19.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wo die Immobilienpreise jetzt wieder steigen – und wo nicht
Die Immobilienpreise in Deutschland ziehen wieder an – ein Trend, der allerdings längst noch nicht alle Städte und Segmente erreicht hat.
Laut Zahlen von immowelt und Sprengnetter verzeichnen Städte wie Leipzig, Frankfurt und München ein deutliches Plus, während Orte wie Wolfsburg und Bielefeld rückläufige Angebotspreise melden. Eigentumswohnungen gelten derzeit als beliebte Einstiegsobjekte, da sie oft zentraler liegen und weniger energetische Sanierung erfordern als ältere Einfamilienhäuser. In Berlin bewegen sich die Preise seitwärts, was unter anderem an realistischeren Preisvorstellungen der Verkäufer liegt. Trotz regionaler Unterschiede zeigt sich: In urbanen Lagen mit begrenztem Angebot nimmt die Nachfrage wieder zu. Zugleich sind die Bauzinsen zuletzt wieder leicht gesunken – was zusätzliche Käufer anzieht.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Bauministerin will Wohnungsbau-Turbo mit der „Brechstange“
„Tempo, Technologie und Toleranz“: Darauf setzt die neue Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). Den Wohnungsbau-Turbo will sie in den nächsten 100 Tagen mit der „Brechstange“ an den Start bringen.
Hubertz hat im Bundestag das Programm für ihre neue Amtszeit als Bundesbauministerin vorgestellt. In den ersten 100 Tagen plant sie eine Gesetzesänderung (§ 246e BauGB), die Kommunen schnellere Baugenehmigungen ermöglichen soll – auch gegen Widerstände aus der Nachbarschaft. „Die Einführung des Paragrafen 246e im Baugesetzbuch ist die Brechstange, die wir brauchen“, sagte Hubertz. Neben der Beschleunigung von Genehmigungen will sie neue Bauweisen wie serielles Bauen, 3D-Druck oder Holzhochhäuser fördern und mehr Bauland ausweisen. Auch Mieterschutz steht auf der Agenda: Die Mietpreisbremse soll verlängert werden, der soziale Wohnungsbau gestärkt und die Städtebauförderung verdoppelt. Das alles soll selbst unter vorläufiger Haushaltsführung beginnen, bis der Bundeshaushalt 2025 beschlossen ist.
Mehr Baugenehmigungen, aber Trendwende fraglich
Im ersten Quartal 2025 wurden erstmals seit langem wieder mehr Neubauten als im Vorjahresquartal genehmigt. Gegen eine Trendwende sprechen allerdings gleich mehrere Gründe.
Zum einen speist sich das Plus von 3,4 Prozent fast ausschließlich aus der deutlich gestiegenen Anzahl neu genehmigter Einfamilienhäuser (+15,3 Prozent). Bei den Zweifamilienhäusern verzeichnet das Statistische Bundesamt hingegen ein Minus von 8,9 Prozent und bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart Mehrfamilienhäuser eine Stagnation gegenüber dem ersten Quartal 2024. Hinzu kommt, dass eine Baugenehmigung noch lange nicht heißt, dass auch gebaut wird. Experten gehen von rund 800.000 neuen Wohnungen aus, deren Bau zwar genehmigt, aber nicht realisiert sind. Für Abhilfe soll der von Bundesbauministerin Verena Hubertz angekündigte Wohnungsbau-Turbo sorgen.