20.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Büros werden teurer – und leerer
Während die Spitzenmieten in Frankfurt und München weiter zulegen, steigen gleichzeitig die Leerstände – teils deutlich stärker als erwartet. Der Büroimmobilienmarkt in Deutschland steht vor einer paradoxen Entwicklung.
Deutschlands Büromärkte entwickeln sich auseinander: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit steigen die Spitzenmieten in Städten wie München (+12 Prozent in 2024) und Frankfurt (+5 Prozent), doch parallel nimmt der Leerstand stark zu. Besonders in Berlin und Düsseldorf kletterten die Quoten stärker als von Researchern prognostiziert. In München liegt der Leerstand nun bei 7,5 Prozent, in Frankfurt sogar bei bis zu 11 Prozent. Hamburg bleibt mit rund 5 Prozent eine Ausnahme. Für 2026 wird vor allem in Berlin mit einem weiteren Anstieg auf bis zu 9 Prozent gerechnet. Die Spitzenrenditen stagnieren derweil – mit wenigen Abweichungen. Das zeigt: Der Büromarkt ist unter Druck, aber Toplagen bleiben gefragt.
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Neue Lösungen – wird der Gebäudesektor so klimaneutral?
Seit Jahren soll der Gebäudesektor klimaneutral werden – passiert ist wenig. Doch neue Quartiersprojekte zeigen, wie die Wärmewende noch gelingen kann: mit Erdsonden, Flusswärme und Abwärme aus Rechenzentren.
Obwohl das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands schon 2010 formuliert wurde, liegt der Gebäudesektor in Deutschland weiterhin weit hinter den Klimazielen. Sanierungen sind zu langsam, Wärmepumpen zu teuer – und viele Eigentümer überfordert. Doch Modellprojekte in Bremen, Berlin-Pankow und Berlin-Spandau zeigen neue Wege auf: Quartierslösungen mit Geothermie, Abwärme und Flusswärme versorgen ganze Stadtviertel fossilfrei mit Energie. Auch Vonovia, Rheinenergie und andere Energieversorger erproben neue Konzepte wie Flusswasser-Wärmepumpen, Infrarotheizungen und Luft-Luft-Systeme für den Bestand. Klar ist: Die Wärmewende braucht systemische Ansätze, flexible Technologien – und ein Ende des Fokus auf das einzelne Einfamilienhaus.
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Mieten steigen weiter: Berlin bleibt Deutschlands dynamischster Wohnungsmarkt
Der Berliner Wohnungsmarkt bleibt angespannt: Die Angebotsmieten sind 2024 im Schnitt um 12 Prozent gestiegen – und die Kluft zwischen Alt- und Neubau-Mieten wächst.
Laut Wohnmarktreport 2025 von Berlin Hyp und CBRE steigen die Angebotsmieten in Berlin auf durchschnittlich 15,79 Euro je Quadratmeter – ein Plus von 12 Prozent. Trotz verstärkter Neubautätigkeit, überwiegend außerhalb des S-Bahn-Rings, liegt der Leerstand weiter bei nur 0,3 Prozent. Während im oberen Segment die Mieten leicht sanken, legten sie im unteren Segment zweistellig zu. Die Mietpreisbremse greift oft nicht, was zu einer geringen Fluktuation und sinkender Mobilität führt. Der Eigentumsmarkt bleibt unter Druck, besonders bei teureren Neubauten. Ein Hoffnungsschimmer für Mieter und Wohnungssuchende: Die Zahl der inserierten Mietwohnungen ist leicht gestiegen, und das institutionelle Investitionsvolumen zieht an – maßgeblich getragen durch landeseigene Gesellschaften.
Abzocke in Leipzig: Mit diesen Maschen treibt ein Investor Mieten in absurde Höhen
Möblierte Mini-Zimmer, vorgetäuschter Eigenbedarf, verschleppte Kautionen: Ein Immobilienunternehmer soll in Leipzig systematisch Mieter abzocken – mit fragwürdigen Methoden und maximaler Rendite im Visier.
Der Leipziger Immobilieninvestor Sven Schwarzat steht wegen dubioser Praktiken massiv in der Kritik. Laut Recherchen von Business Insider und Welt vermietet er Wohnungen als überteuerte WGs, nutzt Grauzonen bei der Mietpreisbremse und meldet systematisch Eigenbedarf an, nur um Wohnungen später teurer weiterzuvermieten. In einer Wohnung mit 15 Zimmern teilen sich die Bewohner Küche, Toilette und Dusche – für teils über 300 Euro Miete pro neun Quadratmeter. Bauanträge fehlen, die Stadt hat bereits interveniert. Auch bei Kautionsrückzahlungen gibt es laut Ex-Mietern massive Probleme. Die Justiz prüft den Fall, bislang laufen nur zivilrechtliche Verfahren. Schwarzat selbst schweigt – oder schickt Abmahnungen.
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Spanien greift durch: Mehr als 65.000 illegale Airbnb-Wohnungen müssen vom Markt
Die spanische Regierung geht hart gegen illegale Ferienwohnungen vor – über 65.000 Airbnb-Angebote werden entfernt. Ziel ist es, den Wohnungsmarkt zu entlasten und dem Massentourismus Grenzen zu setzen.
Wegen fehlender oder falscher Registrierungsnummern muss Airbnb in Spanien mehr als 65.000 Inserate löschen. Das Verbraucherschutzministerium wirft dem Unternehmen mangelnde Kooperation vor, ein Gericht in Madrid bestätigte das Vorgehen. Betroffen sind vor allem Regionen mit Wohnungsknappheit wie Madrid, Barcelona und Andalusien. Hintergrund ist der massive Druck auf die Wohnungsmärkte durch den Tourismusboom: In Städten wie Barcelona stiegen die Mieten binnen 10 Jahren um 68 Prozent. Auf den Kanaren protestierten zuletzt Tausende gegen überteuerte Mieten und überfüllte Orte. Airbnb kündigte an, die Entscheidung anzufechten. Indes plant Barcelona, Touristen-Ferienwohnungen ab 2028 ganz abzuschaffen.