01.07.2025
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Finanzierer sehen bessere Lage für Wohnimmobilien, bleiben aber vorsichtig
Die Stimmung am Markt für Immobilienfinanzierungen hat sich aufgehellt. Wohnimmobilien schneiden in einer aktuellen Umfrage am besten ab. Dennoch bleiben Finanzierer zurückhaltend und passen ihre Prüfungen an.
Der Immobilienfinanzierungsindex (DIFI), erhoben von JLL und HWWI, ist im zweiten Quartal 2025 auf 10,5 Punkte gestiegen. Wohnimmobilien führen mit einem Mittelwert von 41,7 Punkten die Rangliste der Nutzungsarten klar an, während Büro- und Einzelhandelsimmobilien im Minusbereich bleiben. Die Finanzierungsbedingungen haben sich insgesamt verbessert, vor allem bei Wohnen, auch wenn die Erwartungen für die kommenden Monate leicht eingetrübt sind. Banken und Versicherungen lockern ihre Vorgaben bei Beleihungsquoten etwas, reagieren aber auf den Wettbewerbsdruck mit sinkenden Margen. Gleichzeitig prüfen sie Mieter und Investoren genauer, um Risiken in einem unsicheren Umfeld besser zu steuern.
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Wegen Klimawandel: Milliardeninvestitionen in Gebäude nötig
Der Klimawandel erfordert große Investitionen in den Gebäudebestand. Eine neue Studie beziffert den Anpassungsbedarf in Deutschland auf enorme Summen. Besonders Hitze treibt die Kosten in die Höhe.
Laut Prognos-Institut müssten bis zu 237 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren investiert werden, wenn die globale Erwärmung vier Grad erreicht. Bei moderateren zwei Grad wären es immer noch rund 137 Milliarden Euro. Hitze gilt als größter Kostentreiber und betrifft vor allem bestehende Gebäude, die 86 Prozent der nötigen Investitionen ausmachen. Eigentümer von Einfamilienhäusern müssten je nach Szenario bis zu 56.000 Euro aufwenden, bei Gewerbeimmobilien sind es sogar bis zu 304.000 Euro. Die Studie entstand im Auftrag des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe und des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel.
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Inflation fällt auf 2,0 Prozent – Energiepreise sorgen für Entlastung
Die Teuerung in Deutschland ist im Juni gesunken. Vor allem billigere Energie dämpft den Preisdruck. Experten sehen dennoch langfristige Risiken.
Im Juni lagen die Verbraucherpreise 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 2,1 Prozent in den Monaten zuvor. Hauptgrund für den Rückgang der Teuerungsrate waren die deutlich gesunkenen Energiepreise, die 3,5 Prozent niedriger ausfielen als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich um 2,0 Prozent, Dienstleistungen um 3,3 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel sank nur leicht auf 2,7 Prozent. Ökonomen warnen allerdings vor strukturellen Preistreibern wie Demografie, Klimawandel und Deglobalisierung, die die Inflation langfristig hoch halten könnten.
Auswertung zeigt zahlreiche Verstöße gegen Mietpreisbremse
Zehn Jahre nach Einführung der Mietpreisbremse wird massive Kritik laut. Ein Mieterverein fordert deutlich strengere Regeln. Eine Stichprobe zeigt: Viele Vermieter halten sich nicht immer an die Vorgaben.
In Hamburg ergab eine Auswertung von über 2.300 Beratungsgesprächen zwischen Dezember 2022 und Januar 2025, dass in 93 Prozent der Fälle Hinweise auf Verstöße vorlagen. Mieter zahlten im Untersuchungszeitraum mutmaßlich rund 805.000 Euro zu viel, im Schnitt 5,23 Euro pro Quadratmeter oder 56 Prozent über der zulässigen Miete. Der Mieterverein fordert deshalb eine Entfristung der Mietpreisbremse, Bußgelder und den Abbau von Ausnahmen. Unterstützung kommt von der Linken, die fehlende Strafen kritisiert und einen Mietendeckel fordert. Der Bundestag hat die Mietpreisbremse bis 2029 verlängert, während die Justizministerin plant, Schlupflöcher bei möblierten Wohnungen zu schließen.