07.09.2026
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Wohnnebenkosten steigen deutlich stärker als die Inflation
Nicht nur Mieten und Kaufpreise belasten Wohnkosten, auch Gebühren für Wasser, Abwasser und Müll ziehen kräftig an. Ein neuer Vergleich zeigt, wie groß die Unterschiede zwischen den Bundesländern inzwischen ausfallen.
Ein Vergleich des Bundes der Steuerzahler für die 16 Landeshauptstädte zeigt, dass die Wohnnebenkosten 2026 im Schnitt um 3,7 Prozent gestiegen sind, deutlich stärker als die allgemeine Inflation von 2,1 Prozent. Besonders kräftig legten Trinkwasser-, Schmutzwasser- und Abfallgebühren zu. Als Gründe nennt der Verband kommunaler Unternehmen unter anderem gestiegene Energie- und Personalkosten sowie CO2-Kosten bei der Müllverbrennung. Spitzenreiter ohne Grundsteuer ist Potsdam mit 1.985 Euro jährlich für einen Musterhaushalt, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am günstigsten schneidet Kiel mit 1.251 Euro ab. Bezieht man die Grundsteuer ein, führt Stuttgart das Ranking an. Immobilienökonom Michael Voigtländer und Haus-&-Grund-Präsident Kai Warnecke fordern angesichts der Entwicklung mehr Transparenz bei der kommunalen Gebührenkalkulation.
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Hausverwaltungen am Limit: Bürokratie und schwierige Eigentümer treiben Branche in die Enge
Immer mehr Hausverwaltungen fühlen sich überlastet und ziehen sich von aufwendigen Objekten zurück. Wachsende Bürokratie und rauer werdende Eigentümerversammlungen machen den Beruf zunehmend unattraktiv, während junge Quereinsteiger vereinzelt neue Chancen sehen.
Eine bundesweite Befragung des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland zeigt, dass sich mehr als 60 Prozent der Hausverwaltungen überlastet fühlen und 57 Prozent planen, sich von zeitaufwendigen Objekten zu trennen. Kaum jemand ist bereit, neue Verwaltungen zu übernehmen, insbesondere kleine Wohnungseigentümergemeinschaften finden zunehmend schwer einen Verwalter. Gründe sind unter anderem ständig neue gesetzliche Vorgaben, ein sich verschärfender Fachkräftemangel sowie ein teils rauerer Umgangston bei Eigentümerversammlungen. Gleichzeitig entstehen neue, stark digitalisierte Verwaltungen, während bestehende Anbieter zunehmend von größeren Gruppen aufgekauft und später weiterverkauft werden. Bleiben kleinere Gemeinschaften ohne Verwalter, drohen laut Experten Handlungsunfähigkeit und im Zweifel eine gerichtliche Bestellung eines Verwalters. Einzelne junge Quereinsteiger wie der 22-jährige Immobilienkaufmann Jonas Strohschneider vom Tegernsee nutzen die Marktlücke jedoch erfolgreich für eine Neugründung.
Gen Z und Millennials setzen beim Eigenheimkauf auf sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien
Steigende Preise, hohe Zinsen und strengere Banken erschweren jungen Käufern den Immobilienerwerb. Eine neue Studie zeigt, wie sich Gen Z und Millennials trotzdem den Traum vom Eigenheim erfüllen.
Junge Käufer setzen laut einer Analyse von Europace zunehmend auf alte, sanierungsbedürftige Häuser statt auf Neubauten. Bei den unter 25-Jährigen hat mehr als ein Drittel der gekauften Immobilien eine schlechte Energieeffizienzklasse, im Schnitt sind die Häuser über 60 Jahre alt. Der Hauptgrund ist der Preis: Ältere Objekte sind deutlich günstiger als Neubauten und daher auch mit weniger Eigenkapital erschwinglich. Viele junge Käufer planen die Sanierung direkt mit ein, im Schnitt liegt das geplante Budget bei rund 40.000 bis 48.000 Euro. Besonders bei den schlechtesten Energieklassen ist das die Regel: Hier will fast jeder Zweite direkt modernisieren. Mit steigendem Alter und größerem Budget verschiebt sich der Trend dann wieder: Ältere Käufer greifen dagegen häufiger zu energieeffizienteren Häusern, weil ihr größeres Budget das zulässt.
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München führt Europa an: Deutsche Logistikmieten wachsen überdurchschnittlich
Die europäischen Logistikimmobilienmärkte stehen vor einer moderaten, aber selektiven Erholung. Deutschland gehört beim Mietwachstum zu den Spitzenreitern, angeführt von München mit dem europaweit höchsten Wert.
Laut der aktuellen Garbe Pyramid Map von Garbe Industrial und Oxford Economics steigen die Logistikmieten in Deutschland bis 2031 im Schnitt um 2,1 Prozent pro Jahr. Das ist der zweithöchste Wert in Europa, nur Großbritannien liegt mit 2,3 Prozent knapp davor. Am stärksten wachsen die Mieten in München mit 3,2 Prozent pro Jahr, dem höchsten Wert aller untersuchten Märkte. Dort sind die Spitzenrenditen gleichzeitig am niedrigsten. Auf den weiteren Plätzen folgen Manchester mit 3,1 Prozent und Berlin mit drei Prozent. Europaweit sinken die Spitzenrenditen im Schnitt leicht von 5,3 auf 5,1 Prozent. In Polen und Italien zählen für Investoren dagegen eher günstige Einstiegspreise und freie Flächen als steigende Mieten. Weil sich Neubauten wegen hoher Bau- und Finanzierungskosten oft nicht mehr lohnen, könnte mittelfristig zu wenig Fläche entstehen.



