18.02.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Höhere CO₂-Preise: Wird Heizen bald zum Luxus?
Droht nach der Wahl ein ungebremster Anstieg der Heizkosten aufgrund steigender CO₂-Preise? Eine aktuelle Studie warnt vor drastischen Mehrkosten für Haushalte.
Nach den Vorstellungen von CDU und FDP soll die CO₂-Bepreisung die zentrale Lösung für das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor sein. Das umstrittene Gebäudeenergiegesetz der Ampel soll dagegen abgewickelt werden. Laut einer gemeinsamen Studie des Öko-Instituts und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands wäre allerdings ein CO₂-Preis von 524 Euro pro Tonne erforderlich, damit die Klimagas-Emissionen ebenso stark sinken, wie sie es durch das Heizungsgesetz bis 2030 voraussichtlich tun. Laut Studie müssten Haushalte mit Gasheizung im eigenen Haus im Schnitt dann jährliche Mehrkosten von fast 1.500 Euro stemmen. Bis Ende 2026 bleibt der CO₂-Preis noch gedeckelt, ab 2027 soll sich dieser dann aber frei auf dem Markt bilden.
Maklerverband will schärfere Regeln bei Vermietung von Flüchtlingsunterkünften
Wer eine Flüchtlingsunterkunft vermietet, ist derzeit nicht an die Mietpreisbremse gebunden. Ein Maklerverband kritisiert nun die teils exorbitanten Mietforderungen.
Es gebe einige wenige Akteure der Immobilienwirtschaft, die mit leerstehenden Spekulationsobjekten durch Umwandlung in Flüchtlingsunterkünfte die Not der Kommunen ausnutzen, so der Ring Deutscher Makler (RDM) Landesverband Berlin und Brandenburg. Teils würden Mieten von über 20 Euro pro Quadratmeter verlangt. Mietverträge für Flüchtlingsunterkünfte unterliegen dem Gewerbemietrecht und sind somit nicht durch die Mietpreisbremse reguliert. Der Maklerverband schlägt deshalb vor, die entsprechenden Paragrafen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) anzupassen, damit die Mietpreisbremse auch für diesen Bereich greift. Die Laufzeit solcher Mietverträge solle zudem auf 5 Jahre begrenzt werden.
Hamburg: Überlastete Gerichte verschärfen Wohnungskrise
Obwohl der Hamburger Wohnungsmarkt extrem angespannt ist, stehen zahlreiche Objekte leer. Das liegt an den heillos überlasteten Amtsgerichten in der Hansestadt.
Aufgrund der Überlastung der Gerichte könnten viele Räumungs- und Nachlasssachen nicht bearbeitet werden, kritisiert der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Nach Angaben des Hamburger Senats gab es zum Stand 31. August 2024 an den acht Amtsgerichten der Stadt 1.540 unerledigte Nachlassverfahren. Laut VNW-Direktor Andreas Breitner hat die Personalsituation an Hamburgs Amtsgerichten mittlerweile desaströse Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Dringend benötigter Wohnraum könnte nicht vermietet werden, da entsprechende gerichtliche Entscheidungen fehlen.