10.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Hypoport-Chef zerreißt deutsche Wohnungspolitik
Die Regulierung des Mietmarktes verschärft nach Ansicht von Hypoport-Chef Ronald Slabke die Wohnungsnot. Private Vermieter fühlten sich zunehmend politisch unerwünscht. Die Folgen könnten weiter steigende Mieten und ein schrumpfendes Angebot sein.
Im Interview mit dem Handelsblatt stellt Slabke der Wohnungspolitik der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Statt Hürden abzubauen, greife der Staat immer stärker in den Mietmarkt ein und mache Vermietung unattraktiver. Das könne dazu führen, dass sich private Eigentümer aus dem Markt zurückziehen und das Angebot weiter sinkt. Für die Entwicklung der Neuvertragsmieten erwartet der Manager deshalb deutliche Steigerungen. In einigen Jahren könnten selbst 20 Euro pro Quadratmeter im Neubau rückblickend als günstig gelten. Gleichzeitig rechnet Slabke bei Wohnimmobilien wieder mit moderat steigenden Kaufpreisen. Für 2026 erwartet er laut eigener Einschätzung einen Anstieg zwischen zwei und vier Prozent. Bremsend wirkten jedoch weiterhin Bauzinsen und regulatorische Vorgaben bei der Kreditvergabe.
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Immobilienkauf: So viel Einkommen braucht man für die Finanzierung
Trotz höherer Zinsen und Preise bleibt der Wunsch nach Wohneigentum groß. Neue Daten zeigen, mit welchen Einkommen Kaufinteressenten heute in die Finanzierung gehen.
Eine Auswertung des Finanzierungsvermittlers BauDarlehen24 zeigt, dass 84 Prozent der Finanzierungsanfragen auf den Kauf einer Immobilie abzielen. Die meisten Kaufinteressenten verfügen dabei über ein Haushaltsnettoeinkommen zwischen 4.500 und 5.500 Euro im Monat. Banken kalkulieren in der Regel mit einer maximalen monatlichen Kreditbelastung von etwa 35 bis 40 Prozent des Nettoeinkommens. Bei Immobilienpreisen zwischen 400.000 und 600.000 Euro und aktuellen Zinsen von rund vier Prozent entstehen schnell Monatsraten von mehr als 2.000 Euro. Laut BauDarlehen24 führen rund 53 Prozent der Finanzierungsanfragen tatsächlich zu einem Abschluss. Finanzierungen sind demnach weiterhin möglich, erfordern jedoch solide Einkommen und eine sorgfältige Vorbereitung.
Bafin warnt vor Risiken bei Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds galten lange als stabile Anlage. Doch die Finanzaufsicht sieht zunehmende Risiken. Besonders kleinere Fonds könnten in Schwierigkeiten geraten und im Extremfall die Rücknahme von Anteilen aussetzen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor wachsenden Risiken bei offenen Immobilienfonds. Bafin-Präsident Mark Branson hält weitere Fondsschließungen insbesondere bei kleineren Fonds für möglich. Hintergrund sind steigende Zinsen, sinkende Bewertungen von Gewerbeimmobilien sowie strukturelle Veränderungen wie der Trend zum Homeoffice. Viele Fonds investieren vor allem in Büro- und Handelsimmobilien. Seit Anfang 2025 haben Anleger laut Auswertung des Geldratgebers Finanztip auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank rund 10 Milliarden Euro abgezogen. Kritisch sieht die Aufsicht zudem, dass offene Immobilienfonds häufig in der niedrigsten Risikoklasse verkauft werden. Aus Sicht der Bafin unterschätzt diese Einstufung die tatsächlichen Risiken von Gewerbeimmobilieninvestments. Gleichzeitig bleibt der Gewerbeimmobilienmarkt laut Risikobericht 2026 der Behörde fragil und könnte weiterhin Belastungen für Banken mit sich bringen.
Neue Grundsicherung verschärft Regeln bei Wohnkosten
Der Bundestag hat die neue Grundsicherung beschlossen. Jobcenter können künftig früher prüfen, ob Mieten angemessen sind und Leistungsbezieher zu geringeren Wohnkosten drängen.
Mit der neuen Grundsicherung verschärft die Bundesregierung die Regeln bei den Kosten der Unterkunft. Künftig prüfen Jobcenter bereits zu Beginn des Leistungsbezugs, ob die Miete angemessen ist. Während der bisherigen Karenzzeit im Bürgergeld wurden die tatsächlichen Wohnkosten meist vollständig übernommen. Nun gilt auch in diesem Zeitraum eine Obergrenze von 150 Prozent der örtlichen Angemessenheitsgrenze. Liegen die Kosten darüber, können Jobcenter früher zur Kostensenkung auffordern, etwa durch einen Umzug. Zudem wird stärker auf den Preis pro Quadratmeter geachtet. Sozialverbände warnen vor steigenden Mietschulden, da vielerorts kaum Wohnungen zu den festgelegten Kosten verfügbar sind.
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