11.05.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Studie warnt: Millionen künftigen Rentnern droht Wohnarmut
Die Renten vieler Babyboomer werden laut einer aktuellen Studie kaum zum Leben reichen. Gleichzeitig steigen die Wohnkosten weiter und verschärfen die Sorge vor Armut im Alter.
Laut einer Untersuchung des Pestel-Instituts im Auftrag der IG Bau werden rund 5,1 Millionen Babyboomer nach dem Berufsausstieg weniger als 800 Euro gesetzliche Rente im Monat erhalten. Das betrifft etwa 40 Prozent der geburtenstarken Jahrgänge, die zwischen 2026 und 2036 in Rente gehen. Als Gründe nennt die Studie niedrige Löhne und Phasen der Arbeitslosigkeit. Die IG Bau warnt, dass steigende Mieten viele Betroffene in Wohnarmut drängen könnten. Ihr Vorsitzender Robert Feiger fordert höhere Renten im unteren Bereich und mehr Neubau. Auch IW-Experte Michael Voigtländer sieht Handlungsbedarf, damit Baukosten sinken und mehr Wohnungen entstehen.
Immobilienkredite aus Boomjahren geraten unter Druck
Auslaufende Finanzierungen aus der Niedrigzinsphase setzen Banken und Investoren zunehmend unter Druck. Branchenexperten rechnen deshalb mit mehr Verkäufen notleidender Immobilienkredite.
Laut einem Whitepaper von 777 Capital Partners dürfte das Volumen notleidender Immobilienkredite in Deutschland steigen. Dabei handelt es sich um sogenannte Non Performing Loans (NPL), also Darlehen, bei denen Kreditnehmer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig nachkommen. Betroffen sind vor allem Finanzierungen aus den Jahren 2019 bis 2022, die häufig mit hohen Fremdkapitalanteilen abgeschlossen wurden. Höhere Zinsen, sinkende Immobilienwerte und hohe Baukosten erschweren nun die Refinanzierung. Zusätzlich erhöht der EU-weite NPL-Backstop den Druck auf Banken, problematische Kredite frühzeitig aus den Büchern zu nehmen. Besonders Gewerbeimmobilien und hoch fremdfinanzierte Projektentwicklungen gelten als gefährdet. Erste Verkäufe solcher Kreditpakete wurden bereits 2025 registriert.
Trotz geplanter Wahlfreiheit: Heizungsmarkt dreht sich Richtung Wärmepumpe
Mit der geplanten Novelle des Heizungsgesetzes will die Bundesregierung den Einbau neuer Gasheizungen weiterhin zulassen. Der Absatz von Wärmepumpen legt trotzdem kräftig zu.
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel. Damit wurden zuletzt mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Insgesamt fiel der Absatz von Heizungsanlagen laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie 2025 jedoch auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Gründe für die wachsende Popularität von Wärmepumpen sind laut Branchenverbänden unter anderem die Sorge vor steigenden Energiekosten und langfristig höhere Betriebskosten fossiler Heizsysteme. Eine Prognos-Studie im Auftrag mehrerer Wärmepumpenverbände zeigt zudem, dass Wärmepumpen trotz höherer Anschaffungskosten langfristig günstiger sein können als Gasheizungen. Vor allem steigende Gaspreise, CO₂-Kosten und Vorgaben der geplanten Novelle des Heizungsgesetzes verteuern demnach den Betrieb fossiler Anlagen.
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Berliner Mietenkataster könnte rechtlich scheitern
Berlin will mit einem neuen Mietenkataster gegen überhöhte Mieten vorgehen. Juristen sehen darin jedoch erhebliche verfassungsrechtliche Risiken und warnen vor möglichen Folgen für den Mietmarkt.
Der Berliner Senat plant ein Mietenkataster, in dem Vermieter Angaben zu Miethöhe und Wohnungsgröße machen müssen. Ziel ist es, Mietwucher und überhöhte Mieten leichter aufzudecken. Der Immobilienrechtler Olaf Schmechel von der Kanzlei GSK Stockmann hält den Entwurf jedoch für verfassungswidrig. Vermieter könnten gezwungen werden, Daten zu liefern, die später in Strafverfahren gegen sie verwendet werden. Bei verweigerter Auskunft drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Gleichzeitig sehen Experten die Gefahr, dass das Kataster unbeabsichtigte Folgen für den Markt haben könnte. Da die Datengrundlage deutlich umfangreicher wäre als beim bisherigen Mietspiegel, könnte auch die ortsübliche Vergleichsmiete steigen und damit neue Mieterhöhungen ermöglichen.
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