05.03.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Eigenheimförderung in der Breite wirkungslos
Über die staatliche KfW-Bank werden Fördermittel an Immobilienkäufer ausgegeben, die den Eigenheimerwerb finanziell erleichtern sollen. Eine Auswertung des vergangenen Jahres zeigt aber nun, dass die Mittel in der Praxis kaum in Anspruch genommen werden. Kritiker bemängeln, dass die KfW-Programme oft Konstruktionsfehler haben und zu hohe Ansprüche an die Antragsteller beinhalten.
Geschätzt rund 310.000 Haushalte haben 2024 erstmalig Wohneigentum gebildet. Die Zinsverbilligungsprogramme der KfW wurden aber nur für rund 11.500 Wohneinheiten in Anspruch genommen. Die staatliche Förderung scheint in ihrer derzeitigen Form also wohl nicht dazu geeignet, die Eigentumsquote in Deutschland in der Breite zu steigern. Das liegt vor allem an den engen KfW-Vorgaben, monierte der Eigentümerverband Haus & Grund. Strenge energetische Auflagen, hohe Eigenkapitalanforderungen oder niedrige Gehaltsobergrenzen machen gepaart mit niedrigen Fördersummen die Programme in der Realität oft unbrauchbar.
Gut angenommen wird einzig der klassische KfW-Kredit, der allerdings meist en par mit marktüblichen Zinsen liegt und bei 100.000 Euro gedeckelt ist. Dieser wurde 2024 immerhin nahezu 60.000-mal mit einem Gesamtvolumen von 5,3 Milliarden Euro bewilligt. Das klassische KfW-Wohneigentumsprogramm ist dabei das einzige Programm, das keine energetischen Anforderungen an die Immobilie stellt.
Eine Übersicht über die wichtigsten KfW-Förderungen finden Sie auch im immowelt Ratgeber.
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Heizungsgesetz: Eigentümer wollen endlich Klarheit
Die Mehrheit der Immobilieneigentümer in Deutschland ist genervt vom politischen Schlingerkurs beim Heizungsgesetz. Einer Umfrage zufolge ist langfristige Planungssicherheit in Sachen Heizlösungen der meistgehegte Wunsch an die neue Bundesregierung.
72 Prozent der befragten Immobilieneigentümer fordern verlässliche und dauerhafte gesetzliche Vorgaben für den Heizungskeller. Rund 42 Prozent wünschen sich mehr Informationen von der Politik, um sich für eine zukunftstaugliche Anlage entscheiden zu können. Konkrete Pläne für einen Heizungstausch in den kommenden 3 Jahren hegen indes nur 15 Prozent der Befragten. Weil bestehende Heizungen bei 80 Prozent der Befragten noch gute Dienste leisten. 30 Prozent schrecken vor hohen Kosten zurück und 22 Prozent kritisieren die derzeit unklaren Regelungen. Für die Umfrage wurden 1.000 Eigentümer vom Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie befragt.
Anzahl an leeren Büroimmobilien steigt rasant
Maues Wirtschaftswachstum trifft auf Home-Office-Trend: Der Markt für Büroimmobilien ist in der Krise. Seit 2019 hat sich die Menge an leerstehenden Büroflächen verdreifacht.
Standen vor 6 Jahren in den Top-7-Städten 2,3 Millionen Quadratmeter leer, ist diese mittlerweile auf 6 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Studie von Bulwiengesa und Apoprojekt hervor. Neben lahmender Konjunktur und Home-Office sorgt noch ein zusätzlicher Faktor für ein Überangebot am Markt: Der Spatenstich bei vielen Büroprojekten erfolgte noch vor Corona-Krise und Krieg in der Ukraine, als die Nachfrage nach Gewerbeflächen noch größer war. Allein 2024 kamen 1,2 Millionen Quadratmeter neu fertiggestellte Bürofläche hinzu und vergrößern dementsprechend die Leerstandsquote weiter.
EZB vor richtungsweisendem Leitzins-Entscheid
Am 6. März entscheidet die EZB über die weitere Entwicklung des Leitzinses. Die Währungshüter stehen vor einem Dilemma: Zinsen runter, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Oder Kurs halten, um die Inflation einzudämmen?
Seinen letzten Höchststand erreichte der EZB-Zins im September 2023 mit 4,5 Prozent. Seitdem hatte die Zentralbank das Niveau sukzessive gesenkt – zuletzt auf 2,75 Prozent. Da aus Sicht der Währungshüter die Inflation in einigen Euro-Mitgliedsstaaten weiter zu hoch ist, darunter
auch Deutschland, sollte die Geldpolitik eigentlich restriktiv bleiben, sprich: eine Pause bei den Zinssenkungen. Andererseits könnten günstige Kredite für Unternehmen die stockende Konjunktur wieder in Schwung bringen.