07.04.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Großstadtmieten steigen um 43 Prozent in zehn Jahren
Die Angebotsmieten in deutschen Großstädten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neue Zahlen zeigen, wie stark die Belastung für Wohnungssuchende gewachsen ist und welche Städte besonders betroffen sind. Laut Daten des Bauministeriums sind die Angebotsmieten in 14 deutschen Großstädten seit 2016 im Schnitt um 43 Prozent gestiegen. Besonders stark fiel der Anstieg in Berlin mit 69 Prozent aus, gefolgt von Leipzig mit 67 Prozent. Auch Städte wie Bremen, Duisburg und Düsseldorf verzeichnen deutliche Zuwächse. München bleibt trotz geringerer Dynamik die teuerste Stadt bei Neuvermietungen. Grundlage sind inserierte Kaltmieten ohne Nebenkosten. Das Ministerium weist darauf hin, dass diese Werte nicht den gesamten Markt abbilden. Kritik kommt von der Linken, die die Mietpreisbremse als unzureichend bewertet und strengere Eingriffe wie einen Mietendeckel fordert.
Baugesetzbuch-Reform reicht Branche nicht aus
Die geplante Reform des Baugesetzbuchs soll Planungs- und Bauverfahren beschleunigen. Aus Sicht der Immobilienbranche bleiben zentrale Hebel jedoch ungenutzt, die für mehr Neubau und Investitionen entscheidend wären. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) bewertet den Referentenentwurf zur BauGB-Novelle zwar als Schritt in die richtige Richtung, fordert jedoch deutliche Nachbesserungen. Positiv hebt der Verband Ansätze wie die Digitalisierung der Bauleitplanung, verbindlichere Verfahren und eine stärkere Gewichtung des Wohnungsbaus hervor. Gleichzeitig kritisiert der ZIA fehlende Maßnahmen für eine spürbare Beschleunigung, etwa eine „Fast Lane“ für Bauleitplanverfahren oder weniger planungsrechtliche Bürokratie. Auch die geplante Ausweitung des kommunalen Vorkaufsrechts sieht der Verband kritisch, da sie Investitionen erschweren könnte. Entscheidend sei, dass die Reform tatsächlich zu schnellerem Bauen führt und zusätzliche Belastungen vermieden werden.
Sprit und Inflation: Finanzminister drängt auf Entlastung bei Energie-Preisen
Steigende Energiepreise erhöhen den Druck auf die Bundesregierung. Der Finanzminister fordert kurzfristige Maßnahmen, um Inflation und Mobilitätskosten zu begrenzen. Mehrere Instrumente stehen zur Diskussion, die schnell umgesetzt werden könnten. Im Zuge steigender Sprit- und Gaspreise drängt Finanzminister Lars Klingbeil auf rasche Entlastungsmaßnahmen. In einem Schreiben an das Kanzleramt und das Wirtschaftsministerium skizziert er mehrere Optionen, darunter eine Übergewinnsteuer zur Finanzierung sowie einen flexiblen Preisdeckel für Kraftstoffe nach dem Vorbild anderer EU-Länder. Zusätzlich werden Anpassungen bei Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie und Energiesteuer diskutiert. Ziel ist es, die Inflation frühzeitig zu dämpfen und Haushalte finanziell zu entlasten. Klingbeil betont die Dringlichkeit politischer Entscheidungen und zeigt sich offen für Vorschläge aus der Opposition, um zeitnah konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Ferienimmobilien erreichen neue Höchstpreise
Ferienimmobilien bleiben gefragt, vor allem in exklusiven Lagen. Ein neuer Marktbericht zeigt deutliche Preisunterschiede zwischen Regionen und Objektarten und nennt auch Standorte mit weiterem Potenzial. Laut dem Marktreport „Ferienimmobilien Deutschland 2026“ von Engel & Völkers steigen die Preise in Toplagen weiter, teils um bis zu 10 Prozent. Besonders teuer sind Ferienwohnungen auf Norderney sowie in Regionen wie Tegernsee, Sylt und am Starnberger See. Bei Ferienhäusern liegt Sylt mit Spitzenpreisen deutlich vorn. Haupttreiber sind ein knappes Angebot und hohe Nachfrage, verstärkt durch strenge Bauvorschriften und regulatorische Eingriffe. Für 2026 erwarten die Experten stabile bis leicht steigende Preise, vor allem im Premiumsegment. Gleichzeitig bieten weniger bekannte Regionen, etwa in Mecklenburg-Vorpommern oder im Schwarzwald, deutlich günstigere Einstiegsmöglichkeiten.
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