17.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bauzinsen verharren bei 4 Prozent
Bei Immobilienfinanzierungen zeichnet sich kurzfristig kaum Entspannung ab. Marktexperten erwarten zunächst weitgehend stabile Konditionen, für die kommenden Monate werden die Aussichten jedoch unsicherer.
Anfang August liegen die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen laut Interhyp bei rund 4 Prozent. Für die kommenden ein bis zwei Monate rechnen 67 Prozent der im monatlichen Bankenpanel befragten Marktexperten mit gleichbleibenden Zinsen. Knapp ein Drittel hält leichte Rückgänge für möglich. Bis zum Jahresende verändert sich das Bild. Die Hälfte der Experten erwartet dann steigende Bauzinsen, 33 Prozent rechnen mit einer Seitwärtsbewegung und knapp 17 Prozent mit sinkenden Konditionen. Als wichtigen Einflussfaktor nennt das Panel die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Wegen anhaltender Inflationsrisiken rechnen Marktteilnehmer mit einer weiteren Leitzinserhöhung und entsprechend wenig Spielraum für deutlich sinkende Bauzinsen.
Neue 10-Jahres-Fristen erhöhen Steuerdruck bei Immobilien
Für Immobilieninvestoren werden langfristige Steuerfristen immer wichtiger. Besonders bei Sonderabschreibungen, Verkäufen und Umstrukturierungen können Verstöße rückwirkende Belastungen auslösen und geplante Transaktionen deutlich verteuern.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Regelungen mit weitreichenden Folgen für Immobiliengeschäfte. Bei der Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau nach § 7b EStG muss die geförderte Wohnung über den vorgeschriebenen Nutzungszeitraum vermietet bleiben. Ein Verkauf ist laut Beitrag möglich, sofern auch der Erwerber die Voraussetzungen erfüllt. Bei der Grunderwerbsteuer wurden relevante Behaltensfristen von fünf auf zehn Jahre verlängert, bei bestimmten Anteilserwerben gilt sogar eine 15-jährige Vorbehaltensfrist. Die Spekulationsfrist für private Immobilienverkäufe bleibt dagegen unverändert. Zusätzlich verweist der Beitrag auf längere Abwicklungszeiträume bei Immobilienfonds und erweiterte Möglichkeiten bei der § 6b-Rücklage. Für Investoren gewinnen deshalb Fristenkontrolle und frühzeitige Steuerplanung an Bedeutung.
Hitzestress wird zum Standortfaktor für Immobilien
Extremhitze gewinnt für Eigentümer, Investoren und Bestandshalter an Bedeutung. Wie stark ein Standort betroffen ist, hängt unter anderem von Versiegelung, Grünflächen und Verschattung ab.
Zwei aktuelle Untersuchungen zeigen deutliche Unterschiede zwischen deutschen Städten. Die Deutsche Umwelthilfe hat 195 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern nach Versiegelung, Grünflächen, Oberflächentemperatur und Bevölkerungsdichte untersucht. Wüest Partner analysierte zusätzlich das Hitzerisiko auf Stadt- und Quartiersebene. Besonders belastet sind demnach Teile der Rhein-Neckar-Region und des Oberrheins, darunter Mannheim und Ludwigshafen. Kiel schneidet dagegen besonders gut ab, auch Wuppertal gehört bei der Deutschen Umwelthilfe zur Spitzengruppe. Für Immobilieninvestoren wird die Klimaresilienz damit zunehmend relevant. Nach einer Prognos-Studie aus dem Jahr 2025 sind 11,2 Millionen Gebäude in Deutschland unzureichend auf zunehmende Hitze vorbereitet.
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Berlin: Breites Bündnis macht Front gegen Enteignungen
Vor der Wahl in Berlin formiert sich massiver Widerstand aus der Wirtschaft gegen die geforderte Enteignung großer Immobilienkonzerne. Eine branchenübergreifende Plakatkampagne warnt vor Standortnachteilen, während die Koalition im Bund Verstaatlichungen stoppen will.
Die Berliner Wirtschaft geht mit einer 80.000 Euro teuren Plakatkampagne gezielt gegen die unter anderem von den Linken geforderte Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen mit mehr als 3.000 Wohnungen vor. Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis aus Handwerk, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Gastronomie, Banken und Handel. Die Verbände befürchten gravierende Verunsicherungen bei Investoren und Risiken für den Wirtschaftsstandort. Während die Linke das Vorhaben zur Bedingung für Koalitionsverhandlungen macht und sich auf den Volksentscheid beruft, lehnen Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sowie das Berliner Abgeordnetenhaus weitere Vergesellschaftungen ab. Auf Bundesebene plant die Koalition zudem ein gesetzliches Verbot zur Verstaatlichung von Mietwohnungen.
Fitness-Influencer wegen Immo-Deals festgenommen
Gegen den Unternehmer und Fitness-Influencer Karl Ess wird wegen des Verdachts auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug im Zusammenhang mit Immobilien- und Finanzierungsvermittlungen ermittelt. Seit dem Wochenende sitzt er in Untersuchungshaft. Es steht der Vorwurf des Immobilienbetrugs im Raum.
Nach übereinstimmenden Medienberichten wird Ess von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass im Vermittlungsprozess von Immobilien mutmaßlich gefälschte Unterlagen an Banken übermittelt wurden. Die Festnahme des Fitness-Influencer wirft ein Schlaglicht auf Risiken bei der Vermittlung von Objekten und Finanzierungen. Betroffenen Käufern drohen finanzielle Schäden, während Beteiligte mit zivilrechtlichen Haftungsansprüchen rechnen müssen.
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