ist. So kann ein Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 5.800 kWh und einem Elektroauto mit Ladestation bis zu 65 Euro pro Jahr sparen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine teilweise Verschiebung des Verbrauchs in Tageszeiten, zu denen der Strom günstiger ist – also beispielsweise das Auto-Aufladen zur Mittagszeit.
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Airbnb will Kolosseum mieten – Empörung in Rom
Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb will das fast 2.000 Jahre alte Kolosseum für Gladiatorenkämpfe nutzen. Bei den Einheimischen sorgt das für Entsetzen.
Mehr als 1,4 Millionen Euro hat der amerikanische Wohnungsvermittler ausgegeben, um im Kolosseum an zwei Abenden wieder Gladiatorenkämpfe zu zeigen. Der Hintergrund: Airbnb steht in Rom massiv in der Kritik, da das Unternehmen dafür sorgt, dass Wohnungen eher an Touristen als an langfristige Mieter vergeben werden. Mit dem PR-Spektakel, das im Mai 2025 stattfinden soll, wollte der Konzern eigentlich sein angeschlagenes Image aufpolieren. Doch der Plan ging offenbar nach hinten los: Bürgerinitiativen werfen Airbnb die Kommerzialisierung von fast 2.000 Jahre alter Kultur vor. Und sogar der Kultur-Stadtrat Roms appelliert an den Konzern, das einzigartige Kulturerbe der Stadt nicht in einen Spielplatz verwandeln.