30.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Deutscher Immobilienpreis: Leuchtturm in turbulenten Zeiten
Hochkarätige Einreichungen, eine unabhängige Jury treffen auf eine kurzweilige, aber fachlich spannende Gala: Der Deutsche Immobilienpreis hat sich zum Oscar der Immobilienbranche gemausert, kommentiert Dirk Labusch, Chefredakteur des Fachmagazins Immobilienwirtschaft.
Die große Zahl an Einreichungen beim Deutschen Immobilienpreis 2026 zeigt laut Labusch die wachsende Professionalisierung und Innovationskraft der Immobilienbranche. Aber auch eine Lust, die Erfolge und Errungenschaften der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Gala entwickele sich zunehmend zu einem zentralen Branchentreff: Mit mehreren hundert Gästen und zahlreichen Einreichungen hat sich das Event als wichtiger Treffpunkt etabliert. Eine unabhängige Jury sorgt für Glaubwürdigkeit und hebt den Award von anderen Formaten ab. Die Gala bietet nicht nur eine Bühne für ausgezeichnete Unternehmen, sondern fungiert auch als Schaufenster aktueller Entwicklungen und Trends. In der Branche wird der Preis zunehmend als Maßstab für Qualität und Professionalität wahrgenommen und trägt damit auch zur Positionierung und Weiterentwicklung insbesondere von Maklern bei.
Fazit der Immobilienwirtschaft: Der Deutsche Immobilienpreis ist ein Branchen-Schaufenster.
BGH: Keine Vergleichsangebote bei WEG-Sanierungen mehr nötig
Der Bundesgerichtshof beendet eine verbreitete Praxis in Wohnungseigentümergemeinschaften. Beschlüsse zu Sanierungen sind auch ohne mehrere Angebote möglich. Entscheidend ist künftig eine andere Bewertungsgrundlage.
Damit verschiebt sich der Maßstab für ordnungsgemäße Verwaltung in Wohnungseigentümergemeinschaften. Der Bundesgerichtshof stellt klar, dass es keine gesetzliche Pflicht zur Einholung mehrerer Vergleichsangebote gibt. Maßgeblich ist vielmehr, ob die Eigentümer auf Basis ausreichender Informationen wirtschaftlich entscheiden konnten. Dabei kommt es auf Art, Umfang und Dringlichkeit der Maßnahme an. Auch Erfahrungen mit bereits bekannten Handwerksbetrieben dürfen berücksichtigt werden. Die bisher verbreitete Praxis vieler Gerichte, Beschlüsse allein wegen fehlender Vergleichsangebote aufzuheben, ist damit hinfällig. Allerdings bleibt es dabei, dass Angebote geeignet und marktgerecht sein müssen, sonst droht weiterhin die Anfechtung.
KfW: Ein Drittel mehr Kredite für Wohnen
Die staatliche Förderbank KfW weitet ihr Engagement im Wohnungsmarkt deutlich aus. Immer mehr Eigentümer und Bauherren greifen auf günstige Kredite und Zuschüsse zurück. Auch für die kommenden Monate wird mit hoher Nachfrage gerechnet.
Damit bleibt die KfW ein zentraler Treiber für den Immobilienmarkt. Im Jahr 2025 vergab die Förderbank Kredite und Zuschüsse in Höhe von 61 Milliarden Euro und steigerte ihr Fördervolumen damit deutlich. Insgesamt wurden rund 752.000 Immobilienbesitzer unterstützt, insbesondere bei energetischen Sanierungen und klimafreundlichem Neubau. Vor allem die Heizungsförderung war stark nachgefragt. Für Finanzierer ist relevant, dass Förderkredite weiterhin eine wichtige Rolle bei der Strukturierung von Immobilienfinanzierungen spielen. Gleichzeitig plant die KfW, ihre Programme im Bereich Bauen und Wohnen zu vereinfachen und künftig stärker zu bündeln. Trotz der hohen Nachfrage ging der Gewinn der Bank infolge von Währungseffekten zurück.
Baupreisexplosion durch Bürokratie und Auflagen
Die Situation auf dem Immobilienmarkt spitzt sich zu. Obwohl die Nachfrage steigt, gibt es immer weniger neuen Wohnraum. Die Gründe sind die gestiegenen Baupreise und immer neue Auflagen.
In den vergangenen Jahren kam es zu einer Kostenexplosion auf dem Bau: Ein neues Einfamilienhaus kostet heute nahezu das Doppelte wie noch vor 10 Jahren. Dadurch können vor allem junge Leute und Familien immer seltener bauen. Die Baubranche verweist auf Bürokratie und zu viele Vorgaben. Bauherren müssten heute rund 20.000 Vorschriften einhalten, schätzt ein Experte. Dabei gäbe es Lösungen, um den Bau-Motor wieder anzukurbeln: Vereinfachte Baustandards wie der Gebäudetyp E würden die Kosten drücken. Zinsgünstigere Förderdarlehen und die Aussetzung der Grunderwerbssteuer für Familien sowie steuerliche Anreize für Investoren würden Kapital freisetzten, so Fachleute.
Immer mehr Firmen helfen bei der Wohnungssuche
Der angespannte Wohnungsmarkt wird zunehmend zum Problem für Arbeitgeber. Immer mehr Unternehmen unterstützen Beschäftigte bei der Wohnungssuche oder finanziell. Eigene Wohnungen stellen jedoch nur wenige Betriebe bereit.
Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, für die 826 Unternehmen befragt wurden. Demnach hilft gut jedes fünfte Unternehmen bei der Wohnungssuche, etwa organisatorisch oder finanziell. Nur ein kleiner Teil stellt eigenen Wohnraum bereit, klassische Werkswohnungen bleiben die Ausnahme. Viele Betriebe sehen von entsprechenden Angeboten ab, da rechtliche Unsicherheiten, hoher Verwaltungsaufwand und fehlende Partner abschrecken. Laut IW können Mitarbeiterwohnungen punktuell zur Entlastung beitragen, vor allem durch zusätzlichen Neubau. Eine breite Wirkung ist jedoch nicht zu erwarten, solange Genehmigungsverfahren und Rahmenbedingungen unverändert bleiben.
Bau-Turbo bringt Hunderte neue Genehmigungen
Neue gesetzliche Spielräume beschleunigen den Wohnungsbau in einer deutschen Metropole spürbar. Innerhalb weniger Monate entstehen zusätzliche Genehmigungen für Hunderte Wohnungen. Doch die Umsetzung sorgt weiterhin für Diskussionen.
Damit zeigen die jüngsten Zahlen erstmals konkrete Effekte der gelockerten Bauvorschriften. In Hamburg wurden innerhalb von vier Monaten rund 750 zusätzliche Bauvorbescheide und Genehmigungen erteilt, die zuvor nicht möglich gewesen wären. Grundlage sind Änderungen im Baugesetzbuch, die Abweichungen vom bestehenden Planrecht erleichtern und Verfahren verkürzen. Für Projektentwickler und Investoren verbessert sich damit die Planbarkeit neuer Vorhaben. Gleichzeitig bleibt die Entscheidungshoheit bei den Bezirken, die weiterhin Fachprüfungen etwa zum Umwelt- oder Denkmalschutz durchführen müssen. Während die Wohnungswirtschaft die Maßnahmen als wichtigen Impuls bewertet, gibt es Kritik an eingeschränkter Beteiligung und zu langsamer Umsetzung.
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