04.03.2026
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Immobilien in Mittelstädten verteuern sich um bis zu 15 Prozent
Die Preise für Eigentumswohnungen in deutschen Mittelstädten ziehen spürbar an. In 108 von untersuchten 120 Städten steigen die Angebotspreise, teils um fast 15 Prozent. Dennoch bleiben viele Standorte deutlich günstiger als benachbarte Metropolen.
Eine Analyse von immowelt untersucht die Angebotspreise für Bestandswohnungen in 120 Städten zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern. Im Jahresvergleich stiegen die Preise in 108 Städten, besonders stark in Bad Oeynhausen, Herford und Minden mit jeweils 14,7 Prozent. Trotz der Dynamik liegen viele Standorte deutlich unter dem Preisniveau großer Metropolen. In Landshut kostet der Quadratmeter 4.120 Euro, in Brandenburg an der Havel 2.455 Euro und damit jeweils rund halb so viel wie in München oder Berlin. Teuerste Mittelstadt ist Konstanz mit 5.648 Euro pro Quadratmeter, günstigste Plauen mit 945 Euro.
Verbände ziehen wegen Grundsteuer vors Verfassungsgericht
Haus & Grund und der Bund der Steuerzahler gehen gegen das Bundesmodell der reformierten Grundsteuer vor. Sie halten zentrale Bewertungsmaßstäbe für rechtlich bedenklich. Die Verbände haben daher Verfassungsbeschwerde eingereicht.
Haus & Grund und der Bund der Steuerzahler unterstützen zwei Musterkläger und wollen vom Bundesverfassungsgericht prüfen lassen, ob das Modell dem Gleichheitssatz genügt. Kritik richtet sich vor allem gegen die Bewertung anhand von Bodenrichtwerten sowie pauschalierten, teils fiktiven Mietwerten. Diese führten aus Sicht der Verbände zu systematischen Ungenauigkeiten und möglichen Belastungsverschiebungen. Der Bundesfinanzhof hatte das Modell
zuvor bestätigt, dennoch sehen die Verbände weiteren Klärungsbedarf. Mit dem Gang nach Karlsruhe soll Rechtssicherheit für Eigentümer geschaffen werden.
Heizungswahl: Was Energieberater jetzt raten
Mit der angekündigten Rückabwicklung des Heizungsgesetzes will die Bundesregierung Immobilieneigentümern mehr Freiheiten bei der Heizungswahl gewähren. Das befeuert allerdings auch wieder Unsicherheiten, welche Heizungsart nun zukunftssicher ist. Ein Energieexperte empfiehlt, sich nicht von politischen Debatten treiben zu lassen und anhand objektiver Kriterien Investitionen strukturiert vorzubereiten.
Die Heizung sollte aufgrund technischer Grundlagen und physikalischer Gegebenheiten gewählt werden, so Gebäudeenergieberater Dmitri Berdnikow. Zentrale Basis sei der energetische Zustand des Gebäudes mit Dämmstandard, Fenstern und Wärmebrücken. Ebenso entscheidend sei das tatsächliche Systemtemperaturniveau, das Effizienz und Technikwahl maßgeblich beeinflusst. Investitionen sollten einer klaren Reihenfolge folgen: Erst Bedarf und Gebäudehülle analysieren, dann Verteilung und erst zuletzt die Erzeugungstechnik festlegen. Technikentscheidungen ohne fundierte Bedarfsanalyse bergen laut Berdnikow wirtschaftliche Risiken, insbesondere in Mehrfamilienhäusern mit komplexer Warmwasserbereitung. Wer energetische Kennzahlen sauber erhebt und Optionen vorbereitet, bleibt handlungsfähig, auch wenn sich gesetzliche Rahmenbedingungen ändern.
Grüngas: Utopie oder Heilsbringer?
Die Bundesregierung will neue Gasheizungen künftig mit steigenden Anteilen grüner Gase betreiben. Studien sehen zwar Ausbaupotenzial bei Biomethan. Doch Menge, Wettbewerb und Preisentwicklung bleiben unklar.
Im Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz sollen neue Gasheizungen ab 2029 mindestens 10 Prozent grüne Brennstoffe nutzen, der Anteil soll schrittweise steigen. Aktuell liegt der Biomethan-Anteil am deutschen Gasverbrauch bei rund 1,4 Prozent. Eine Verdopplung oder Verdreifachung der Produktion bis 2030 sei möglich, würde jedoch selbst dann nur einen geringen Anteil am Gesamtgasverbrauch decken können. Zudem konkurrieren Gebäudewärme, Industrie und Stromerzeugung um die verfügbaren Mengen. Daher gilt Biomethan im Gebäudesektor bislang als kaum wirtschaftlich. Ob ausreichend Mengen zu bezahlbaren Preisen bereitstehen, bleibt damit offen.
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