09.04.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
WEG haftet bei verzögerten Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum
Unterlässt eine Eigentümergemeinschaft notwendige Maßnahmen, kann das teuer werden. Der BGH in einem Urteil präzisiert die Haftung bei Pflichtverletzungen und zeigt, wann ein Anspruch auf Schadensersatz entsteht.
Der Bundesgerichtshof stellt klar, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer für Pflichtverletzungen bei der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums haftet. Im konkreten Fall ging es um einen fehlenden zweiten Rettungsweg, der zur Untersagung der Nutzung einer Wohnung führte und Mietausfälle verursachte. Die geschädigte Partei klagte gegen auf Schadensersatz gegen die anderen Eigentümer. Zu Recht, wie die BGH-Richter urteilten. Entscheidend ist, ob die Gemeinschaft den Handlungsbedarf kannte oder hätte erkennen müssen und notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt hat. Die Pflicht umfasst auch die Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorgaben. Voraussetzung für Schadensersatz ist zudem, dass die Nutzung im Einklang mit der Teilungserklärung steht. Ein mögliches Mitverschulden des Eigentümers kann den Anspruch mindern. Das Landgericht muss nun klären, ob und wann die Gemeinschaft pflichtwidrig gehandelt hat.
Wohninvestoren setzen verstärkt auf Metropolen
Wohninvestoren richten ihre Strategien neu aus und konzentrieren sich stärker auf große Städte. Gleichzeitig gewinnen renditeorientierte Ansätze an Bedeutung, während ein bisher dominierendes Thema an Gewicht verliert.
Laut einer Umfrage von Cushman & Wakefield investieren rund 90 Prozent der Wohninvestoren in deutsche Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern. Besonders gefragt sind neben Core-Objekten zunehmend Core-plus- und Value-add-Strategien, bei denen durch gezielte Investitionen Wertsteigerungen im Bestand erzielt werden. Klassische Core-Investments verlieren leicht an Attraktivität. Parallel dazu nimmt die Bedeutung von ESG-Kriterien spürbar ab. Berlin, Hamburg und München zählen weiterhin zu den bevorzugten Standorten, gefolgt von weiteren großen Städten. Für die kommenden Monate erwarten Investoren moderat steigende Kaufpreise und Mietzuwächse von mindestens 2,5 Prozent in den wichtigsten Märkten.
Politik setzt falsche Schwerpunkte im Wohnungsmarkt
Steigende Mieten sorgen für politische Debatten und neue Regulierungsforderungen. Doch die eigentlichen Ursachen bleiben laut Handelsblatt-Kommentar oft unbeachtet, während entscheidende Maßnahmen weiter auf sich warten lassen.
Trotz bestehender Mietregulierung sind die Angebotsmieten in Großstädten in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. In einem Kommentar kritisiert die Autorin, dass politische Debatten zu stark auf Regulierung fokussiert sind und das strukturelle Problem des fehlenden Neubaus vernachlässigen. Als zentrale Ursachen gelten hohe Bau- und Finanzierungskosten, komplexe Vorschriften sowie langwierige Genehmigungsverfahren. Die geplante Reform des Baugesetzbuchs soll den Wohnungsbau erleichtern, etwa durch schnellere Verfahren und eine stärkere Gewichtung von Wohnbauprojekten. Ob diese Maßnahmen greifen, ist jedoch offen. Entscheidend sei, kurzfristig wirksame Impulse für mehr Neubau zu setzen, damit sich die Lage am Wohnungsmarkt spürbar entspannt.
Weiterlesen auf Handelsblatt.com
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Immer mehr Mieter von Armut bedroht
Die finanzielle Belastung durch Mieten nimmt weiter zu. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, wie stark sich die Situation für viele Haushalte verschärft und welche politischen Forderungen daraus entstehen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der von Armut bedrohten Mieter weiter gestiegen und liegt inzwischen bei 23,6 Prozent. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Besonders die steigenden Wohnkosten erhöhen das Risiko finanzieller Überlastung. In der politischen Debatte werden deshalb erneut Maßnahmen wie ein bundesweiter Mietendeckel gefordert, der Mieten in angespannten Märkten begrenzen soll. Zudem stehen Instrumente wie eine stärkere Gemeinnützigkeit im Wohnungsmarkt und staatlich geförderter Neubau im Fokus. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende soziale Brisanz des Mietmarktes.
Aktuelle Beiträge
e-learningFarming für Immobilienmakler
MagazinMarketing für Immobilienmakler: Wie Sie neue Kunden gewinnen