03.12.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Deutsche zufrieden mit eigener Wohnsituation – und anspruchsvoll bei der Wohnungssuche
Eine neue Studie zeigt eine erstaunlich hohe Zufriedenheit der Deutschen mit dem eigenen Zuhause. Bei der Wohnungssuche möchten viele Menschen zudem kaum Zugeständnisse machen. Vor allem die Lage bleibt wichtiger als der mögliche Spareffekt. Die repräsentative Studie „Wohnraummangel-Barometer 2025“ im Auftrag von immowelt zeigt, dass 80 Prozent der Mieter und 93 Prozent der Eigentümer in Deutschland mit ihrer Wohnsituation zufrieden sind. Kompromisse für bezahlbaren Wohnraum fallen ihnen jedoch schwer, wenn ein Umzug nötig wird. Besonders unbeliebt sind Problemviertel, befristete Mietverträge und Wohnungen ohne Außenflächen. Lärm in der Umgebung wird ebenfalls mehrheitlich abgelehnt. Am ehesten akzeptieren Befragte weniger Wohnfläche, wenn es die Kosten senkt. Auch einfacherer Schallschutz, fehlende Aufzüge oder längere Arbeitswege kommen für viele eher infrage als ein Umzug in eine schlechtere Lage.
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Gericht kippt Mietobergrenzen für Sozialwohnungen
Ein Urteil aus Berlin stellt die bisherige Praxis vieler Jobcenter infrage. Laut dem Urteil dürfen geförderte Wohnungen nicht mehr als unangemessen gelten. Damit könnten deutlich höhere Mietzahlungen übernommen werden. Das Landessozialgericht Berlin Brandenburg entschied im Fall einer Bürgergeld Empfängerin, deren Miete nur teilweise anerkannt worden war, dass Sozialwohnungen nicht mit pauschalen Obergrenzen bewertet werden dürfen. Angesichts des angespannten Wohnungsmarkts gebe es nicht genügend preiswerte Alternativen, sodass starre Richtwerte die Realität verfehlen. Für die Klägerin bedeutet dies die volle Übernahme der Miete von 640 Euro. Das Urteil hat Signalwirkung, weil sich ähnliche Fälle künftig bundesweit durchsetzen könnten, sollte eine höhere Instanz die Entscheidung bestätigen. Jobcenter müssen nun prüfen, ob ihre Vorgaben dem Markt überhaupt entsprechen.
Immobilienprojekte unter Druck
Die Immobilienbranche steht trotz vorsichtiger Erholung vor neuen Belastungen. Erste Personalabbauten werden sichtbar und die wirtschaftlichen Folgen früherer Boomjahre treffen nun Projekte. Deren Kalkulation wankt unter den veränderten Marktbedingungen erheblich. FAZ-Autor Jan Hauser kommentiert, wie Unternehmen der Immobilienwirtschaft zunehmend unter Druck geraten, weil sich das Umfeld seit dem Ukrainekrieg mit Energiepreisschocks und höheren Zinsen grundlegend verändert hat. Sinkende Preise und steigende Finanzierungskosten lassen vormals rentable Vorhaben ins Wanken geraten. Erste Reaktionen zeigen sich im verdeckten Arbeitsplatzabbau, etwa bei Savills mit rund 15 Prozent weniger Stellen in Deutschland. Auch Entwickler mit knapper Kalkulation stehen vor Risiken bis hin zu Insolvenzen, trotz einer Stimmung, die besser scheint als die Lage.
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BGH stärkt Ermittler: Ja zur Beschlagnahmung von Clan-Immobilien
Ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) sorgt für neue Dynamik im Umgang mit zweifelhaft finanzierten Clan-Immobilien. Die Richter bestätigen ein Verfahren, das Beschlagnahmungen auch dann ermöglicht, wenn legale und illegale Mittel gemeinsam verwendet wurden. Das nun veröffentlichte Urteil stärkt die Berliner Ermittler im Fall des Remmo Clans, der seit Jahren wegen auffälliger Vermögenszuwächse im Fokus steht. Konkret wollten die Behörden sechs Immobilien einziehen, die ein damals 18Jähriger der Familie erworben haben soll. Das Landgericht Berlin hatte dies abgelehnt, weil legale Herkunft der Mittel nicht ausgeschlossen sei. Der BGH sieht dies anders und verweist auf das seit 2017 geltende selbstständige Einziehungsverfahren, das bei starkem Missverhältnis zwischen Vermögen und Einkommen greift. Immobilien können somit auch dann von der Justiz eingezogen werden, wenn sie durch „Mischfinanzierung“ erworben wurden, also legale Einnahmen und illegale Gelder gemeinsam zum Kauf eingesetzt wurden. Damit steigt der Druck auf ähnliche Konstruktionen.
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