16.04.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Abschlusspreise für Immobilien steigen
Die Kaufpreise für Wohneigentum haben sich im März leicht erhöht. Das geht aus Daten des Kreditvermittlers Europace hervor. Ob Bestand oder Neubau, Wohnung oder Haus – in allen Segmenten zeigt die Nadel leicht ins Positive im Vergleich zum Vormonat.
Mit Blick auf März 2024 zeigt sich der Preisaufschwung noch deutlicher. Demnach sind Wohnimmobilien im Jahresvergleich insgesamt um 3,07 Prozent teuer geworden. Eigentumswohnungen wurden +5,09 Prozent teurer, neue Ein- und Zweifamilienhäuser um +0,92 Prozent und Ein- und Zweifamilienhäuser im Bestand um +2,79 Prozent. Die Europace Auswertung basiert auf den Transaktionsdaten privater Finanzierungen. Laut Europace-Aussagen wickelt das Unternehmen rund 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland ab.
ANZEIGE
Einladung: Werden Sie Teil unserer exklusiven Expertenrunde
Ihre Meinung ist uns wichtig! Deshalb laden wir immowelt Kunden ein, exklusive Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu erhalten und neue Ideen und Funktionen für die Immobilienvermarktung zu testen.
Registrieren Sie sich für die Teilnahme an kurzen Feedbackumfragen und Gesprächen. Als Dank profitieren Sie von verschiedenen Incentives.
Indexmieten vor dem Aus?
Die künftige Bundesregierung will sich dem Problem rasant steigender Mieten annehmen. Besonders die umstrittenen Indexmieten sollen reformiert werden, um Mieter besser vor hohen Belastungen zu schützen.
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und die steigenden Mieten rücken das Thema Mieterschutz ins Zentrum der neuen Koalition aus Union und SPD. Im Koalitionsvertrag kündigt die Merz-Regierung die Verlängerung der Mietpreisbremse sowie eine strengere Regulierung von Indexmieten, Kurzzeit- und möblierten Vermietungen an. Indexmieten gelten in Zeiten hoher Inflation als besonders belastend, da sie an den allgemeinen Lebenshaltungskosten orientiert sind und bisher nicht durch die Mietpreisbremse gedeckelt wurden. Neben einer rechtlichen Präzisierung sind auch steuerliche Anreize für Vermieter mit günstigen Mieten und transparente Nebenkosten geplant.
Wirtschaftswachstum: Norden boomt dank Rüstung
Während viele Regionen Deutschlands wirtschaftlich stagnieren oder rückläufig sind, profitieren die nördlichen Bundesländer von der starken Nachfrage nach Rüstungsgütern. Besonders Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zeigen deutliche Wachstumsimpulse. Der Aufschwung der Rüstungsindustrie entkoppelt diese Regionen vom gesamtdeutschen Abwärtstrend.
Laut dem Münchner ifo Institut konnte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2024 nur in fünf von 16 Bundesländern zulegen – allen voran in Niedersachsen mit einem Plus von 1,4 Prozent. Grund dafür ist der Rüstungsboom, der insbesondere in Norddeutschland für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgt. Auch Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie Hessen und Hamburg verbuchten leichte Zuwächse. Demgegenüber verzeichneten wirtschaftsstarke Regionen wie Bayern, NRW und Baden-Württemberg Einbußen – teils aufgrund eines hohen Anteils energieintensiver Industrien. Deutschlandweit fiel das BIP im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2024 jeweils um 0,2 Prozent, wobei die Prognosen für 2025 lediglich ein geringes Wachstum erwarten lassen.
Bundesländer weiten sozialen Wohnungsbau aus
Der soziale Wohnungsbau ist in Deutschland Ländersache. Dementsprechend gibt es einen Flickenteppich an Maßnahmen, Programmen und Initiativen. Angesichts steigender Baukosten und wachsendem Wohnraumbedarf erhöhen viele Bundesländer 2025 ihre Mittel für den sozialen Wohnungsbau. Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz setzen auf deutlich höhere Fördersummen, neue Antragsverfahren oder modernisierte Förderbedingungen. Auch andere Länder wie Berlin, Sachsen und Hamburg gestalten ihre Programme zielgerichtet um.
In Hessen gibt es 2025 erstmals zwei feste Termine zur Anmeldung von Bauvorhaben, um die Verteilung der Fördermittel effizienter zu gestalten. Schleswig-Holstein erhöht sein Budget um 100 Millionen Euro jährlich und plant mit 400 Millionen Euro allein für 2025. Rheinland-Pfalz verdoppelt seine Förderung auf 350 Millionen Euro pro Jahr und führt neue Tilgungszuschüsse ein. Auch das Saarland, Hamburg, Sachsen und Thüringen haben ihre Richtlinien angepasst, um mehr Empfänger zu erreichen oder Wohnmodelle für mittlere Einkommen zu fördern. Mecklenburg-Vorpommern bietet zinslose Kredite mit hohen Tilgungsnachlässen an, während Berlin mit zusätzlichen Programmen besonders bedürftige Gruppen unterstützt.