18.03.2026
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Kommunen sollen Schrottimmobilien leichter enteignen können
Die Bundesregierung plant neue Eingriffsmöglichkeiten für Städte, um den Wohnungsbau anzukurbeln und gegen vernachlässigte Immobilien vorzugehen. Dazu zählen schnellere Verfahren und mehr Druck auf Eigentümer, ihre Gebäude instand zu halten.
Die geplante Reform des Baugesetzbuches soll Kommunen mehr Befugnisse geben, um den Wohnungsbau gezielt zu fördern und Schrottimmobilien zu bekämpfen. Städte könnten künftig ein überragendes öffentliches Interesse am Wohnungsbau festlegen und damit Projekte rechtlich priorisieren. Gleichzeitig sollen Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden, etwa durch höhere Schwellenwerte für vereinfachte Umweltprüfungen. Kommunen sollen zudem leichter Instandsetzungsgebote durchsetzen und bei ausbleibender Sanierung im Extremfall Enteignungen prüfen können. Ergänzend sind neue Vorkaufsrechte vorgesehen, etwa in Milieuschutzgebieten oder bei Käufen durch kriminelle oder extremistische Akteure. Die Reform wird derzeit politisch abgestimmt.
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Neuer Schufa-Score startet: Bonität wird für Immobilienkredite transparenter
Seit dem 17. März gilt ein neues System zur Bewertung der Kreditwürdigkeit. Die Berechnung wird deutlich vereinfacht und transparenter. Das kann spürbare Auswirkungen auf Immobilienfinanzierungen haben.
Die Schufa hat ihr Scoring-Modell grundlegend überarbeitet und die Zahl der Kriterien von rund 250 auf zwölf reduziert. Ziel ist eine bessere Nachvollziehbarkeit der Bonitätsbewertung. Jedes Kriterium erhält eine feste Punktzahl, die den Score auf einer Skala von 100 bis 999 bestimmt. Neu ist auch der digitale Zugriff auf persönliche Daten sowie eine Simulationsfunktion für mögliche Score-Veränderungen. Für die Immobilienbranche bleibt der Score ein zentraler Faktor, insbesondere bei der Baufinanzierung. Banken nutzen ihn zur Risikoeinschätzung und zur Festlegung von Kreditkonditionen. Eine bessere Bonität kann günstigere Zinsen ermöglichen, während ein niedriger Score Finanzierungen erschwert.
Immobilien stärker besteuern: Vorschlag trifft Eigentümer
Die Diskussion um neue Einnahmequellen für den Staat nimmt Fahrt auf. Statt einer Vermögenssteuer rückt eine stärkere Belastung von Immobilien in den Mittelpunkt. Ein Vorschlag könnte direkte Folgen für Eigentümer haben.
Vor dem Hintergrund eines jährlichen Finanzierungsbedarfs von rund 30 Milliarden Euro gewinnt die Debatte über neue Steuerquellen an Dynamik. DIW-Präsident Marcel Fratzscher spricht sich gegen eine nationale Vermögenssteuer aus und plädiert stattdessen für eine deutlich höhere Besteuerung von Immobilien. In einer Kolumne verweist er darauf, dass Immobilien im Gegensatz zu anderen Vermögenswerten nicht ins Ausland verlagert werden können. Länder wie Frankreich, Großbritannien oder die USA erzielen laut DIW deutlich höhere Einnahmen über Grundsteuern und die Besteuerung von Immobiliengewinnen. In Deutschland liegt dieser Anteil bislang deutlich niedriger. Eine Reform sei administrativ einfacher und könne stabile Einnahmen sichern.
Boomer-Welle trifft Markt: Millionen Immobilien vor Besitzerwechsel?
In den kommenden Jahrzehnten könnten Millionen Immobilien auf den Markt kommen. Doch Angebot und Nachfrage entwickeln sich regional stark unterschiedlich. Für Eigentümer und Investoren entstehen daraus neue Risiken und Chancen.
Eine Analyse der Immobilien-Plattform Jacasa zeigt, dass rund ein Drittel der Wohnimmobilien in Deutschland im Besitz der Babyboomer ist. Zwischen 2040 und 2050 dürfte ein großer Teil dieser Objekte den Eigentümer wechseln, etwa durch Verkauf oder Vererbung. Dieses als Silver Tsunami bekannte Phänomen könnte bestehende Marktungleichgewichte verstärken. Während in Ballungsräumen weiterhin Wohnraummangel herrscht, droht in vielen ländlichen Regionen ein wachsendes Überangebot. Bereits heute gelten mehrere Landkreise mit hoher Leerstandsquote als besonders risikobehaftet. Für Eigentümer kann ein früher Verkauf sinnvoll sein, da steigendes Angebot künftig Druck auf die Preise ausüben dürfte.
„Haus zu verschenken“: Makleraktion geht viral
Ein ungewöhnliches Verkaufsschild hat in München für massive Aufmerksamkeit gesorgt. Innerhalb weniger Stunden gingen hunderte Anfragen ein. Hinter der Aktion steckt jedoch eine gezielte Preisstrategie mit steuerlichem Hintergrund.
Ein Makler in München hat mit einem Schild „Haus zu verschenken“ eine virale Welle ausgelöst und innerhalb kurzer Zeit rund 400 Anrufe generiert. Hintergrund ist kein Gratisangebot, sondern eine Verkaufsstrategie im Zuge einer Erbschaft. Das Objekt wurde vom Finanzamt mit 1,6 Millionen Euro bewertet, soll aber für 890.000 Euro verkauft werden. Dadurch reduziert sich die steuerliche Belastung für die Erben. Das Haus selbst wird dabei rechnerisch als „kostenlos“ betrachtet, da sich der Preis am Grundstück orientiert. Die Aktion führte zu enormer Reichweite, aber auch zu Missverständnissen. Ein Käufer wurde bereits gefunden.
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