07.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnungsmarkt sucht Verwalter statt Projektentwickler
Der Arbeitsmarkt in der Immobilienbranche verändert sich. Gesucht werden vor allem Fachkräfte für den Gebäudebestand und neue Wohnformen. Gleichzeitig achten Unternehmen auf neue Fähigkeiten bei Bewerbern.
Laut der Markt- und Karrieretrendumfrage 2026 der Personalberatung Cobalt stellen Immobilienunternehmen vor allem Mitarbeiter für den Gebäudebestand ein. Besonders gefragt sind WEG- und Mietverwalter, technische Fachkräfte sowie Projektmanager für Sanierungen und Umbauten. Auch Investoren suchen Personal für studentisches Wohnen, Microliving, Boarding Houses und Seniorenwohnen. Projektentwickler werden dagegen deutlich seltener gesucht. Bei Bewerbungen zählen neben Fachwissen immer stärker Lernbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und der sichere Umgang mit KI. Außerdem erwarten viele Bewerber mehr Offenheit bei Gehältern. Laut Cobalt wird eine transparente Vergütung immer wichtiger, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.
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Sylt vor Tegernsee: Das sind Deutschlands teuerste Ferienregionen
Wer ein Ferienhaus in Deutschland am Meer oder mit Alpenblick kaufen will, braucht ein großes Budget. Eine aktuelle Auswertung zeigt, wo die Preise besonders hoch sind und wie groß die Unterschiede zwischen den Regionen inzwischen ausfallen.
Eine Auswertung von immowelt zu den durchschnittlichen Angebotspreisen von Häusern in 68 deutschen Ferienorten zeigt erhebliche Preisunterschiede. Spitzenreiter ist Kampen auf Sylt mit durchschnittlich 24.327 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von weiteren Sylter Gemeinden sowie Norderney. In den Bergen führt Rottach-Egern am Tegernsee das Ranking mit 12.684 Euro pro Quadratmeter an. Besonders exklusive Objekte werden auf Sylt und am Tegernsee für bis zu knapp 10 Millionen Euro angeboten. Gleichzeitig gibt es deutlich günstigere Ferienregionen. An der Wurster Nordseeküste oder im Allgäu liegen die Angebotspreise teils um ein Vielfaches niedriger.
Wohninvestoren setzen wieder auf Bestandsimmobilien
Der Markt für Wohninvestments kommt langsam wieder in Bewegung. Institutionelle Investoren setzen vor allem auf Bestandsimmobilien mit stabilen Mieterträgen und blicken vorsichtig optimistisch auf die zweite Jahreshälfte.
Der deutsche Wohninvestmentmarkt zeigt laut Auswertungen mehrerer Maklerhäuser erste Anzeichen einer Erholung. Zwar lag das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2026 noch leicht unter dem Vorjahresniveau, die Zahl der Abschlüsse und die Aktivität nahmen zuletzt jedoch zu. Besonders gefragt sind Bestandsobjekte mit verlässlichen Mieterträgen sowie geförderter und bezahlbarer Wohnraum. Große Portfolioverkäufe bleiben selten, stattdessen dominieren mittelgroße Einzeltransaktionen. Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Marktbeobachter mit einer weiteren Belebung. Rückenwind könnten unter anderem politische Maßnahmen für den Wohnungsbau sowie eine wachsende Pipeline laufender Transaktionen bringen.
Wohnungswirtschaft warnt vor Kollaps beim Neubau
Der Wohnungsneubau kommt weiter nicht in Schwung. Selbst die sozialorientierte Wohnungswirtschaft fährt ihre Neubauaktivitäten deutlich zurück und sieht dringenden politischen Handlungsbedarf.
Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) rechnet für 2026 mit nur noch rund 200.000 fertiggestellten Wohnungen, obwohl der jährliche Bedarf bei etwa 320.000 liegt. Ursache sind laut Verband vor allem hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie steigende Investitionen in den Gebäudebestand, die Mittel für Neubauten binden. Die Neubauinvestitionen der GdW Unternehmen sollen 2026 um rund 26 Prozent auf 6 Milliarden Euro sinken. Der Verband fordert schnellere Genehmigungen, niedrigere Baukosten und einfachere Baustandards. Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Senkung der Baukosten angekündigt.
Hitzewellen verändern den Wohnungsbau
Längere Hitzewellen stellen viele Wohngebäude vor neue Herausforderungen. Experten sehen vor allem beim Bauen und Sanieren großen Handlungsbedarf. Klimaanlagen sind dabei nicht die wichtigste Lösung.
Nach Einschätzung von Experten sind viele Wohngebäude in Deutschland nicht auf häufige und lange Hitzeperioden ausgelegt. Professor Thomas Auer von der TU München empfiehlt, Gebäude mit besserem Sonnenschutz, weniger großen Fensterflächen und geeigneten Baumaterialien hitzefester zu machen. Auch Wärmepumpen können im Sommer zum Kühlen genutzt werden. Natürliche Materialien wie Lehm und Holz sowie begrünte Innenhöfe können das Raumklima zusätzlich verbessern. Klimaanlagen sollten dagegen nur eine Ergänzung sein, da sie viel Energie verbrauchen und das Klima zusätzlich belasten können. Die steigenden Temperaturen erhöhen damit auch den Druck auf Eigentümer und die Wohnungswirtschaft, Gebäude an den Klimawandel anzupassen.
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