17.03.2026
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Neues BGH-Urteil: Stimmrecht in WEG nur begrenzt einschränkbar
Sondereigentümer dürfen bei zentralen Entscheidungen der Eigentümergemeinschaft nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt und Anforderungen an entsprechende Regelungen in der Gemeinschaftsordnung präzisiert.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass das Stimmrecht von Sondereigentümern zwar objektbezogen beschränkt werden kann. Voraussetzung ist jedoch, dass der Umfang der Einschränkung eindeutig in der Gemeinschaftsordnung geregelt ist. Im konkreten Fall waren Stellplatzeigentümer bei der Abstimmung über den Wirtschaftsplan nicht berücksichtigt worden. Der BGH stellte klar, dass ein Ausschluss vom Stimmrecht bei grundlegenden Entscheidungen wie Verwalterbestellung, Wirtschaftsplan oder Jahresabrechnung unwirksam ist. Diese Beschlüsse betreffen elementare Mitgliedschaftsrechte, an denen alle Eigentümer mitwirken müssen. Nun muss das Landgericht prüfen, ob sich die fehlerhafte Nichtberücksichtigung der Stimmen auf das Abstimmungsergebnis ausgewirkt hat.
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Mehrwert Wertermittlung: on-geo zu Gast im immowelt Podcast
Was zeichnet eine fundierte Wertermittlung aus und wie können Makler daraus einen echten Wettbewerbsvorteil entwickeln?
In der neuen Folge spricht Harald Greising mit Ron Heß von on-geo by Accumin über datenbasierte Bewertungsprozesse, KI im Hintergrund und den strategischen Einsatz von Wertermittlung im Makleralltag.
Lieber vererben statt verbrauchen: Mehrheit der Eigentümer plant Vermögensweitergabe
Viele ältere Immobilienbesitzer in Deutschland wollen ihr Vermögen nicht im Ruhestand aufbrauchen. Stattdessen soll es an die nächste Generation weitergegeben werden. Gleichzeitig sorgen steigende Kosten und mögliche Pflegeausgaben für Unsicherheit.
Das zeigt eine Studie der Allianz Baufinanzierung unter mehr als 1.100 Eigentümern über 60 Jahren. Demnach erwartet die große Mehrheit, dass ihre finanziellen Mittel im Alter ausreichen. Gleichzeitig plant ein großer Teil, Vermögen an Kinder oder Enkel zu übertragen. Mehr als 60 Prozent wollen einen Teil ihrer Ersparnisse weitergeben, während für über die Hälfte der Befragten wichtig ist, dass die eigene Immobilie im Familienbesitz bleibt. Viele Eigentümer unterstützen ihre Nachkommen bereits zu Lebzeiten finanziell oder planen dies künftig. Als Risiken für die eigene finanzielle Situation im Alter nennen die Befragten vor allem mögliche Pflegekosten, steigende Lebenshaltungskosten sowie Investitionen in Modernisierung oder energetische Sanierung der eigenen Immobilie.
Unicredit greift nach Commerzbank: Ist die Baufinanzierung noch sicher?
Die italienische Großbank Unicredit treibt ihre Übernahmepläne für die Commerzbank voran. Noch im Frühjahr könnte ein offizielles Angebot folgen. Für Immobilienkäufer stellt sich die Frage, welche Folgen das für Baufinanzierungen hat.
Unicredit will die Beteiligung an der Commerzbank weiter ausbauen und ein Übernahmeangebot für zusätzliche Aktien vorlegen. Ziel ist es zunächst, die Schwelle von 30 Prozent der Anteile zu überschreiten und damit mehr Einfluss bei der zweitgrößten deutschen Privatbank zu gewinnen. Die Bundesregierung steht dem Vorhaben kritisch gegenüber und hält selbst noch rund zwölf Prozent der Anteile. Für bestehende Baufinanzierungen sehen Bank und Finanzaufsicht jedoch keine unmittelbaren Folgen. Kreditverträge bleiben rechtlich bindend, vereinbarte Zinsen, Laufzeiten und Tilgungsraten können nicht nachträglich geändert werden. Änderungen könnten sich langfristig eher bei neuen Finanzierungen oder Anschlussfinanzierungen ergeben, wenn sich die Geschäftspolitik des Instituts verändert.
Mipim 2026 zeigt mehr Nachfrage für Logistik und Wohnen
Die Immobilienmesse Mipim in Cannes sendet vorsichtig positive Signale für die Immobilienbranche. Trotz schwacher Wirtschaft zeigen sich neue Chancen in bestimmten Assetklassen und durch technologische Entwicklungen.
Vor Ort wurde deutlich, dass sich der Markt differenziert entwickelt. In Deutschland profitieren vor allem Logistik, Rechenzentren und spezialisierte Nutzungsarten, während klassische Segmente unter Druck stehen. Banken unterstützen vielfach die Verlängerung bestehender Finanzierungen, um Ausfälle zu vermeiden. Wachstumschancen sehen Marktteilnehmer unter anderem im studentischen Wohnen und Co Living. Gleichzeitig treiben Digitalisierung, Automatisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Geschäftsmodelle voran. Büroimmobilien stehen vor strukturellen Veränderungen und erfordern stärkeres Management sowie neue Nutzungskonzepte. Auch Themen wie energetische Sanierung im Bestand und die Verzahnung von Immobilien mit Energie und Mobilität gewinnen an Bedeutung.
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