28.08.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Gutachten hält linken Mietendeckel für zulässig
Die Linke legt einen neuen Plan zur Begrenzung von Mieten vor. Ein Rechtsgutachten sieht dafür verfassungsrechtlichen Spielraum. Besonders weitreichend ist der vorgesehene Eingriff in bestehende und neue Mietverträge.
Das zweistufige Konzept sieht zunächst einen Mietenstopp in angespannten Märkten und anschließend lokal berechnete Mietobergrenzen vor. Nach Angaben der Linken könnten Wiedervermietungsmieten in Berlin dadurch halbiert und in Frankfurt um ein Drittel gesenkt werden. Auch bestehende Mieten sollen abgesenkt werden können, wenn sie über der vorgesehenen Obergrenze liegen. Ein Gutachten des Regensburger Rechtsprofessors Thorsten Kingreen hält solche Regelungen trotz der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes grundsätzlich für zulässig und verweist auf die Sozialbindung von Wohneigentum. Vorgesehen sind Ausnahmen für entspannte Märkte, Härtefallregelungen und Übergangsfristen für Neubauten. CDU und Immobilienwirtschaft warnen hingegen vor negativen Folgen für Neubau, Sanierungen und Investitionen.
Fernwärme-Reform: Vermieter sollen Investitionskosten umlegen dürfen
Die Bundesregierung stellt die Fernwärme neu auf und plant mehr Transparenz bei Preisen sowie stärkeren Verbraucherschutz. Für Vermieter besonders relevant ist eine neue Möglichkeit, Investitionskosten teilweise umzulegen.
Das Kabinett hat die Eckpunkte für ein neues Wärmenetzgesetz beschlossen. Künftig sollen Preisänderungen nachvollziehbarer werden, eine zentrale Preistransparenzplattform entstehen und eine Bundesbehörde die Preisaufsicht übernehmen. Zudem ist eine Schlichtungsstelle für Verbraucher vorgesehen. Für Vermieter besonders wichtig ist die geplante Anpassung des Kostenneutralitätsgebots. Bei Investitionen in die Modernisierung oder Erneuerung von Heizungsanlagen sollen sie einen Teil der Kosten auf Mieter umlegen können. Geplant ist eine Begrenzung auf monatlich 50 Cent je Quadratmeter Wohnfläche. Das soll auch beim Wechsel von Gasetagenheizungen auf Fern- oder Nahwärme gelten. Der Mieterbund warnt deshalb vor zusätzlichen Belastungen.
EZB erwägt nächste Zinserhöhung im September
Die Inflation liegt weiter deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank. Führende Währungshüter halten deshalb eine weitere Zinserhöhung bereits im September für möglich.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel spricht sich angesichts der anhaltend hohen Inflation für einen höheren Leitzins aus. Beim derzeitigen Niveau sei es unwahrscheinlich, dass die Teuerung mittelfristig auf das Ziel von 2 Prozent zurückkehre. Nach Informationen von Reuters halten auch weitere führende EZB-Vertreter einen Zinsschritt für dringlich. Im Gespräch ist eine Anhebung von derzeit 2,25 auf 2,50 Prozent. Die EZB hat die Angaben bislang nicht bestätigt. Die nächste Zinsentscheidung fällt am 10. September. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins im Juni erhöht. Höhere Zinsen verteuern grundsätzlich Kredite für Verbraucher und Unternehmen und können damit auch Finanzierungen am Wohnungsmarkt belasten.
Investoren kehren zurück: Wohnimmobilien werden wieder attraktiver
Nach Jahren der Zurückhaltung steigt das Interesse institutioneller Anleger am deutschen Wohnungsmarkt wieder. Gesunkene Kaufpreise und weniger Konkurrenz bei größeren Transaktionen schaffen neue Chancen für kapitalstarke Investoren.
Vor allem ausländische Investoren kehren nach Deutschland zurück, berichtet MEAG Geschäftsführer Stefan Haas. Käufer und Verkäufer finden nach der Zinswende wieder besser zusammen. Während früher häufig das 38 bis 40 Fache der Jahresmiete als Kaufpreis angesetzt wurde, liegt der Faktor inzwischen meist bei 28, bei besonders guten Objekten bei 30. Zusätzlich erhöht die Krise offener Immobilienfonds das Angebot. Laut Barkow Consulting flossen aus den knapp 30 in Deutschland zugelassenen Fonds binnen drei Jahren rund 14 Milliarden Euro ab. Bei großen Transaktionen nimmt zudem die Zahl der Mitbewerber ab. Gefragt bleiben vor allem energieeffiziente Objekte in Städten mit langfristig starkem Bevölkerungswachstum.
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