17.09.2026
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Berlin: Warum sich ein Umzug für viele nicht mehr lohnt
Wer in Berlin umzieht, muss oft deutlich mehr Miete zahlen. In 90 von 93 untersuchten Ortsteilen liegen die Angebotsmieten mindestens 30 Prozent über den berechneten Mietspiegelwerten. Das bremst Wohnungswechsel.
Viele Berliner bleiben in ihrer bisherigen Wohnung, obwohl sie eigentlich mehr oder weniger Platz brauchen. Der Grund ist häufig der Preis eines neuen Mietvertrags. Eine aktuelle immowelt Auswertung zeigt: In 36 Ortsteilen liegen die Angebotsmieten mindestens 50 Prozent über den für die Analyse berechneten Mietspiegelwerten. In Wilmersdorf beträgt der Unterschied sogar 64 Prozent. Eine kleinere Wohnung kann deshalb nach einem Umzug ähnlich viel oder sogar mehr kosten als die bisherige größere Wohnung. Das kann Umzüge verhindern und dazu führen, dass Familien in zu kleinen Wohnungen bleiben, während größere Wohnungen nicht frei werden.
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Welche Immobilien jetzt mehr Rendite bringen können
Bei vielen Immobilienarten sind die Renditepotenziale gestiegen. Besonders hoch liegen sie bei Produktionsimmobilien und Gewerbeparks. Wohnimmobilien bleiben dagegen deutlich darunter. Eine aktuelle Studie zeigt, wo Chancen und Risiken liegen.
Produktionsimmobilien aus dem Light-Industrial-Bereich bieten laut einer Studie von Bulwiengesa das höchste Renditepotenzial der untersuchten Immobilienarten. Der Wert liegt bei 6,17 Prozent. Gewerbeparks kommen auf 5,27 Prozent, moderne Logistikimmobilien auf 4,93 Prozent. Bei Büros liegen die Werte je nach Stadt zwischen 4,32 und 5,05 Prozent. Wohnimmobilien erreichen 2,98 bis 3,38 Prozent. Die Studie rechnet mit einer Haltedauer von zehn Jahren. Höhere Renditechancen bedeuten allerdings meist auch mehr Risiko. Für Investoren bleibt deshalb wichtig, wie gut sich ein Objekt vermieten lässt, welche Investitionen nötig sind und wie leicht es später wieder verkauft werden kann.
Wohnungsbau: Stimmung steigt, doch Aufträge fehlen weiter
Die Stimmung im Wohnungsbau wird besser. Gleichzeitig fehlt vielen Unternehmen weiter Arbeit. 41,3 Prozent melden Auftragsmangel. Die Hoffnung ruht darauf, dass mehr Baugenehmigungen bald zu neuen Projekten führen.
Das Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau ist im August laut ifo Institut von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte gestiegen. Vor allem der Blick auf die kommenden Monate wird besser. Die aktuelle Geschäftslage hat sich dagegen kaum verändert. 41,3 Prozent der Unternehmen berichten weiterhin von Auftragsmangel, 13,4 Prozent von abgesagten Projekten. Positiv entwickelt sich die Versorgung mit Baumaterialien. Nur noch 2,9 Prozent melden Engpässe, im Juli waren es 8,5 Prozent. Hoffnung machen die zuletzt gestiegenen Baugenehmigungen. Entscheidend ist nun, ob aus den genehmigten Vorhaben tatsächlich Bauaufträge werden. Erst dann würde sich die bessere Stimmung auch in der Auslastung der Unternehmen zeigen.
Balkonkraftwerke: Umwelthilfe verklagt Vonovia wegen strenger Regeln
Dürfen Vermieter für Balkonkraftwerke umfangreiche Vorgaben machen? Darüber wird nun vor Gericht gestritten. Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Vonovia und hält Teile der Bedingungen für Mieter für unzulässig.
Die Deutsche Umwelthilfe hat beim Oberlandesgericht Hamm Klage gegen Vonovia eingereicht. Streitpunkt sind Bedingungen, die Mieter erfüllen sollen, bevor sie ein Balkonkraftwerk installieren dürfen. Kritisiert werden unter anderem Vorgaben zu Außensteckdosen. Vonovia weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Sicherheitsanforderungen und Pflichten des Vermieters. Die Umwelthilfe will erreichen, dass bestimmte Klauseln nicht mehr verwendet werden. Auch der Deutsche Mieterbund berichtet, dass große Vermieter ihre Zustimmung teilweise an umfangreiche Bedingungen knüpfen. Für Mieter bleibt wichtig, die Zustimmung vor der Installation einzuholen. Der Fall spielt in Nordrhein-Westfalen, könnte aber auch für Vermieter und Mieter in anderen Bundesländern Orientierung geben.
Bauanträge: KI soll Genehmigungen einfacher machen
Ein neuer KI-Assistent soll Bauanträge einfacher machen. Er beantwortet Fragen, führt durch den digitalen Antrag und kann Behörden bei der Bearbeitung unterstützen. Der gemeinsame Online-Dienst wird bereits von den meisten Bundesländern genutzt.
Mecklenburg-Vorpommern hat den digitalen Bauantrag um einen KI-Assistenten ergänzt. Das System soll Fragen beantworten, Antragsteller durch den Prozess führen und Sachbearbeiter bei einzelnen Vorgängen unterstützen. Die Funktion steht im gemeinsamen Online-Dienst zur Verfügung. Ob sie eingesetzt wird, entscheidet die jeweilige Behörde. Die digitale Lösung wird inzwischen von den meisten Bundesländern genutzt. Berlin, Brandenburg und Hessen haben eigene Angebote. Über den gemeinsamen Dienst wurden nach Angaben des Landes bereits knapp 120.000 Bauanträge bearbeitet. Ziel ist, die Antragstellung verständlicher zu machen und Behörden bei der Bearbeitung zu entlasten. Der KI-Assistent ergänzt damit den bestehenden digitalen Bauantrag um eine zusätzliche Hilfe für Antragsteller und Verwaltung.



