17.04.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Kann die Union das Heizungsgesetz überhaupt abschaffen?
Im Wahlkampf wetterten CDU/CSU gegen das Heizungsgesetz und kündigten eine Abschaffung im Falle eines Wahlsieges an. Dieses Vorhaben hat nun auch seinen Weg wörtlich so in den Koalitionsvertrag gefunden. Doch geht das überhaupt? Der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima findet nun klare Worte und beklagt politisches Rumgeeiere.
Zunächst ist die Abschaffung eines Heizungsgesetzes gar nicht möglich, weil ein solches Gesetz schlicht nicht existiert. Die umstrittenen Maßnahmen der Ampel-Regierung wurden in einer Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) festgelegt. Einer neuen Regierung steht es frei, dieses Gesetzes abermals zu überarbeiten. Der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima warnt aber Verbraucher davor, deswegen auf eine Renaissance von Öl- und Gasheizungen zu hoffen. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden und CO2-Steuer gepaart mit steigenden Rohstoffpreisen werden fossile Heizungen immer unrentabler machen. „Die Koalitionäre müssen so schnell wie möglich Klarheit darüber schaffen, was sie konkret planen und was das für die Menschen bedeutet“, so Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des Fachverband Sanitär-Heizung-Klima (SHK) Baden-Württemberg. „Kein politisches Rumgeeiere und drum herumreden, das schafft nur weitere Verunsicherung. Die Pläne müssen ehrlich auf den Tisch.“
Bauzinsen sinken: Immobilienfinanzierung vielerorts nur leicht teurer
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg sind die Bauzinsen in Deutschland wieder gefallen – auf aktuell 3,59 Prozent. Die Folge: In vielen Großstädten liegen die monatlichen Belastungen beim Wohnungskauf nur noch leicht über dem Niveau vom Jahresbeginn. In mehr als der Hälfte der untersuchten Städte beträgt die Mehrbelastung weniger als 50 Euro pro Monat.
Eine aktuelle Analyse von immowelt zeigt, dass sich der Rückgang der Bauzinsen positiv auf die Annuitätenrate beim Kauf von Bestandswohnungen auswirkt. Käufer zahlen vielerorts nur noch moderat mehr als Anfang Januar – in München sind es 118 Euro, in Hamburg 85 Euro, während Städte wie Chemnitz oder Salzgitter mit unter 25 Euro Mehrkosten deutlich glimpflicher davonkommen. Insgesamt liegt das Zinsniveau mit 3,59 Prozent zwar noch über dem Jahresanfang (3,16 Prozent), aber deutlich unter dem Höchststand von 4,23 Prozent aus dem Jahr 2023. Gegenüber diesem früheren Rekordwert ergibt sich in vielen Städten ein Rückgang der Raten von bis zu 181 Euro monatlich. Damit verbessert sich die Finanzierbarkeit von Wohneigentum wieder spürbar – besonders in Städten mit moderaten Kaufpreisen.
Optimismus der Immobilienprofis verflogen
Winterblues statt Frühlingsgefühle: Die Stimmung in der deutschen Immobilienbranche hat sich im März wieder schlagartig verschlechtert. Das Immobilienklima sinkt um 7,2 Prozent.
Das Deutsche Hypo Immobilienklima ist eine monatliche Befragung von rund 1.000 Immobilienfachleuten über die gegenwärtige Marktsituation und die Zukunftserwartungen. Nachdem sich das Stimmungsbarometer in den letzten Monaten beständig verbessert hatte, kommt nun im März wieder ein plötzliches Absacken des Indizes. Vor allem die derzeitigen Erträge und die Sektoren Büro- und Handelsimmobilien ziehen das Barometer derzeit nach unten.
Smart Meter haben noch immer Seltenheitswert in Deutschland
Ein modernes Stromnetz, das auch die Möglichkeiten von Balkonkraftwerken, Mieterstrom und Wallboxen zeitgemäß bewältigen kann, ist auf intelligente Stromzähler angewiesen. Hierzulande verfügen aber nur rund zwei Prozent der Haushalte über einen sogenannten Smart Meter. Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit meilenweit abgeschlagen.
In Italien, Frankreich, Großbritannien oder skandinavischen Ländern sind Smart Meter der Standard, der in nahezu allen Haushalten verbaut ist. Laut Bundesnetzagentur wurden in Deutschland bis Ende 2024 nur 1,58 Millionen Geräte installiert. Bei über 40 Millionen Haushalten herrscht also noch deutliches Nachholpotenzial. Gesetzesänderungen und neue Pflichten seit 2024 dürften das Tempo erhöhen. Zumal auch der Markt durch Konsolidierung in Bewegung kommt: Das Mieterstrom-Start-Up Einhundert Energie übernimmt 300 Solaranlagen von Solarimo und erschließt damit Wohnanlagen mit mehr als 10.000 Mietern für seine digitalen Messsysteme.