19.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Babyboomer-Häuser kommen auf den Markt: Wo könnten die Preise sinken?
Viele Eigentümer aus geburtenstarken Jahrgängen werden älter. Ihre Häuser könnten in den kommenden Jahren das Angebot verändern. Eine neue Untersuchung zeigt, warum die Folgen regional sehr unterschiedlich ausfallen dürften.
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat für den Verband der Sparda-Banken untersucht, wie sich der demografische Wandel auf die Immobilienmärkte auswirken könnte. Die Analyse betrachtet sämtliche 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Ausgangspunkt ist die Frage, was passiert, wenn ältere Eigentümer ihre Häuser und Wohnungen aufgeben und diese wieder angeboten werden. Mehr verfügbare Objekte können örtlich Druck auf die Kaufpreise ausüben. Das bedeutet aber nicht, dass der Wohnraummangel in stark nachgefragten Städten automatisch verschwindet. Entscheidend sind Lage und Art der Immobilien sowie die regionale Nachfrage. Gerade dort, wo Wohnungen knapp sind, lässt sich das Angebot aus frei werdenden Eigenheimen nicht ohne Weiteres mit dem Bedarf kleinerer Haushalte gleichsetzen.
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Bundesrat stellt sich gegen neue EU-Regeln für den Wohnungsmarkt
Brüssel will die Wohnungsnot mit gemeinsamen Regeln bekämpfen. Die Bundesländer sehen darin einen Eingriff in ihre Zuständigkeit. Der Streit betrifft auch die Frage, wann Behörden gegen Leerstand und Kurzzeitvermietung vorgehen dürfen.
Der Bundesrat hat am 16. Oktober eine Rüge gegen den Entwurf des europäischen Affordable Housing Act beschlossen. Er hält die geplante Verordnung für einen zu weitgehenden Eingriff in die Wohnungspolitik der Mitgliedstaaten. Die EU-Kommission möchte eine gemeinsame Methode festlegen, um besonders angespannte Wohnungsmärkte zu bestimmen. Behörden sollen damit eine Grundlage für mögliche Maßnahmen gegen Leerstand oder Kurzzeitvermietung erhalten. Ob sie diese Maßnahmen einsetzen, soll vor Ort entschieden werden. Die Länder verweisen dagegen auf bestehende deutsche Gesetze und unterschiedliche regionale Märkte. Außerdem befürchten sie zusätzliche Bürokratie. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten beraten den Vorschlag nun weiter. Auch Immobilienverbände kritisieren Teile des Entwurfs, fordern aber zugleich einfachere Bauverfahren.
Hubertz will Enteignungen verhindern und den Bund bauen lassen
Bauministerin Verena Hubertz will private Wohnungseigentümer besser vor staatlichen Eingriffen schützen. Gleichzeitig soll der Bund künftig selbst Wohnungen bauen, um den Wohnraummangel zu bekämpfen. Damit setzt die Ministerin auf den Schutz privaten Eigentums und mehr staatliches Engagement beim Neubau.
Im Interview mit T-Online kündigt Bundesbauministerin Verena Hubertz an, die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände gesetzlich verhindern zu wollen. Ein entsprechendes Gesetz soll möglichst schnell auf den Weg gebracht werden. Hintergrund ist unter anderem die Debatte über die Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin. Gleichzeitig plant Hubertz eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft. Diese soll selbst Wohnungen errichten und damit zusätzlichen Wohnraum schaffen. Während bestehende Immobilienbestände in privater Hand bleiben sollen, will der Bund beim Neubau stärker Verantwortung übernehmen. Für private Eigentümer und Investoren könnte vor allem das geplante Gesetz gegen Vergesellschaftungen mehr Rechtssicherheit schaffen. Ein abgestimmtes Konzept will Hubertz noch im Herbst vorstellen.
Baugenehmigungen steigen, doch Hunderttausende Wohnungen bleiben auf Eis
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder. Doch hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen bremsen weiterhin den Wohnungsbau. Viele genehmigte Projekte könnten deshalb vorerst auf dem Papier bleiben.
Im August 2026 wurden in Deutschland 20.600 Wohnungen genehmigt, 6,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von Januar bis August waren es insgesamt 169.400 Genehmigungen, ein Plus von 12,1 Prozent. Besonders kräftig stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern: Bis August waren es 90.600 und damit 14,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Niveau liegt aber weiterhin deutlich unter früheren Jahren. Nach Angaben des Baugewerbes ruhten Ende 2025 rund 450.000 bereits genehmigte Wohnungen, weil der Bau wirtschaftlich nicht attraktiv war. Dazu kommt ein schlechteres Geschäftsklima. Höhere Zinsen und Energiekosten erschweren die Finanzierung, während die Bundesregierung den Neubau mit schnelleren Verfahren und Förderung ankurbeln will.
Heizweste statt Heizung? Ein Experiment mit erstaunlichen Ergebnissen
Weniger den Raum heizen, dafür die Menschen warmhalten. Forschende haben dieses Prinzip im Alltag getestet und teils stark sinkende Verbräuche gemessen. Der ungewöhnliche Versuch hat allerdings klare Grenzen.
In einem dreijährigen Forschungsprojekt in Brüssel testeten 23 Haushalte einen anderen Umgang mit Heizenergie. Statt Wohnungen wie gewohnt zu erwärmen, senkten Teilnehmer die Raumtemperatur von durchschnittlich 19 auf etwa 15 Grad Celsius. Für Wärme sorgten unter anderem zusätzliche Kleidung, Heizdecken und beheizte Sitzgelegenheiten. In einer Teilgruppe sank der Heizenergieverbrauch um fast 50 Prozent, ohne dass der Stromverbrauch zunahm. Ein einzelner Haushalt reduzierte den Wärmeverbrauch sogar um 96 Prozent. Diese Extremwerte sind nicht auf alle Gebäude übertragbar, denn auch Wärme aus Nachbarwohnungen kann das Ergebnis beeinflussen. Zudem kann eine niedrige Raumtemperatur Schimmel begünstigen. Wer zusätzliche Elektrogeräte einsetzt, muss deren Stromverbrauch in die Gesamtrechnung einbeziehen.
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