12.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Umfrage: Neue Grundsteuer trifft viele Hausbesitzer härter als gedacht
Die Reform der Grundsteuer sollte aufkommensneutral sein – doch neue Zahlen zeigen: Zwei Drittel der Eigentümer zahlen mehr. Im Schnitt steigt die Steuerlast um satte 84,5 Prozent.
Laut einer Umfrage von WISO Steuer unter 46.000 Eigentümern steigt für zwei Drittel der Befragten die Grundsteuer – im Schnitt um 84,5 Prozent. Besonders betroffen sind Einfamilienhausbesitzer in Großstädten wie Berlin, wo die Steuerlast sogar um 135,8 Prozent steigt. Grund dafür sind das Bundesmodell mit marktbezogener Immobilienbewertung, hohe Bodenrichtwerte und teils kräftige Hebesätze der Kommunen. Mehrfamilienhäuser sind weniger stark betroffen, da sie schon zuvor nach Erträgen bewertet wurden.
Wohnen frisst jeden vierten Euro – Deutschland bei Wohnkosten EU-weit vorn
In Deutschland müssen Haushalte im Schnitt 24,5 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aufwenden – deutlich mehr als im EU-Durchschnitt. Für ärmere Menschen wird es besonders eng.
Laut aktuellen Eurostat-Zahlen, ausgewertet vom Statistischen Bundesamt, geben deutsche Haushalte im Schnitt 24,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Miete sowie Heizung, Reparaturen und sonstige Wohnnebenkosten aus – 5,3 Prozentpunkte mehr als im EU-Durchschnitt. Zwar ist das ein leichter Rückgang gegenüber 2023, doch Deutschland bleibt in der europäischen Spitzengruppe. Besonders stark betroffen sind armutsgefährdete Haushalte, die fast 44 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen zahlen. 12 Prozent aller Haushalte gelten hierzulande als wohnkostenüberlastet – EU-weit sind es nur 8,2 Prozent. In Südeuropa ist Wohnen teils deutlich günstiger, etwa in Zypern, Malta und Italien. BSW-Chefin Sahra Wagenknecht nennt die Situation ein „Verarmungsprogramm“ und fordert einen bundesweiten Mietendeckel sowie mehr Gemeinnützigkeit im Wohnungsmarkt.
Wohnungsbaukrise: Aufstocken statt Neubau?
Der Neubau stockt, Wohnraum fehlt – doch viele Bestandsgebäude haben ungenutztes Potenzial: Eine Aufstockung kann günstiger als Neubau sein, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.
Angesichts sinkender Neubauzahlen rücken Aufstockungen von Bestandsgebäuden als Wohnraumersatz verstärkt in den Fokus. Studien zeigen: Allein auf Gebäuden aus den 1950er- bis 1990er-Jahren könnten in Deutschland über eine Million neue Wohnungen entstehen. Die Vorteile liegen auf der Hand – keine neuen Grundstückskosten, kürzere Bauzeit durch vorgefertigte Holzelemente und oft günstige Lagen. Doch der Umbau ist anspruchsvoll: Bebauungspläne, Statik, Baugrund, Brandschutz und Haustechnik müssen geprüft werden. Eine Bauvoranfrage schafft früh Klarheit, Experten wie Architekten und Statiker sind unerlässlich. Je nach Aufwand liegen die Kosten laut LBS bei 750 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter.
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