13.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Zins-Zwischentief bei Baufinanzierung könnte bald enden
Die Bauzinsen könnten schon bald wieder in Bewegung geraten. Experten sehen das aktuelle Niveau als vorübergehende Ruhephase. Geopolitische Risiken könnten den Zinstrend bald nach oben drehen. Die Europäische Zentralbank entscheidet am 19. März über den weiteren Zinspfad. Zwar blieb der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins zuletzt fünf Sitzungen in Folge unverändert, doch geopolitische Entwicklungen könnten den Druck auf die Geldpolitik erhöhen. Auch die Bauzinsen könnten dann wieder steigen. Aktuell liegen die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen bei rund 3,6 Prozent. Nach Einschätzung der Interhyp Gruppe könnte dieses Niveau jedoch nur ein Zwischentief sein. Der Krieg im Nahen Osten sorgt für steigende Energiepreise und wachsende Inflationssorgen. Dadurch steigen auch die Renditen von Staatsanleihen, die als wichtiger Indikator für Bauzinsen gelten. Laut Interhyp-Bankenpanel erwarten rund 67 Prozent der Experten mittel- bis langfristig höhere Bauzinsen.
EH55-Förderung startet schwach trotz 800 Millionen Budget
Mit der Wiederauflage der EH55-Förderung wollte die Bundesregierung gestoppte Wohnprojekte reaktivieren. Doch das Programm wird bislang kaum genutzt. Mehrere Hürden bremsen den Neustart im Wohnungsbau. Die Bundesregierung wollte mit der Neuauflage der EH55-Förderung bereits genehmigte, aber noch nicht gestartete Wohnbauprojekte aus dem sogenannten Bauüberhang aktivieren. Bauministerin Verena Hubertz beziffert dieses Potenzial auf rund 760.000 Wohnungen. Doch das Programm stößt bislang auf geringe Nachfrage. Von den bereitgestellten 800 Millionen Euro wurden bis Anfang Februar nur 150 Millionen Euro abgerufen. Vier zentrale Faktoren bremsen laut Experten die Nutzung. Dazu zählen die Pflicht zu einer vollständig erneuerbaren Wärmeversorgung, schwankende Förderzinsen sowie die Begrenzung der Kredithöhe auf 100.000 Euro. Hinzu kommt eine Antragslogik, nach der Förderanträge erst nach Baugenehmigung gestellt werden dürfen und Projekte noch nicht begonnen haben dürfen.
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Gebäudetyp E weckt Hoffnung bei Wohnungsunternehmen
Auf dem Jahreskongress des Bundesverbands Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen (BFW) richtet sich viel Hoffnung auf vereinfachte Baustandards. Vertreter aus Politik und Branche diskutieren Wege aus der Baukrise. Ein Gesetz zum Gebäudetyp E soll schon bald folgen. Beim Kongress des BFW stand die Krise im Wohnungsbau im Mittelpunkt. Vertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft kritisierten politische Eingriffe wie Mietregulierung und steigende Anforderungen im Neubau. Diese hätten die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte deutlich verschlechtert und den Wohnungsbau gebremst. Aufmerksamkeit erhielt vor allem der geplante Gebäudetyp E, der vereinfachte Baustandards ermöglichen soll. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte an, im Sommer einen Gesetzentwurf vorzulegen. Ziel ist es, Baukosten zu senken und Verfahren zu vereinfachen. Experten aus Wissenschaft und Branche sehen darin eine Chance, den Neubau wieder wirtschaftlicher zu machen. Gleichzeitig blieb die Kritik an bestehenden Regulierungen wie der Mietpreisbremse ein zentrales Thema der Veranstaltung.
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Netzagentur sieht vorerst keine höheren Strom- und Gaspreise
Steigende Gaspreise auf den Weltmärkten sorgen für Unsicherheit. Die Bundesnetzagentur gibt jedoch vorerst Entwarnung für Haushalte. Für viele Kunden könnten sich sogar Einsparungen ergeben. Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur wirken sich die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise für Erdgas derzeit nicht unmittelbar auf Strom- und Gaspreise für Haushaltskunden aus. Kurzfristige Preisspitzen könnten Energieversorger meist ausgleichen, zumal viele Haushalte langfristige Verträge mit Preisgarantien besitzen. Zu Jahresbeginn waren die Preise für Neukunden sogar gesunken. Laut Bundesnetzagentur lag der durchschnittliche Strompreis im Januar 2026 bei 34,9 Cent je Kilowattstunde und damit unter dem Vorjahresniveau. Auch Gas wurde günstiger. Die Behörde rät Verbrauchern deshalb, ihre bestehenden Verträge regelmäßig zu prüfen. Besonders Haushalte in der Grundversorgung oder mit älteren Verträgen könnten durch einen Anbieterwechsel deutliche Einsparungen erzielen.
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