11.03.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Politik will Mietpreisbremse verlängern
Union und SPD wollen die Mietpreisbremse um zwei Jahre verlängern. Ohne die Entscheidung wäre sie Ende 2025 ausgelaufen. Damit soll der Anstieg der Mieten in angespannten Regionen gebremst werden. Das Gesetz begrenzt Mieterhöhungen bei Wiedervermietungen auf zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen. Die Länder können Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt festlegen. Der Bundesrat hatte bereits eine vierjährige Verlängerung gefordert, um Mieter vor steigenden Kosten zu schützen. Nach den Sondierungsgesprächen stehen nun Koalitionsverhandlungen an, in denen weitere Details geklärt werden sollen.
Sondervermögen mit Nebenwirkungen: Teure Mieten, teurer Neubau?
Das von Merz & Co. geplante gigantische Infrastruktur-Schuldenprogramm setzt den Wohnungsmarkt unter Druck. Die Effekte eines solchen Sondervermögens reichen von steigenden Zinsen über höhere Baukosten bis hin zu sinkenden Aktienkursen und haben allesamt fatale Folgen für Mieter und Investoren. Die Refinanzierung von Wohnungsunternehmen verteuert sich, was Modernisierung und Neubau erschwert. Gleichzeitig könnte die Verknappung von Baumaterialien Bauprojekte weiter verteuern. Auch politische Unsicherheiten, etwa durch mögliche Markteingriffe, verstärken die Krise. Während die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen bleibt, wird das Angebot weiter ausgebremst – mit drastischen Konsequenzen für die gesamte Immobilienbranche.
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Pläne von Merz & Co.: So reagiert die Immobilienbranche
Die Sondierungen sind abgeschlossen, nun starten die Koalitionsverhandlungen. In einigen Punkten haben sich Union und SPD bereits verständigt – darunter die Einführung eines neuen Investitionsfonds für den Wohnungsbau. Das meint die Immobilienbranche zu den Plänen. Die geplante schwarz-rote Koalition will mit einem neuen Investitionsfonds den Wohnungsbau ankurbeln. Zudem sollen der Gebäudetyp E schneller eingeführt, der soziale Wohnungsbau ausgebaut und die Mietpreisbremse verlängert werden. Während der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) die Pläne vorsichtig positiv bewertet, kritisiert der Immobilienverband Deutschland (IVD) die schwache Priorisierung des Wohnungsbaus und hält die Mietpreisbremse für ungeeignet. Auch die Klimaziele bleiben unangetastet, was einige Branchenvertreter kritisch sehen. In den Koalitionsverhandlungen dürfte es daher noch intensive Diskussionen über die Details geben.