29.11.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Immobilienkreditgeschäft gewinnt wieder an Fahrt
Die Nachfrage nach Wohneigentum steigt wieder an. Ein untrügliches Zeichen dafür: Banken vergeben wieder mehr Kredite für den Kauf von Immobilien.
In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres belief sich das Geschäft mit neuen Krediten für Wohnimmobilien auf 56,7 Milliarden Euro. Das sind 16 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2023. Vor allem das Volumen an ausgegebenen Darlehen für Eigentumswohnungen nahm kräftig zu und stieg um 39 Prozent. Das geht aus Zahlen des Verbandes der Pfandbriefbanken hervor, in dem rund 50 deutsche Kreditinstitute organisiert sind.
Abschlusspreise nähern sich langsam Angebotspreisen
Die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern für Immobilien kommen sich langsam wieder näher. Eine Auswertung zeigt, dass die Diskrepanz zwischen den inserierten Preisen und den schlussendlich gezahlten Preisen kleiner wird.
Durchgeführt wurde die Studie vom Bewertungsdienstleister Sprengnetter. Der kommt zum Schluss, dass Käufer deutschlandweit im Mittel 7,3 Prozent weniger zahlen als im Inserat gefordert wurde. Im Juli lag dieses Delta noch bei 8,3 Prozent.
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Ohne Mietpreisbremse: Wohnungskonzerne wollen kräftig hinlangen
Die scheidende Ampel-Regierung hat es verpasst, die Mietpreisbremse zu verlängern. Deutschlands größte Wohnungskonzerne freut’s, denn sie wollen ihre Mieten im neuen Jahr nun kräftig anheben. Der Mieterbund appelliert eindringlich an die Politik.
LEG und Vonovia kündigen beide für das kommende Jahr an, die Mieten in ihren Liegenschaften um rund 4 Prozent anzuheben. Die Unternehmen verweisen auf gestiegene Kosten für Bau und Unterhalt von Wohnraum.
Der Deutsche Mieterbund wendet sich an die Politik. Alle Bundestagsabgeordneten bekamen einen Brief des Verbandes, in dem eindringlich vor einem Auslaufen der Mietpreisbremse gewarnt wurde. Die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt wären „unkalkulierbar“, warnt der Mieterbund. Insgesamt gilt die Mietpreisbremse, die einen Anstieg der Neuvertragsmieten deckelt, in 410 Gemeinden. Mehr Informationen zur Mietpreisbremse auch im immowelt Ratgeber.
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Bauministerin will Heizungsgesetz nochmal anpacken
Eine Reform der Reform: Bundesbauministerin Klara Geywitz zeigt sich offen für Änderungen am sogenannten Heizungsgesetz. Die SPD-Politikerin will die umstrittene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes überarbeiten. Union und FDP wollen das Gesetz im Falle eines Wahlsiegs sogar gänzlich kippen.
Geywitz sprach sich für eine weitgehende Überarbeitung des Heizungsgesetzes aus. Es müsse „einfacher und damit anwendbarer werden“, so die Ministerin. Es existieren zu viele Kleinstregelungen. Grundsätzlich will die Bauministerin aber am Heizungsgesetz festhalten. Union und FPD fordern hingegen eine Abschaffung. Im Falle eine Regierungsbeteiligung wollen beide Parteien die Reform wieder in Gänze zurücknehmen.
Mehr Informationen zu den genauen Vorschriften des Heizungsgesetzes lesen Sie im Ratgeber von immowelt.
Urteil: Klimaschutz sticht Denkmalschutz
Der Schutz des Klimas ist höher anzusehen als der Denkmalschutz bei Immobilien. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW in zwei Grundsatzurteilen entschieden. Es ging in beiden Fällen um die Installation von Solarpanelen auf denkmalgeschützten Gebäuden.
Es handelt sich um ein Haus in Düsseldorf und eine Schule in Siegen, auf denen Photovoltaik installiert werden sollte. In beiden Fällen verweigerte die Behörden die Genehmigung mit Verweis auf den Denkmalschutz-Status beider Gebäude. Die Richter am Oberverwaltungsgericht kippten diese Entscheidungen nun: Einerseits, weil ein erhebliches öffentliches Interesse am Ausbau von erneuerbarer Energie herrsche und zusätzlich, weil die Richter der Auffassung waren, dass die Solaranlagen das äußere Erscheinungsbild der Gebäude nicht maßgeblich verändere.
Strompreisbremse: Gewinnabschöpfung war verfassungskonform
Die Gegenfinanzierung der Strompreisbremse durch Abschöpfung von Gewinnen bei Stromanbietern war rechtens. Das hat das Bundesverfassungsgericht entscheiden.
Infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine waren die Energiekosten 2022 in kürzester Zeit massiv gestiegen. Um Endverbraucher vor horrenden Strompreisen zu schützen, deckelte die Regierung mit der Strompreisbremse seinerzeit die Kosten. Zur Finanzierung der Kosten wurden die außerordentlichen Gewinne von Energieerzeugern abgeschöpft. Beispielsweise bei Ökostromerzeugern, die von gestiegenen Strompreisen profitierten, ohne dass ihre Erzeugungskosten gestiegen waren. Dagegen hatten 22 Ökostromerzeuger nun vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt – und verloren. Der Ausgleich zur Entlastung der Endverbraucher war verfassungskonform, so die Karlsruher Richter.