19.09.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Gerichtsurteil: Maklerkunde muss Vorkenntnisse offenlegen
Das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken hat entschieden, dass ein Käufer, der bereits Vorkenntnisse über ein zum Kauf stehendes Objekt besitzt, diese sofort bei der Kontaktaufnahme mit dem Makler offenlegen muss, um eine spätere Diskussion über die Maklerprovision zu vermeiden.
Andernfalls verliert er das Recht, sich später auf diese Vorkenntnisse zu berufen, um die Zahlung der Maklerprovision zu umgehen. Im vorliegenden Fall ging es um den Kauf einer Villa, bei dem der Käufer argumentierte, bereits Vorkenntnisse über das Objekt gehabt zu haben, weshalb er die vom Makler geforderte Provision nicht zahlen wollte. Das Gericht stellte jedoch fest, dass der Käufer seine Vorkenntnis nicht unmittelbar mitgeteilt und zudem in der Kaufvertragsurkunde die Vermittlung durch den Makler ausdrücklich bestätigt hatte. Daher wurde die Provisionspflicht bejaht. Das Urteil unterstreicht, dass Kunden unverzüglich auf etwaige Vorkenntnisse hinweisen müssen, um sich später darauf berufen zu können. Das Gericht stützt sich dabei auf den Grundsatz von Treu und Glauben, obwohl der Bundesgerichtshof (BGH) bisher eine solche Offenlegungspflicht ablehnt.
Steigende Grundsteuer belastet Hausbesitzer
Ab 2025 tritt die neue Grundsteuerreform in Deutschland in Kraft, die Millionen von Grundstückseigentümern betrifft. Besonders ältere Hausbesitzer mit kleinen Gärten werden als Verlierer der Reform angesehen, da die neuen Bodenrichtwerte in vielen Fällen stark gestiegen sind.
Ein Haus mit Garten in einer attraktiven Lage, das über die Jahre im Wert stark gestiegen ist, wird somit stärker besteuert, auch wenn die Eigentümer keine großen zusätzlichen Einnahmen daraus erzielen. Häufig kann die Grundsteuer um das Zehnfache ansteigen, was zu finanziellen Belastungen führt. Die Hebesätze, die von den Kommunen festgelegt werden, sind noch nicht überall beschlossen, was zu weiterer Unsicherheit führt. Grundstückseigentümer sollten ihre Wertbescheide genau prüfen und sich auf mögliche Einsprüche vorbereiten. Die Reform geht auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurück und soll 2025 in Kraft treten, wobei die Hebesätze bis dahin festgelegt sein müssen.
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Erfolgreich verkaufen trotz Sanierungsbedarf? So klappt’s!
Aktuelle Marktdaten zeigen: Eine Immobilie mit besserem Energieeffizienzstandard verkauft sich schneller und erzielt einen höheren Preis. Doch was können Sie als Makler tun, um den Verkauf Ihrer sanierungsbedürftigen Objekte anzukurbeln? Im Magazinbeitrag auf immowelt impuls erfahren Sie einige Erfolgsstrategien.
Preisstabilisierung bei Zinshäusern: Investoren kehren zurück
Der Markt für Zinshäuser (vermietete Wohn- und Geschäftshäuser) stabilisiert sich. Investoren nutzen das aktuelle Preisniveau, um wieder in den Markt einzusteigen.
Besonders in großen Metropolen wie Berlin, Hamburg und München bleibt die Nachfrage nach diesen Immobilien hoch, da die Mieten weiterhin steigen. Semi-professionelle Investoren, wie vermögende Privatpersonen und Family Offices, sehen im aktuellen Marktumfeld attraktive Renditemöglichkeiten.
Insgesamt zeigt der Report „Residential Investment 2024/2025“ von Colliers, dass die Kaufpreise in 52 analysierten Städten seit ihrem Höchststand um durchschnittlich 33 Prozent gefallen sind. Dies macht Zinshaus-Investments wieder attraktiv. In den 7 größten deutschen Städten ist das Transaktionsvolumen von Wohn- und Geschäftshäusern von 2022 auf 2023 um rund 28 Prozent zurückgegangen. Allerdings steigt die Nachfrage mittlerweile erneut an.
WG-Zimmer teurer: Studierende kämpfen um Wohnraum
Die Mietpreise für WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten sind weiter angestiegen. Das setzt besonders Studierende unter Druck, die zum Wintersemester eine Unterkunft suchen.
Laut einer neuen Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts wird der Wohnungsmarkt für Studierende immer umkämpfter. Durchschnittlich zahlen Studenten aktuell 489 Euro monatlich für ihr WG-Zimmer. Während sich in einigen Städten leichte Erholungstendenzen zeigen, bleiben die Kosten vielerorts auf einem hohen Niveau. Besonders Städte wie München, Frankfurt am Main und Berlin gehören weiterhin zu den teuersten Standorten für WG-Zimmer – in München liegen die Preise durchschnittlich 300 Euro über dem Durchschnitt. Günstigere Angebote finden sich in kleineren Hochschulstädten, doch auch dort sind diese schnell vergriffen. Die durchschnittlichen Mietkosten für ein WG-Zimmer in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 Euro gestiegen. München führt das Ranking erneut als teuerste Stadt an, gefolgt von Frankfurt, Berlin und Hamburg. In günstigeren Städten wie Chemnitz oder Wismar sind die Preise deutlich niedriger, doch auch dort ist die Verfügbarkeit eingeschränkt. Zudem liegt der Durchschnittspreis für WG-Zimmer häufig über der Bafög-Wohnkostenpauschale, was es vielen Studierenden erschwert, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das Moses-Mendelssohn-Institut fordert daher mehr budgetorientierte Wohnungsangebote und eine Anpassung der Bafög-Pauschale an die realen Wohnkosten.