17.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Heizungsförderung vor Reform: Regierung prüft Einkommensgrenze
Die Bundesregierung berät im Zuge des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes über eine Anpassung der staatlichen Zuschüsse für den Heizungstausch. Um den Haushalt zu entlasten, steht eine strikte Einkommensgrenze für Immobilieneigentümer im Raum.
Union und SPD planen wohl eine systematische Kürzung der Heizungsförderung für das laufende Jahr, wie t-online aus informierten Kreisen erfahren hat. Im Gespräch ist ein Einkommensdeckel von 90.000 Euro zu versteuerndem Jahresverdienst, ab dem Eigentümer keine direkten Zuschüsse von bis zu 70 Prozent mehr erhalten. Stattdessen sollen Gutverdiener die Kosten für den Wechsel auf klimafreundliche Systeme über drei Jahre steuerlich absetzen können. Die Wärmepumpenbranche warnt vor einer massiven Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern und neuen Marktunsicherheiten. Wissenschaftliche Untersuchungen verweisen derweil darauf, dass die aktuelle prozentuale Kopplung der Förderung das hohe Preisniveau für Geräte in Deutschland künstlich stützt. Eine finale Entscheidung soll im Rahmen des Gesetzes noch vor der Sommerpause fallen.
Energieeffizienz entscheidet immer häufiger über den Kauf
Eine aktuelle Expertenumfrage signalisiert ein verändertes Suchverhalten auf dem Immobilienmarkt. Neben klassischen Kriterien wie Lage und Preis bestimmen energetische Faktoren und künftige Modernisierungsausgaben zunehmend den Erfolg von Immobilientransaktionen.
Laut einer Online-Erhebung des Maklerunternehmens Von Poll Immobilien gewinnt die Energiebilanz von Wohngebäuden massiv an Relevanz für den Erwerb. Rund 68 Prozent der befragten Branchenexperten bescheinigen der Energieeffizienz mittlerweile einen starken oder sehr starken Einfluss auf die finale Kaufentscheidung. Infolge der gestiegenen Sensibilität für Folgekosten verzeichnen rund 63 Prozent der Marktteilnehmer seit Jahresbeginn eine leicht oder deutlich rückläufige Nachfrage nach sanierungsbedürftigen Objekten. Lediglich in sehr guten Wohnlagen bleibt das Interesse stabil, sofern das Entwicklungspotenzial mit dem Kaufpreis korreliert. Für die kommenden zwei bis drei Jahre prognostizieren 86 Prozent der Befragten einen weiteren Bedeutungszuwachs dieses Marktfaktors.
Offene Immobilienfonds in der Krise: Stabile Mieten stützen Branchenriesen
Die Jahresbilanz offener Immobilienfonds bleibt nach immensen Mittelabflüssen und negativen Renditen angespannt. Dennoch zeichnet ein aktuelles Rating der Agentur Scope erste Signale einer leichten Entspannung für das laufende Jahr.
Laut Daten der Ratingagentur Scope verzeichneten offene Immobilienfonds zuletzt eine durchschnittliche Rendite von minus 1,6 Prozent sowie Nettoabflüsse von rund 7,6 Milliarden Euro. Trotz anhaltender Belastungen durch das Zinsniveau und juristische Auseinandersetzungen um den Fonds „Uni Immo Wohnen ZBI“ prognostizieren die Analysten für das Gesamtjahr 2026 eine leichte Erholung der Renditen auf minus 0,5 bis minus 1,5 Prozent. Während drei kleinere Produkte im Frühjahr schließen mussten, erweisen sich Branchenriesen mit einem Marktanteil von über 50 Prozent dank breiter Aufstellung und stabiler Vertriebsnetze als resilient. Diese profitieren zudem von soliden Vermietungsquoten von durchschnittlich 92,5 Prozent. Zur Stabilisierung greifen seit April neue gesetzliche Mechanismen wie Rückgabegebühren und Volumenbegrenzungen beim Anteil Verkauf.
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Negative Strompreise nehmen deutlich zu
Das zunehmende Phänomen negativer Börsenstrompreise verdeutlicht die mangelnde Flexibilität des aktuellen Energiesystems. Ein massives Überangebot an Solar- und Windstrom zwingt Erzeuger in bestimmten Phasen zu Zuzahlungen bei der Abnahme.
Nach Angaben des Energieunternehmens 1Komma5Grad verzeichnete der deutsche Markt von Januar bis Mai an 242 Stunden Strompreise von unter null Cent pro Kilowattstunde an der europäischen Handelsplattform EPEX Spot. Dies übertrifft bereits die Werte von sechs der vergangenen zehn Gesamtjahre. Ursache ist ein starkes Aufkommen von erneuerbaren Energien bei gleichzeitig stagnierender Nachfrage und fehlenden Speicherkapazitäten. Während klassische Haushaltsverträge unberührt bleiben, erfordern die Entwicklungen den beschleunigten Ausbau intelligenter Netze sowie dynamischer Tarife. Für staatliche Fördersysteme ergeben sich finanzielle Verschiebungen, da ausgesetzte Einspeisevergütungen für Solaranlagen-Betreiber an das Ende der 20-jährigen Laufzeit angehängt werden.
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