21.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bauzinsen auf 17-Jahres-Hoch: Käufer zögern
Immobilienkäufer müssen deutlich höhere Finanzierungskosten einplanen. Das verändert die Gespräche zwischen Käufern und Verkäufern. Wie stark sich die Lage zuspitzt und wo Preisverhandlungen wieder möglich werden, zeigt ein aktueller Marktbericht.
Zehnjährige Immobilienkredite kosten nach Angaben des Finanzierungsvermittlers Interhyp im Durchschnitt inzwischen knapp 4,5 Prozent. So hoch lag das Niveau zuletzt 2009. Im März waren es noch 3,6 Prozent, im Mai 3,9 Prozent. Als Ursache nennt Interhyp die gestiegenen Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs und die anschließende Zinsentwicklung. Bei einer durchschnittlichen Finanzierung führt der jüngste Anstieg laut dem Unternehmen zu fast 200 Euro zusätzlicher Monatsrate. Gleichzeitig berichten Makler über zurückhaltende Kaufinteressenten und weniger Abschlüsse. Verkäufer seien häufiger zu Preisnachlässen bereit, vor allem bei Bestandsimmobilien. Auch der Wohnungsbau leidet. Bayerische Bauinnungen melden für die ersten sieben Monate 2026 weniger Wohnungsbauaufträge als im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich erschweren hohe Baukosten und fehlendes Eigenkapital den Erwerb.
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Trotz Politik-Chaos: Wärmepumpen legen kräftig zu
Der Heizungsmarkt verändert sich trotz politischer Unsicherheit. Neue Angebotsdaten zeigen jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen bei Häusern und Wohnungen. Besonders auffällig ist, wie weit die größten deutschen Städte hinter dem bundesweiten Wert liegen.
Im dritten Quartal 2026 waren 12,2 Prozent der auf immowelt.de zum Kauf angebotenen Wohnimmobilien mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Im gleichen Quartal 2023 hatte ihr Anteil erst 4,6 Prozent betragen. Bei Einfamilienhäusern stieg er innerhalb von drei Jahren von 5,6 auf 16,2 Prozent, bei Eigentumswohnungen dagegen nur von 2,1 auf 2,8 Prozent. In den 15 größten Städten erreichten Wärmepumpen lediglich 4,7 Prozent aller angebotenen Wohnimmobilien. Dort spielen Mehrfamilienhäuser, schwierige Eigentümerabstimmungen und Fernwärme eine größere Rolle. Gas blieb bundesweit mit 41,3 Prozent die häufigste Heizungsart im Kaufangebot, gefolgt von Öl mit 17,5 Prozent. Die Zahlen beschreiben die inserierten Immobilien und nicht den gesamten deutschen Gebäudebestand.
Hausverwalter: So können Eigentümer Steuern sparen
Ein neues Dach oder eine große Heizungsmodernisierung kostet schnell viel Geld. Dabei kann eine steuerliche Entscheidung die Rechnung für bestimmte Eigentümer verändern. Entscheidend sind die Nutzung der Einheiten und der richtige Zeitpunkt.
Wohnungseigentümergemeinschaften erbringen ihre Leistungen an Eigentümer grundsätzlich umsatzsteuerfrei. Dadurch können sie die Umsatzsteuer aus Handwerkerrechnungen und laufenden Bewirtschaftungskosten normalerweise nicht als Vorsteuer abziehen. Bei größeren Sanierungen kann das erhebliche Mehrkosten bedeuten. Das Umsatzsteuerrecht erlaubt der WEG jedoch, gegenüber bestimmten unternehmerisch tätigen Eigentümern auf die Befreiung zu verzichten. Voraussetzung ist, dass diese ihre Einheit für steuerpflichtige Umsätze nutzen. Für privat genutzte Wohnungen ist die Option nicht vorgesehen. Notwendig ist ein Beschluss der Eigentümerversammlung; auch eine Beschränkung auf einzelne Gewerbeeinheiten ist möglich. Die Verwaltung muss dann Rechnungen mit Umsatzsteuerausweis erstellen und Steuererklärungen abgeben. Ein späterer Wechsel kann innerhalb eines zehnjährigen Berichtigungszeitraums Rückzahlungen auslösen. Deshalb sollte die Entscheidung vor größeren Investitionen gemeinsam mit einem Steuerberater geprüft werden.
immowelt und Sparkassen bündeln ihre Immobilienangebote
Immobiliensuche und Finanzierung sollen enger zusammenrücken. Eine neue Zusammenarbeit verbindet zwei große Angebote im deutschen Markt. Für Makler und Kaufinteressenten könnte sich dadurch ändern, wie Objekte gefunden und Finanzierungen vorbereitet werden.
immowelt und die Sparkassen-Finanzgruppe haben eine langfristige Zusammenarbeit bei der Immobilienvermarktung vereinbart. Sparkassenkunden und weitere Interessenten sollen künftig online auf mehr als 150.000 Kaufangebote zugreifen können, die bei immowelt gelistet sind. Umgekehrt wollen die Sparkassen ihre rund 20.000 Immobilieninserate bei immowelt einbinden. Die Partner verknüpfen dafür ihre Onlineangebote, ihre Dienstleistungen und die Finanzierungskompetenz der Sparkassen. Für die operative Umsetzung ist S-Communication Services aus der DSV-Gruppe zuständig, Finmas unterstützt als Technologiepartner. Die Zusammenarbeit soll in mehreren Schritten wachsen. Später sind auch Miet- und Neubauangebote sowie Finanzierungszertifikate und Bonitätsprüfungen vorgesehen. Diese zusätzlichen Funktionen sind bislang Pläne, keine bereits eingeführten Leistungen. Die Kooperation wurde ursprünglich am 15. Oktober bekannt gegeben.
Google Maps: Hausbesitzer setzt Grenze für Luftbilder
Der Blick von oben kann mehr zeigen, als von der Straße sichtbar ist. Ein Hausbesitzer hat sich dagegen vor Gericht gewehrt. Die Entscheidung setzt der Veröffentlichung privater Grundstücksbilder klare Grenzen.
Das Landgericht Frankfurt am Main hat Google untersagt, bestimmte dreidimensionale Luftaufnahmen eines bewohnten Privatgrundstücks auf Google Maps und Google Earth zu veröffentlichen. Geklagt hatte ein Hauseigentümer, dessen Grundstück auch von der Straße nicht einsehbare Bereiche umfasst. Nach Auffassung des Gerichts verletzt die Veröffentlichung gegen seinen Willen das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Die Richter berücksichtigten zudem, dass Aufnahmen aus großer Höhe ohne vorherige Ankündigung entstehen und Eigentümer ihre privaten Bereiche deshalb nicht schützen können. Googles Verweis auf die Informationsfreiheit setzte sich nicht durch. Der Kläger hatte zuvor bereits eine Unkenntlichmachung seines Hauses in Google Street View und Apple Look Around erreicht.
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Patrick Becker MagazinEventmarketing für Immobilienmakler

