22.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bund kürzt Heizungsförderung: Neue BEG-Regeln gelten ab sofort
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurde reformiert. Seit dem 21. Juli gelten niedrigere Zuschläge für den Heizungstausch. Eigentümer mit bereits eingereichten Anträgen können unter bestimmten Voraussetzungen noch von den alten Konditionen profitieren.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte die Reform am 8. Juli beschlossen. Die Grundförderung für den Heizungstausch liegt weiterhin bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten, der Höchstbetrag für die erste Wohneinheit sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 750 Euro. Einkommensschwache Haushalte und Familien mit minderjährigen Kindern erhalten zusätzliche Boni. Der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent wird ebenfalls schrittweise reduziert, ein neuer Wertschöpfungsbonus für in der EU gefertigte Wärmepumpen soll 2027 eingeführt werden. Auch die Förderung energieeffizienter Sanierungen fällt künftig geringer aus, die Tilgungszuschüsse sinken um zehn Prozentpunkte. Zuständig bleiben die KfW für die Heizungsförderung und das BAFA für weitere Effizienzmaßnahmen.
ANZEIGE

Mehr Baufinanzierungs-Anfragen mit exklusiven Single-Leads
Schluss mit dem stressigen Wettrennen um Kunden! Verdienen Ihre Abschlüsse nicht Ihre volle Aufmerksamkeit? Sichern Sie sich verifizierte und qualifizierte Single-Leads, die zu 100 % exklusiv an Sie gehen. Weil Ihre Expertise ungeteilten Fokus verdient.
Postbank-Studie: Kaufen ist in 59 Regionen günstiger als Mieten
In immer mehr deutschen Regionen lohnt sich der Immobilienkauf finanziell stärker als die Miete. Die Einkommensbelastung durch Wohnkosten ist sowohl bei Käufern als auch bei Mietern gesunken. Besonders große Unterschiede zeigen sich zwischen Metropolen und ländlichen Gebieten.
Laut dem Postbank Wohnatlas 2026, einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), ist der Kauf einer Bestandswohnung in 59 von 400 untersuchten Regionen günstiger als die Miete. Käufer wendeten 2025 im Schnitt 17,2 Prozent des Haushaltseinkommens für die Finanzierung einer 70-Quadratmeter-Wohnung auf, nach 18,4 Prozent im Vorjahr. Mieter zahlten durchschnittlich 13,5 Prozent ihres Einkommens für die Nettokaltmiete. Am teuersten für Käufer ist der Landkreis Nordfriesland mit 45,7 Prozent, gefolgt von München mit 41 Prozent. Bei den Mieten führen Berlin und München mit jeweils 24,5 Prozent die Rangliste an. Insgesamt hat sich die finanzielle Belastung für Käufer und Mieter gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.
Volkswagen prüft Verkauf seiner Immobiliensparte
Volkswagen zieht offenbar den Verkauf seiner Immobilientochter VW Immobilien in Erwägung. Das Unternehmen verwaltet in Wolfsburg fast 9.500 Wohnungen und mehr als 100 Gewerbeimmobilien. Eine Entscheidung über die künftige Portfoliostruktur steht laut Konzern noch aus.
VW-Kommunikationschef Pietro Zollino bestätigte gegenüber der Immobilien Zeitung, dass über das Beteiligungsportfolio diskutiert werde, wollte einen möglichen Verkauf aber weder bestätigen noch dementieren. VW Immobilien verwaltet knapp 9.500 Wohneinheiten und 118 Gewerbeimmobilien und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 199,6 Millionen Euro sowie einen Überschuss von 16,9 Millionen Euro. Das Anlagevermögen liegt bei gut einer Milliarde Euro, der weltweite Immobilienbesitz des Konzerns wird auf über 35 Milliarden Euro beziffert. Bereits im Januar hatte VW 432 Wohnungen im Stadtteil Westhagen verkauft, der Erlös floss in Sanierung und Neubau. Eine Entscheidung über weitere Verkäufe wird laut Konzern in den kommenden Wochen oder Monaten erwartet.
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
München: Architekt schenkt Millionengrundstück für Sozialwohnungen
Ein Münchner Architekt hat sein rund zehn Millionen Euro teures Grundstück einer gemeinnützigen Stiftung übertragen. Auf dem Gelände sollen bis zu 30 Wohnungen für Pflegekräfte, Familien und Studierende entstehen. Der Vertrag schließt einen Verkauf für die kommenden 60 Jahre aus.
Der 89 Jahre alte Otto Gugger und seine Schwester übertrugen das 1934 erbaute Grundstück im Stadtteil Großhadern an die Stiftung Daheim im Viertel, die sich gegen hohe Mietpreise in München engagiert. Beide sind kinderlos und behalten ein lebenslanges Wohnrecht im Haus. Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen laut Stiftung 25 bis 30 Wohnungen entstehen, 70 Prozent davon für etwa 13 Euro pro Quadratmeter, deutlich unter den aktuellen Münchner Neubaumieten von rund 25 Euro. Das rund acht Millionen Euro teure Projekt soll unter anderem durch zwei Millionen Euro Spenden finanziert werden. Baustart könnte 2027 sein, erste Bewohner sollen Ende 2028 einziehen.
Start-up entwickelt Wärmepumpe ohne Kompressor
Ein Freiburger Start-up hat eine kompressorfreie Kühltechnik entwickelt, die ohne brennbare oder klimaschädliche Kältemittel auskommt. Das Verfahren soll effizienter arbeiten als herkömmliche Systeme. Bis zur Marktreife für Wärmepumpen dürfte es jedoch noch Jahre dauern.
Das Unternehmen Qurie aus Freiburg ersetzt den klassischen Kompressor durch elektrokalorische Heatpipes, in denen sich Kunststoffe bei Stromfluss erwärmen und Wasser als Kältemittel verdampfen lassen. Nach eigenen Angaben soll das System einen Wirkungsgrad von 70 Prozent erreichen, aktuelle Wärmepumpen liegen bei etwa 50 Prozent. Zunächst will sich das Start-up auf die Kühlung von Schaltschränken und Supermarktkühlungen konzentrieren, erste Pilotprodukte sind für 2028 geplant. Für den Einsatz in Wohngebäuden müsste die Leistung deutlich erhöht werden. Wärmepumpenforscher Marek Miara rechnet frühestens in fünf bis zehn Jahren mit ersten Prototypen für Häuser und sieht die theoretischen Vorteile durch die schnelle Weiterentwicklung klassischer Kompressor-Wärmepumpen schrumpfen.
Aktuelle Beiträge
MagazinWie Immobilienmakler Preisgespräche souverän führen
MagazinIst das Ende des Verkäufermarkts bereits in Sicht?