28.07.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bauzinsen steigen über vier Prozent
Immobilienkäufer sehen sich derzeit mit spürbar höheren Finanzierungskosten konfrontiert. Gleichzeitig bieten sich am Markt teils günstigere Kaufpreise als in den Vorjahren. Wie sich beide Effekte gegenseitig beeinflussen und worauf Käufer jetzt achten sollten.
Grund für die steigende Zinslast ist die wachsende Konkurrenz am Kapitalmarkt. Der Staat tritt dort selbst als Kreditnehmer auf und treibt damit das allgemeine Zinsniveau nach oben. Carsten Zimmermann vom Bundesverband Baufinanzierung rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit einem Korridor zwischen 3,8 und 4,0 Prozent, mit Schwankungen von etwa 0,2 Prozentpunkten in beide Richtungen. Er rät zu einer realistischeren Kalkulation der Gesamtkosten. Häufig würden Kaufnebenkosten sowie Ausgaben für anstehende Sanierungen unterschätzt. Zwar seien die reinen Kaufpreise vielerorts gesunken, doch die zusätzlichen Kostenblöcke dürften nicht vernachlässigt werden. Für private Käufer und Investoren wird damit eine flexible Finanzierungsstrategie wichtiger.
ANZEIGE

Neu auf immowelt impuls: Objektfotos mit ChatGPT bearbeiten – so geht’s!
Ein dunkles Innenraumfoto, schlechter Weißabgleich, Schatten auf der Fassade: Viele Makler kennen das Problem. Das Foto neu machen kostet Zeit und oft Geld.
ChatGPT Image 2 löst das Problem in wenigen Sekunden. Wie das gelingt, zeigt Ihnen Nilas Möllenkamp auf immowelt impuls!
Bonus für Sie: Nilas Möllenkamp teilt seine bewährten Prompts mit Ihnen – Sie können diese direkt kopieren und ausprobieren.
Weniger staatliche Hilfe: Netzentgelte könnten 2027 steigen
Bislang dämpft ein staatlicher Zuschuss die Kosten für Stromnetze spürbar. Im kommenden Jahr wird dieser Zuschuss jedoch gekürzt. Für Haushalte und Betriebe könnte das spürbare Mehrkosten bedeuten.
Nach dem Entwurf der Bundesregierung soll der Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten im Jahr 2027 bei rund 5,5 Milliarden Euro liegen, nach 6,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Das entspricht einer Kürzung von knapp 15 Prozent. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox könnte ein Wegfall von einer Milliarde Euro die durchschnittlichen Netzentgelte für Haushalte um mehr als drei Prozent steigen lassen, was die gesamten Strompreise um etwa ein Prozent erhöhen würde. Ein Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden müsste demnach mit rund zwölf Euro Mehrkosten pro Jahr rechnen. Der Branchenverband BDEW fordert als Ausgleich eine Senkung der Stromsteuer.
BASF setzt Verkauf von 3.300 Wohnungen aus
Ein millionenschweres Immobilienpaket sollte eigentlich den Eigentümer wechseln. Nun hat sich der Verkäufer anders entschieden. Die Gründe liegen im aktuellen Marktumfeld sowie in den eingegangenen Angeboten.
Der Chemiekonzern BASF hat den im Februar 2026 angekündigten Verkauf eines Teils seines Wohnungsbestands ausgesetzt. Betroffen ist ein Gesamtpaket aus 3.300 Mietwohnungen der Tochtergesellschaft BASF Wohnen und Bauen. Der separate Verkauf von 1.100 einzelnen Eigentumswohnungen läuft dagegen weiter. Trotz zahlreicher Gespräche mit Interessenten und grundsätzlich hoher Nachfrage kam BASF zu dem Schluss, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt kein angemessener Preis erzielen lässt. Als Grund nennt das Unternehmen veränderte Bedingungen am Immobilien- und Kapitalmarkt sowie ein neues Zinsumfeld. Der Konzern beobachtet zunächst die weitere Marktentwicklung.
Größte Flusswärmepumpe Europas soll 50.000 Haushalte heizen
In Köln startet der Bau einer besonders großen Anlage zur Wärmegewinnung aus Flusswasser. Sie soll künftig einen erheblichen Teil der städtischen Fernwärme liefern.
Der Energieversorger Rheinenergie errichtet am Rhein eine Flusswasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 150 Megawatt, die als größte Anlage ihrer Art in Europa gilt. Für rund 280 Millionen Euro entsteht eine Anlage, die dem Rhein Wärme entzieht und sie in das Fernwärmenetz für die Kölner Innenstadt einspeist. Bund und EU fördern das Vorhaben mit etwa 100 Millionen Euro. Ab 2028 soll die Anlage bis zu 50.000 Haushalte versorgen und jährlich mindestens 100.000 Tonnen Treibhausgase einsparen. Da die Wärmepumpe nur bei günstigem Strompreis läuft, ergänzen weiterhin zwei Gaskraftwerke die Wärmeversorgung. Umweltverbände wie Nabu und BUND weisen zugleich auf mögliche Folgen für Flussökosysteme hin.
Aktuelle Beiträge
e-learningMandate regelmäßig gewinnen – Akquise, Verhandlung und Abschluss


