14.03.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Mehr Wohnungen? Baubranche macht Druck auf Politik
Bezahlbarer Wohnraum bleibt Mangelware – doch in den Koalitionsgesprächen spielt das Thema kaum eine Rolle. Die Bauwirtschaft fordert jetzt milliardenschwere Förderungen, um den Wohnungsbau endlich anzukurbeln. In einem Appell an die Politik fordern sieben Branchenverbände insgesamt 23 Milliarden Euro vom Staat. Mit dem Geld sollen jedes Jahr 100.000 Sozialwohnungen und 60.000 weitere bezahlbare Wohnungen entstehen. Denn steigende Baukosten machen es immer schwieriger, günstige Wohnungen zu bauen. Die vorige Regierung hatte sich das Ziel gesetzt, jährlich 400.000 Wohnungen zu schaffen – doch dieses wurde nie erreicht. 2024 lag die Zahl der Baugenehmigungen bei nur 172.100. Die Bauwirtschaft warnt: Ohne staatliche Unterstützung wird sich die Wohnungsknappheit weiter verschärfen.
Verbände-Allianz fordert Mietspiegel-Reform
Viele Städte haben keinen zuverlässigen Mietspiegel – doch ohne ihn funktioniert die Mietpreisbremse nicht richtig. Eine Allianz von Verbänden, darunter der Deutsche Städtetag, fordern jetzt klare Regeln und mehr Unabhängigkeit bei der Erstellung von Mietspiegeln. Die Verbände verlangen, dass alle Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten Mietspiegel erstellen müssen. Ab 100.000 Einwohnern soll ein qualifizierter Mietspiegel Pflicht werden, da dieser mehr Rechtssicherheit bietet. Zudem fordern sie einen Sachkundenachweis für Institute, die Mietspiegel erstellen, um Manipulation und politische Einflussnahme zu verhindern. Besonders kleinere Gemeinden haben oft keine Mietspiegel, obwohl dort die Mietpreisbremse gilt. Ohne Vergleichsmieten kann sie jedoch nicht wirksam greifen. Die Experten mahnen, dass eine künftige Regierung hier dringend nachbessern muss, um Mieter besser zu schützen.
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Mipim 2025: Weniger Glanz, mehr Realität
Die Immobilienmesse Mipim in Cannes an der französischen Riviera hat sich verändert – weniger Sonne und Partys, dafür viel Regen und Gespräche über Nachhaltigkeit, Geopolitik und Bestandssanierung. „Immobilienwirtschaft“-Chefredakteur Dirk Labusch zieht ein persönliches Fazit. Viele große Immobilienunternehmen hielten sich zurück – einige kamen gar nicht, andere verzichteten auf große Stände oder die sonst üblichen Einladungen zum Mittagessen. Besonders auffällig: Wo letztes Jahr noch volle Hallen waren, herrschte diesmal gähnende Leere. In den Gesprächen ging es weniger um neue Projekte als um Krisenbewältigung. ESG-Standards bleiben ein Thema, auch wenn manche Investoren auf weniger Bürokratie hoffen. Nachhaltige Gebäude und Quartiere gelten als Zukunft, während klassische Gewerbeimmobilien es schwerer haben. Gefragt sind Rechenzentren, Infrastrukturprojekte und die Sanierung bestehender Gebäude. Die Mipim hat sich gewandelt – aus der Feiermesse ist eine Arbeitsmesse geworden.
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