06.05.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Entwurf liegt vor: So sieht das neue Heizungsgesetz aus
Das Heizungsgesetz der Ampel soll ersetzt werden. Aus dem Ministerium von Katherina Reiche liegen nun erste Details zum Entwurf vor, der umfassende Änderungen für Eigentümer und Mieter vorsieht.
Das geplante Aus für fossil betriebene Heizkessel ab 2045 soll demnach entfallen. Kern der Reform ist die Abschaffung der Pflicht, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben. Stattdessen setzt die Regierung auf eine stufenweise Beimischung klimaneutraler Brennstoffe wie Biomethan oder Bioöl, die ab 2029 bei 10 Prozent beginnen und bis 2040 auf 60 Prozent steigen soll. Laut Entwurf sollen Bürger um rund fünf Milliarden Euro jährlich entlastet werden, die Wirtschaft um 2,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig wird die Kostenverteilung neu geregelt. Ab 2028 sollen CO₂-Preis, Netzentgelte und Aufschläge für klimafreundliche Brennstoffe zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden.
Ein Jahr Schwarz-Rot: Branche übt scharfe Kritik an Neubaupolitik
Ein Jahr nach Amtsantritt zieht die Bauministerin eine positive Bilanz. Vertreter der Immobilienwirtschaft sehen dagegen weiterhin erhebliche Hürden, die den Wohnungsbau bremsen.
Während Bundesbauministerin Verena Hubertz Fortschritte bei Förderung und Regulierung sieht, fällt die Bewertung der Branche deutlich kritischer aus. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland bemängelt, dass zentrale Maßnahmen wie Planungsbeschleunigung und Förderprogramme bislang kaum Wirkung entfalten. Hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie zusätzliche regulatorische Anforderungen bremsen den Neubau weiterhin. Die Verbände fordern unter anderem eine praxisnahe Ausgestaltung der steuerlichen Förderung, Anpassungen bei KfW-Programmen und rechtssichere Standards beim Gebäudetyp E. Zudem könnten staatliche Bürgschaften für Kredite ein wichtiger Hebel sein, um größere Wohnungsbauprojekte zu ermöglichen.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Umfrage offenbart deutliche Geschlechterunterschiede beim Immobilienkauf
Eine aktuelle Umfrage zeigt deutliche Unterschiede im Finanzverhalten von Männern und Frauen. Besonders beim Immobilienkauf zeigen sich Unsicherheiten, die Einfluss auf Entscheidungen und Beratungsbedarf haben.
Eine repräsentative Umfrage von Dr. Klein unter 2.157 Personen zeigt deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei Finanzwissen und Immobilienentscheidungen. Frauen schätzen ihre Kenntnisse deutlich geringer ein und fühlen sich seltener sicher bei finanziellen Fragen. Entsprechend treten sie beim Immobilienkauf häufiger gemeinschaftlich auf und suchen intensiver Beratung. Männer entscheiden häufiger allein, was auch mit höherem Einkommen und mehr Eigenkapital begründet wird. Unsicherheiten betreffen bei Frauen vor allem Themen wie Zinsen und Tilgung sowie die Angst vor finanzieller Überforderung. Besonders ausgeprägt ist die Zurückhaltung bei jungen Frauen, während mit zunehmendem Alter das Vertrauen in die eigenen Finanzentscheidungen steigt.
US-Kapital nimmt Speckgürtel deutscher Metropolen ins Visier
Amerikanische Investoren entdecken ein Segment, das in Deutschland bisher vor allem Eigennutzern gehörte. Für Bauträger könnten sich dadurch neue Finanzierungswege eröffnen.
Nach dem Kauf von 491 Reihenhäusern durch Goldman Sachs sondiert mit PGIM ein weiterer großer US-Investor den deutschen Markt für Einfamilienhäuser. Im Fokus stehen Neubau-Reihenhäuser in den Speckgürteln großer Metropolen, die nicht verkauft, sondern vermietet werden sollen. PGIM verweist auf hohe Nachfrage, geringe Bautätigkeit und robuste Vermietbarkeit. Für Bauträger kann das Modell interessant sein, weil Banken häufig Vorverkäufe verlangen, bevor Projekte finanziert werden. Großinvestoren können diese Quote sichern, erwarten dafür aber günstigere Einstiegspreise. Experten sehen Potenzial, verweisen aber auch auf Renditerisiken durch das deutsche Mietrecht. Laut Statistischem Bundesamt sind Ein- und Zweifamilienhäuser weiter überwiegend in privater Hand.
Weiterlesen auf Handelsblatt.com
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Aktuelle Beiträge
MagazinWarum Neubau ohne Marktkenntnis nicht klappt
MagazinImmobilienakquise: 5 Erfolgsfaktoren für mehr Aufträge
