19.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Mietrenditen: B-Städte schlagen Top-Metropolen
Aufgrund moderat steigender Kaufpreise und kontinuierlich wachsender Mieten gewinnt der Erwerb von Mietwohnungen als Kapitalanlage an Attraktivität. Ein aktueller Renditeatlas zeigt, wo Vermieten besonders lukrativ ist.
Der Mietrenditeatlas des Finanzierungsvermittlers Baufi24 zeigt eine Verbesserung der durchschnittlichen Mietrendite für Wohnimmobilien in 52 deutschen Städten auf 4,17 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Ursache hierfür ist das stärkere Wachstum der Angebote für Neuvermietungen mit einem Plus von 2,1 Prozent gegenüber einem leichten Kaufpreisanstieg von 0,3 Prozent. Während die Top-7-Metropolen aufgrund ihres hohen Preisniveaus Renditen zwischen 3,0 und 3,99 Prozent aufweisen, führen B-Städte wie Chemnitz mit 5,77 Prozent sowie Wuppertal und Mönchengladbach das Ranking an. Experten betonen, dass hohe rechnerische Werte in strukturschwächeren Standorten oft mit höheren Leerstandsrisiken einhergehen.
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Baugenehmigungen: Kräftiger Zuwachs im ersten Halbjahr
In den ersten sechs Monaten verzeichnet der deutsche Wohnungsbau einen deutlichen Zuwachs bei den Baugenehmigungen. Mit einem Plus von 15,1 Prozent auf 126.300 Einheiten meldet die Branche den stärksten Anstieg seit zehn Jahren – allerdings auch auf aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus.
Besonders kräftig stiegen die Genehmigungen bei Zweifamilienhäusern mit einem Plus von 27,3 Prozent, gefolgt von Mehrfamilienhäusern mit 16,9 Prozent und Einfamilienhäusern mit 12,7 Prozent. Allein im Juni lag das Plus bei 13,8 Prozent auf 21.600 Einheiten. Bundesbauministerin Verena Hubertz führt die Entwicklung auf staatliche Förderprogramme und Erleichterungen im Baugesetzbuch zurück, kündigt jedoch weitere Mittel für den sozialen Wohnungsbau an.
Niedrigwasser: Dürre treibt Baustoffpreise
Anhaltende Trockenheit und Rekord-Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen erschweren den Transport grundlegender Baustoffe. Durch reduzierte Schiffsladungen steigen die Transportkosten, was Bauprojekte verteuert und Zeitpläne im Wohnungsbau gefährdet.
Die Pegelstände von Rhein, Main, Elbe oder Donau sind stark zurückgegangen. Binnenschiffe müssen ihre Ladekapazitäten daher stark reduzieren, um den Tiefgang zu verringern. Somit verteuern und verzögern sich Lieferungen von Baumaterialien wie Sand, Kies, Split und Bitumen. Branchenverbände wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Verband Baugewerblicher Unternehmer Hessen warnen vor steigenden Logistikkosten und vereinzelten Engpässen bei Bauprojekten. Eine Ausweichung auf Straße oder Schiene ist meist teuer und nur begrenzt möglich. Der Transportengpass trifft die Branche in einer Phase bereits hoher Baukosten und rückläufiger Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau.
Studentenbuden: Rekordnachfrage und stabile Renditen
Der deutsche Markt für privates Studentenwohnen verzeichnet ein starkes Wachstum und steigendes Investoreninteresse. Getrieben von einer Rekordzahl internationaler Studierender wandelt sich das Segment zunehmend von einem entwicklungs- zu einem portfoliobasierten Markt.
Eine aktuelle Studie von JLL belegt den Boom im Bereich des sogenannten Purpose-Built Student Accommodation (PBSA). Im ersten Halbjahr 2026 lag das Transaktionsvolumen bei rund 200 Millionen Euro, während sich Portfoliotransaktionen im Wert von etwa zwei Milliarden Euro in Verhandlung befinden. Wesentlicher Treiber sind die 469.500 internationalen Studierenden in Deutschland, die voll möblierte All-inclusive-Angebote bevorzugen. Während sich das Mietwachstum in den sieben Metropolen auf durchschnittlich 2,9 Prozent verlangsamte, verengte sich der Renditespreiz zu Prime-Wohnimmobilien auf 75 bis 85 Basispunkte bei stabilen Anfangsrenditen von 4,1 bis 4,4 Prozent. Neben primären Standorten gewinnen auch ausgewählte B-Städte für Investoren an Attraktivität.
Erbengemeinschaft: Warum Teilungsversteigerungen selten Konflikte lösen
Wenn sich Erbengemeinschaften bei der Verwertung von Nachlassimmobilien uneinig sind, wird häufig eine Teilungsversteigerung beantragt. Experten warnen jedoch vor hohen Kosten, finanziellen Einbußen unter Marktwert sowie anschließenden Rechtsstreits.
Laut Daten des Center for Real Estate Studies stieg die Gesamtzahl der Zwangsversteigerungen, wobei Teilungsversteigerungen einen Anteil von 32 Prozent ausmachten. Rechtsexperten betonen, dass die Versteigerung von Immobilien aus Erbengemeinschaften finanziell oft nachteilig ist. Neben Gerichts- und Gutachterkosten droht ein Zuschlag unter dem eigentlichen Marktwert. Zudem endet der Konflikt selten mit dem Versteigerungstermin, da Streitigkeiten über Ausgaben oder Pflegeleistungen häufig in langwierige Erlösverteilungsklagen münden. Experte Franz-Ludwig Kopinski empfiehlt daher, Grundbuchrechte vorab zu bereinigen und nach Möglichkeit außergerichtliche Einigungen wie Mediationen anzustreben.
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