03.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bundesregierung setzt auf Neubau statt Enteignung
Die Bundesregierung stellt auch den Wohnungsmarkt in den Mittelpunkt ihres Reformprogramms. Geplant sind mehr Neubau, bessere Finanzierungsmöglichkeiten und ein gesetzliches Nein zu Enteignungen großer Wohnungsunternehmen.
Die Bundesregierung will mit ihrem 34 Punkte umfassenden Sofortprogramm auch den Wohnungsbau stärken. Geplant ist die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft des Bundes, die bezahlbare Wohnungen errichten und den sozialen sowie seriellen Wohnungsbau fördern soll, insbesondere in Regionen mit Wohnungsmangel. Zudem sollen ab Januar 2027 nationale Kapitalpuffer für Immobilienkredite entfallen, um Baufinanzierungen zu erleichtern und zusätzliche Investitionen zu ermöglichen. Gleichzeitig will die Koalition gesetzlich ausschließen, dass Bundesländer private Wohnungsbestände über Vergesellschaftung verstaatlichen können. Neue Regelungen zu Mieten oder direkte Entlastungen für Mieter sieht das Programm hingegen nicht vor.
Stimmung in der Wohnungswirtschaft hellt sich leicht auf
Die Stimmung in der Wohnungswirtschaft verbessert sich leicht. Während sich die Finanzierungssituation etwas aufhellt, bleiben Investitionen vor allem im Neubau durch hohe Kosten und schwierige Rahmenbedingungen gebremst.
Der aktuelle WOWI-GIX von Dr. Klein zeigt im dritten Quartal 2026 eine leichte Stimmungsaufhellung in der Wohnungswirtschaft. Der Gesamtindex steigt gegenüber dem Vorquartal geringfügig an, vor allem das Finanzierungsklima entwickelt sich etwas positiver. Dennoch berichten Wohnungsunternehmen weiterhin von strengeren Kreditvergaben, sinkenden Sicherheitenwerten und unsicheren Förderbedingungen. Das Investitionsklima bleibt nahezu unverändert auf mittlerem Niveau. Besonders im Neubau bremsen hohe Bau- und Finanzierungskosten, lange Bearbeitungszeiten sowie begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten neue Projekte. Investitionen in den Gebäudebestand werden dagegen weiterhin vergleichsweise stabil eingeschätzt.
Immer mehr Wohnungen entstehen im Bestand
Neuer Wohnraum entsteht immer häufiger durch Umbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Vor allem in dicht besiedelten Regionen gewinnt das Bauen im Bestand gegenüber dem klassischen Neubau an Bedeutung.
Der Greyfield Index 2026 zeigt, dass bundesweit mehr als 40 Prozent der Wohnungsbauaktivitäten auf Umbau, Umnutzung, Erweiterung und Revitalisierung bestehender Wohngebäude entfallen. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen entsteht sogar mehr als die Hälfte der neuen Wohnungen im Bestand. Besonders stark ist diese Entwicklung in dicht bebauten Innenstädten und Metropolregionen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern fällt der Anteil dagegen deutlich geringer aus, auch Hamburg liegt im bundesweiten Vergleich weit hinten. Grundlage des Greyfield Index sind Auswertungen von Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, die zwischen Neubau und Bauen im Bestand unterscheiden.
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